HERZLICH WILLKOMMEN

Geehrte Besucherin / Besucher, Sie haben die Info-Seite der
Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung e.V.
kurz gesagt der "GGH" angewählt.
Die Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde (GGH) möchte Ihnen, wenn Sie wollen, ein wenig über unsere Gesellschaft berichten.
Wir wollen Ihnen über unser Innenleben und Selbstverständnis sowie über unsere Aktivitäten erzählen.
Zugleich soll diese Seite aber auch zur Unterrichtung unserer Mitglieder dienen.

Mehr über Bendorf und unser Angebot finden Sie auf unserer Startseite



Wir über uns - unser Tun und Wollen.

Erlauben Sie uns bitte, Ihnen den eingetragenen Verein "Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde für Bendorf und Umgebung" (GGH) in kurzen Zügen vorzustellen.

Die GGH wurde 1977 von einigen heimatgeschichtlich interessierten Bendorfer Bürgern gegründet mit den Zielen der:

  • Erforschung
  • Erfassung
  • Weitergabe der Heimatgeschichte
  • sowie der Familien- und Namensforschung

für Bendorf und seiner nächsten Umgebung einen angemessenen Rahmen zu schaffen. Durch öffentliche Vorträge, Studienfahrten und andere geeignete Veranstaltungen wurden und werden die Forschungsarbeiten ergänzt, Interessen geweckt und das Bewusstsein für die Heimatgeschichte und Brauchtumspflege als wichtige Bestandteile der Kultur geschärft. Als einer der damals recht wenigen Geschichtsvereine in der Region fand die GGH Zuspruch und Anerkennung und wurde rasch zu einer geachteten Größe im gesellschaftlichen Leben unserer Stadt.

Dank zahlreicher Mitglieder war es der GGH seinerzeit sogar möglich, das inzwischen weithin bekannte "Burgen- und Parkfest" im Sayner Schlosspark ins Leben zu rufen und drei Jahre in Folge auch selbst zu organisieren. Die Idee dazu war aufgekommen, nachdem sich aus Mitgliedern der GGH ein Förderkreis "Burg Sayn" entwickelt hatte, der selbst zu Schaufel und Heckenschere griff und die Burg auf dem Kehrberg so weit freilegte, dass sie in ihrer Gesamtheit wieder erkennbar wurde. Als Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Sayn sich daraufhin zur Restaurierung der Anlage entschloss, hatten die GGH-Mitglieder faktisch die Grundlagen dafür geschaffen.

Eine wesentliche Bereicherung erfuhr die "GGH" durch die Bildung einer Wandergruppe innerhalb der Gesellschaft. Geführte Wanderungen zu geschichtsträchtigen Zielen waren über Jahre eine sehr beliebte Einrichtung.

Gleich nach ihrer Gründung begann die GGH auch damit, ein heimatkundliches Archiv anzulegen und mit der Anschaffung entsprechender Literatur zu bereichern. Daraus entstand eine durchaus bemerkenswerte Bibliothek - mit Literatur auch über den heimatkundlichen Tellerrand hinaus - die den Mitgliedern zugänglich ist. In einer Zeit, in der die "Rheinische Landesbibliothek" (heute "Landesmedien-Zentrum RLP") (in Koblenz) noch nicht bestand, bot das die Möglichkeit intensiver Studien für viele Interessierte. Hilfreich war dabei die Bereitschaft zahlreicher Bürger, die uns aus Kellern und Speichern vieles zur Verfügung stellten.

Eine große Aufgabe war die Herausgabe einer Vereinszeitschrift.

Leider stellten sich in den folgenden Jahre ähnliche Verschleißerscheinungen ein, wie sie bei vielen Vereinen heute auftreten. Überalterung, nachlassendes Engagement und nicht zuletzt ein leider sehr eigenwilliger Führungsstil eines inzwischen verstorbenen Vorsitzenden ließen die Mitgliederzahlen schrumpfen und für einige Jahre die Wahrnehmung der GGH in der Öffentlichkeit fast verschwinden. Ganz ruhte die Arbeit aber nie; die Sammlung von heimatkundlicher Literatur, Fotos und sonstiger "Kleinarchivalien" ging, für die Öffentlichkeit unbemerkt, weiter. In der Stille geführte intensive heimatkundliche Studien einiger Mitglieder führten zu einem Mangel an Publikationsmöglichkeiten. Mit der Einrichtung der Internetseite http://www.bendorf-geschichte.de im Jahre 1997 wurde das wieder anders. Heute sind auf diesen Seiten schon rund 240 Artikel und 500 Fotos zu finden und es werden immer mehr. Doch dabei wollte es Werner Kutsche, der schließlich als letztes Mitglied des alten Vorstands übriggeblieben war, nicht belassen. Auf seine Initiative kamen Anfang 2007 die noch verbliebenen Mitglieder zusammen. Bald danach konnte wieder ein kompletter Vorstand gewählt, die GGH wieder ins Vereinsregister eingetragen werden und ihre Anerkennung als gemeinnützig wiedererlangen. Dank der Unterstützung der Stadt Bendorf konnten wir auch geeignete Räumlichkeiten beziehen und unser umfangreiches Archiv an einer Stelle zusammenführen und ausbauen.

Die Vorträge unserer Mitglieder O. Michel und W. Kutsche - Bendorf in den 60er und 70er Jahren mit vielen Bildern - und von D. Kittlauß - mit dem Themenkreis um Graf Heinrich IV. von Sayn und die Einführung der Reformation in der Grafschaft Sayn - fanden so großes Interesse, dass sie sogar mehrfach wiederholt werden mussten. Dieter Kittlauß sprach auch vor einer Tagung Westerwälder Heimatkundler in Hachenburg. Mit Exkursionen zur Eröffnung des Geysirs auf Namedy (Vorarbeit Friedel Hecken), eine Exkursion nach Isenburg im Sayntal mit einer Führung durch Eugen Wasser zur Burgruine Isenburg und Kirche und zum Landeshauptarchiv Außenstelle Rommersdorf (Vorarbeit Peter Lindemann) waren wir sehr erfolgreich.

Aufgrund der Fülle unserer Archivbestände und der Materialspenden der Bendorfer Bevölkerung, wurde es aber notwendig, eine weitere Räumlichkeit in der Bendorfer Innenstadt anzumieten. Auch deren Einrichtung kostete neben viel Zeit auch Geld, so dass unsere finanziellen Mittel stark strapaziert wurden. Die zentrale Lage ist für uns aber außerordentlich wichtig, um das Interesse der Bevölkerung zu wecken. Die Zahl unserer Mitglieder liegt derzeit bei 35, weist aber eine ansteigende Tendenz auf, so dass wir recht optimistisch in die Zukunft schauen. Dennoch sind wir natürlich für jede weitere Unterstützung und für Spenden dankbar. Das ehrenamtliche Engagement unserer Mitglieder - im Vorstand wie auch bei vielen anderen - ist erfreulicherweise so groß, dass wir in jedem Jahr eine Reihe von Veranstaltungen anbieten können. Dennoch die Bitte: finanzielle Unterstützung würde uns auch da noch einiges mehr ermöglichen.

Im Jahr 2009 errichtete die GGH mit der Hilfe großzügiger Sponsoren und in Eigenregie an den historischen Eisenerzröstöfen auf der Vierwindenhöhe in Bendorf eine Freilichtbühne. Dort wurde durch die Theatergruppe "Findlinge" in zehn Aufführungen das Stück "Ein Bergmann in Bendorf", das zahlreiche heimatkundliche Bezüge aufweist, gezeigt. Der große Erfolg gab uns den Ansporn, auch 2010 ein weiteres Theaterstück mit den "Findlingen" aufzuführen.

Der geschäftsführende Vorstand der GGH wird zur Zeit gebildet von dem:
1. Vorsitzenden Peter Lindemann
2. Vorsitzenden Werner Kutsche
Schatzmeister Dieter Kittlauß


Die GGH im Spiegel der Presse

Verweise auf die einzelnen Presseberichte:

2012

Die Festspiele am Rheinblick Bendorf sind eröffnet
Turbulentes Stück feiert seine Premiere bei den Festspielen auf der Freilichtbühne
Spaß und Romantik mit Blick auf den Rhein
Festspiele am Rheinblick eröffnen mit der Komödie »Die unbekannte Dame"
Festivalsaison in Bendorf - "Festspiele am Rheinblick"
Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde auf Entdeckungsreise in Oberwesel
Eins der bedeutendsten Gebäude Bendorfs
Rheinromantik von ihrer schönsten Seite
GGH wandelt in Oberwesel auf den Spuren des Mittelalters
Der "freiadlige Hof" in Bendorf
Spannende Geschichten poetisch erzählt
Vom Armenhaus am Mittelrhein zur europäischen Modellstadt
GGH fährt nach St. Goar
Reich, aber auch mit sozialer Gesinnung
GGH-Vortrag über den letzten Trierer Kurfürsten Clemens Wenzeslaus
Viele Besucher fragen nach der Heimatgeschichte

2011

Bewegte Klostergeschichte - auf der Insel Niederwerth
Von der capella zur Kapelle - Vortrag der GGH zum Martinsfest
Der Mantel von Sankt Martin
Umfangreiches Unterhaltungsprogramm auf dem 5. Bendorfer Seniorentag
Freiheitslieder über dem Rhein zum Festspielfinale
ZAZOU gastierte bei den "Festspielen am Rheinblick" und begeisterte
Unkonventionelle Hilfe befreit Festspiele aus Notlage
Kabarettist am Rheinblick
Die feindlichen Brüder von Bendorf
Kultur pur wo einst Eisenerz röstete
Einen Gussvorgang unmittelbar erleben
Sommerfestspiele mit Weitblick
Peter Lindemann bleibt an der Spitze
Eine Sayner Rhapsodie
Auf dem geschichtsträchtigem Bleidenberg
Mit der GGH zu den Grabungen am Bleidenberg
Lange Zeit nur dünn oder garnicht besiedelt
Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen bei der GGH
Zeitreise ins Mittelalter
GGH-Vortrag in der Seniorenbegegnungsstätte
Aus Bendorfs früherer Geschichte

2010

Ein erfolgreicher Bühnensommer
Letztmals "Die Erben" auf der Freilichtbühne
"Duo Balance'' und Dirko Juchem rundeten Festspielsaison
Zusatzvorstellung auf der Bendorfer Freilichtbühne
Chansons auf der Freilichtbühne in Bendorf
Edeltrud Kahn und Timo Ziesche verzauberten das Publikum mit Musik
Erben und nochmal erben
Theaterpremiere an historischer Stelle
Neues Theaterstück feiert am Sonntag in Bendorf Premiere
Freilichtbühne wurde bereits aufgebaut
Kulinarischer Genuss - Geschichte - heiteres Theater
Lebendige Historie in der alten Porz
Programmflyer stellt Spielzeit der "Festspiele am Rheinblick" vor
Bendorfer Freilichtspiele beginnen am 10. Juli
Die GGH zeigt Kunst beim Bendorfer Bauern- und Gartenmarkt
Bürgermeister Syré führt die Wanderer - Besichtigung des Römerturms
Lokale Besonderheiten entdecken und Heimatgeschichte kennen lernen
Ein wachsender Verein mit zahlreichen Aktivitäten


2009

Ein Sommerabendkonzert
Die "Schneekönigin" bezauberte Kinder wie auch die Erwachsenen
Die Schneekönigin faszinierte ihr Publikum
Mammutveranstaltung des Kulturforums der GGH
Feierliche Kulturpreisverleihung an Peter Lindemann
Kinder können der Schneekönigin lauschen
Journalist wird mit Auszeichnung seiner Heimatstadt Bendorf geehrt
Wo man sich gleich wie zu Hause fühlt
Jury ehrt den "stillen Macher"
Journalist Peter Lindemann erhält Kulturpreis der Stadt Bendorf 2009
Die Schneekönigin - Märchen in Text und Musik
Von Weinkeltern bis zu Automotoren
Wiedersehensfreude und gemeinsame Erinnerungen
Bendorfer Fundstück sorgt für Freude in Cochem
Freilichtspiele gibt es auch im kommenden Sommer
Abschluss mit wiederum ausverkauftem Haus
Tag des offenen Denkmals: Treffpunkt Eisenerzröstöfen
Begeisterung für den "Bergmann in Bendorf" dauert an
Bergmann erfolgreich - Weitere Aufführungen auf Freilichtbühne Bendorf


weitere Berichte finden Sie hier : S.2    S.3


Die letzten Berichte zuerst !
(Datum absteigend)




2012




8. August 2012 Kleeblatt

Turbulentes Stück feiert seine Premiere bei den Festspielen auf der Freilichtbühne am Rheinblick

Premierenfeier der unbekannten Dame

Publikum begeistert von "der unbekannten Dame"

-pli- Bendorf. Die Vorstellung war ausverkauft, der Himmel war aufgeräumt, der Alltag war schnell weggeräumt und das Publikum bester Stimmung - vor, während und besonders nach dem Spiel. Und das ist eigentlich das Beste, was man von einer Premiere sagen kann. "Die unbekannte Dame" mit der Schauspielgruppe "Die Findlinge" auf der Freilichtbühne des Kulturforums der GGH begeisterte die Menschen, darunter zahlreiche Ehrengäste und Sponsoren. Einen schöneren Auftakt der Festspiele am Rheinblick hätte sich niemand wünschen können.

Das von Regisseur Patrick Dollmann für die Festspiele bestens überarbeitete Stück "Die unbekannte Dame" basiert auf einem Drehbauch von Wolfgang Lemhöfer und bietet eigentlich alles, was man von humoristischem Volkstheater erwarten darf: schneller Wechsel von temperamentvollen Streitgesprächen und anrührenden Dialogen, Komik durch erheiternde Verwechslungen und Einblicke in abgrundtiefe menschliche Bosheiten und letztendlich ein hollywoodtaugliches Happy end. Dazu ein überaus ansprechendes Bühnenbild und schön anzuschauende Kostüme. Der lieber seinen Hobbys nachgehende und vor allem seine Ruhe pflegende Gastwirt Leberecht und seine sich zu Höherem berufene Frau Cornelia führen eine Poststation mit Beherbergungsmöglichkeit. Als der Postillon den Besuch einer Gräfin aus Italien ankündigt, ist es mit der Ruhe endgültig vorbei. Für Leberecht wäre das schon Unglück genug, aber da ein Unglück selten allein kommt, erscheint ein betrügerisches Pärchen, das sich als Graf und Gräfin ausgibt und die Wirtsleute dreist beraubt. Die falsche Gräfin hatte den Wirt und der falsche Graf die Wirtin becirct und schon war es geschehen. Kein Wunder also, dass später die (echte) Gräfin sehr distanziert empfangen wird.

Als das Gaunerpärchen noch einmal auftaucht, wächst ausgerechnet das zierlichste Persönchen, das schwerhörige Dienstmädchen Elsa, über sich hinaus und bringt die beiden zur Strecke. Das alles wird flott und überzeugend gespielt, so dass das amüsierte Publikum mehrfach auf offener Szene applaudiert. Patrick Dollmanns Regie ist allenthalben spürbar, und alle neun Rollen sind - den individuellen Stärken des neunköpfigen Ensembles entsprechend - glänzend besetzt.

Bei den Festspielen am Rheinblick werden auch die Zeiten vor dem Theaterbeginn und während der Pausen zu einem Erlebnis. Auf der weitläufigen Ebene oberhalb der Bühne trifft man sich bei kühlen Getränken und kleinen Snacks und genießt die großartige Aussicht ins Rheintal und hinüber zu den Eifelbergen. "Eine tolle Atmosphäre und dank der historischen Eisenerzröstöfen auch noch ein wundervoller Spielort", schwärmen die Besucher.

Am kommenden Wochenende, Freitag bis Sonntag, 24. bis 26. August, jeweils um 19.30 Uhr, können sich die Besucher wiederum an der unbekannten Dame, den ungleichen Wirtsleuten, dem faszinierenden Gaunerpärchen und an der mit eingewobenen und mit einigen Missverständnissen versehenen Liebesromanze ergötzen. Und natürlich an Elsa, die bei weitem nicht so einfältig ist, wie sie zunächst erscheint, sondern richtig giftig werden kann, schlagfertig mit der Zunge und mit der Hand.


8. August 2012 LokalAnzeiger

Die "Festspiele am Rheinblick Bendorf" sind eröffnet

Komödie feierte Premiere

Bendorf. -sab- Ein lauer Sommerabend mitten in der his-torischen Kulisse der Eisenerzröstöfen auf der Bendorfer Vierwindenhöhe und der unvergleichbare Rheinblick rundeten den Theaterabend des Kulturforums der GGH Bendorf zur Eröffnung dieser Festspielsaison ab. Die Theatergruppe "Die Findlinge" lieferte eine rasante Verwechslungskomödie, die facettenreich den Geschmack der Premierengäste traf.

Die romantische Komödie von Wolfgang Lemhöfer in einer Bearbeitung von Re-gisseur Patrick Dollmann versetzt die Zuschauer in Bendorf zurück in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts. Während zu Beginn des Vierakters "Die unbekannte Dame" der Eindruck einer ländlichen Idylle entsteht, wird unter der Oberfläche eines sommerlichen Unterhaltungsschauspiels die Frage nach der wahren Identität gestellt. Die erste romantische Komödie vor denkmalgeschützer Kulisse, die selbst auf kriminalistische Fragen eine Antwort findet. Zwischen italienischem Belcanto, handfester Schurkerei und einem rasanten Wechsel aus Aufregung und Enttäuschung liefern sich acht Schauspieler ein charismatisches Frage-und-Antwort~Spiel nach Sein und Schein. Vier Akte haben die Figuren Zeit um sich auf Identitätssuche zu begeben und herauszufinden, wer sie sind und wohin sie gehören.

Termine: 10., 11., 12., 24., 25. und 26. August, jeweils 19.30 Uhr.

Neben den Theaterabenden präsentieren die "Festspiele am Rheinblick Bendorf" am 17. August Musikkabarett mit dem Duo "PinkMoll", am 18. August einen musikalischen Abend im Zeichen der menschlichen Stimme mit "2naked", einen Chansonabend mit Liedern von Georg Kreisler am 31. August und das stimmgewaltige Finale gibt es am 1.September mit dem 28-köpfigen A-cappella-Chor "Soundsation".

Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr.

Karten und weitere Infos zum Programm unter: www. kulturforum-bendorf.de, E-Mail: kulturforum-bendorf@t-online.de


06. August 2012 Rheinzeitung

Spaß und Romantik mit Blick auf den Rhein

Die Festspiele in Bendorf holen "Die unbekannte Dame" auf die Bühne

Winfried Scholz
Bendorf. Eine romantische rheinische Komödie, aufgeführt in einer lauen Sommernacht hoch über dem Rheintal, dazu vorzügliche schauspielerische Leistungen des Ensembles "Die Findlinge": Die Premiere der "Festspiele am Rheinblick" mit dem Schauspiel "Die unbekannte Dame" von Wolfgang Lemhöfer war ein echtes Vergnügen. Bereits in die vierte Saison startet in diesem Jahr das Kulturforum der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde (GGH) auf der Freilichtbühne an den historischen Eisenerzröstöfen in Bendorf. Neben dem Theaterstück, das siebenmal aufgeführt wird, gibt es vier Musikabende mit wechselndem Programm von Musikkabarett bis A-cappella-Gesang.

Die Facetten des Schauspiels sind Heimatgeschichte, Leidenschaft, Eifersucht, Schurkerei, Familiendrama - aber vor allem burleskes Lustspiel. "Die komödiantische Seite steht bei mir im Vordergrund", sagt Regisseur Patrick Dollmann. Die Schauspieler sind Profis und ambitionierte Amateure. Kornelia (Christiane Brühl) und Leberecht (Thomas Krämer) betreiben eine Poststation. Sie ist bei einem Schäfer aufgewachsen, strebt aber nach Höherem. Er zeichnet lieber Karikaturen und handelt sonst nach dem rheinischen Grundgesetz "Et hätt noch emmer joot jejange". Beide geraten in eine Ehekrise und fallen auf verschiedene Art böse auf ein Gaunerpärchen (Daniela Bootz und Stefan Bau) rein, das sich als italienische Grafen ausgibt. Eine realistischere Sicht der Dinge haben Hausmädchen Elsa (Elisabeth Büttner) und Tochter Veronika (Tina Esch). Sie hat Augen für den feschen Postillion Ferdinand (Benjamin Schumann). Doch der soll ein Techtelmechtel mit ihrer Freundin Annabelle (Jennifer Paulus) haben.

Das Gaunerpärchen wird entlarvt und festgesetzt. Doch dann macht auch die echte Gräfin (Renate Steinkamp) ihre Aufwartung. Sie will das Grab ihrer Eltern aufsuchen und deren Burg wieder aufbauen. Marodierende napoleonische Soldaten haben die auf dem Rückzug aus Russland niedergebrannt und die ganze Familie ermordet - mit Ausnahme von ihr und ihrer kleinen Schwester, die seitdem verschollen ist. Im Gepäck hat sie die überraschende Auflösung eines großen Geheimnisses. An dieser Stelle wird es mucksmäuschenstill im Publikum, das sonst immer wieder Anlass zu reichlich Szenenapplaus hat. Zum Schluss findet auch ein Liebespaar zueinander.

"Das geht auf eine Idee von Regisseur Patrick Dollmann zurück, der in mein Stück noch einige Figuren eingeflochten hat", erklärt Wolfgang Lemhöfer. Er hat das Stück 2003 geschrieben. "Romantik war in dem Jahr das Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz", sagt der Autor.

Zufrieden mit der ausverkauften Premiere zeigt sich der GGH-Vorsitzende Peter Lindemann. Die Festspiele sind mittlerweile ein Juwel im Kulturleben von Bendorf. Und das nicht allein wegen Lindemanns Arbeit. Er sagt: "Solch ein ehrgeiziges Vorhaben ist nur zu verwirklichen, wenn viele kreative Köpfe dahinterstehen."

Weitere Aufführungen sind am 10., 11. und 12. August sowie am 24., 25. und 26. August jeweils um 19:30 Uhr. Mehr Infos unter www.kulturforum-bendorf.de


28.Juli 2012 Rheinzeitung

Musik, Theater und Kabarett auf der Vierwindenhöhe

Ausblick Festspiele am Rheinblick Bendorf - Schauspiel "Die unbekannte Dame" zum Auftakt

Bendorf. Im August wird die Bendorfer Vierwindenhöhe zum kulturellen Treffpunkt: Die Freilichtbühne an den historischen Eisenerzröstöfen wird vom 3. August bis zum 1. September zum Spielort der "Festspiele am Rheinblick". Einen knappen Monat lang findet ein Programm statt, das von Schauspiel über Kabarett bis Musik alles bietet. Alle Veranstaltungen beginnen um 19.30 Uhr bei freier Platzwahl.

Zum Auftakt gibt es ab Freitag, 3. August, das Schauspiel "Die unbekannte Dame": Das Schauspielensemble Die Findlinge werden eine Verwechslungskomödie zwischen italienischem Belcanto und handfester Schurkerei präsentieren. Patrick Dollmann überarbeitete das Stück in der Urfassung von Autor Wolfgang Lemhöfer und führt die Regie. Neben Engagements an verschiedenen Theaterhäusern der Bundesrepublik ist Regisseur Dollmann auch im Film gefragt und verwirklichte eigene Produktionen. Bereits im Gründungsjahr war er als Schauspieler bei den "Festspielen am Rheinblick" zu sehen. Weitere Vorstellungen finden statt vom 10. bis 12. sowie vom 24. bis 26. August.

Neben sieben Theaterabenden wird das Bühnenprogramm durch vier zusätzliche Programmabende bereichert: Musikkabarett bietet das Duo PinkMoll (Foto) am Freitag, 17. August. Es stimmt Lieder auf die Katastrophen und Seligkeiten der Zweisamkeit an. Das Duo hat zahlreiche eigene Kabarettchansons, Gedichte, Lieder und Bühnentexte geschrieben und bietet eine neue Interpretation der Opernliteratur.

Wie es wohl klingt, wenn das Spektrum menschlicher Gefühle in Musik gehüllt wird, weiß das junge Duo 2Naked. In der Bonner Blues Session gaben die beiden mit Gesang und Gitarre ihr Debüt. Die Musiktitel erklingen in lyrischen, englischen, deutschen und spanischen Texten. Am Samstag, 18. August, versprechen sie einen Konzertabend mit Balladen und Songs, bei denen ausschließlich die nackte menschliche Stimme dominiert.

Der Kabarettist, Komponist, Sänger und Dichter Georg Kreisler stammte aus einer jüdisch-österreichischen Familie und wurde in den 1950er-Jahren populär. Mit Liedern wie "Tauben vergiften" hat er sich bis zu seinem Tod im vergangenen Jahr seinen schwarzen, tiefsinnigen und poetischen Humor bewahrt. Die Sängerin Konstanze Rommel und Pianist Karsten Huschke, erster Kapellmeister am Theater Koblenz, lassen Kreisler mit einem Chansonabend am Freitag, 31. August, nochmals hochleben.

Das Festspiel-Finale gibt der A-cappella-Chor Soundsation. Das 28-köpfige Ensemble bietet am Samstag, 1. September, neben Swingnummern Jazzarrangements und Improvisationen. Zudem hält das Ensemble Stücke aus Pop und Crossover bereit.

Karten (12/15 Euro) für alle Veranstaltungen gibt es im Vorverkauf im Bendorfer Buchladen am Kaufland, im Berghotel Rheinblick sowie unter Tel. 02622/145 64 oder per E-Mail kulturforum-bendorf@t-online.de.
Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Weitere Infos unter www.kulturforum-bendorf.de


24. Juli 2012 Kleeblatt

Festspiele am Rheinblick eröffnen mit der Komödie »Die unbekannte Dame"

Bendorf. Eine romantische Komödie von Wolfgang Lemhöfer in einer Bearbeitung von Regisseur Patrick Dollmann versetzt die Zuschauer in Bendorf zurück in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts. Während zu Beginn des Vierakters »Die unbekannte Dame« der Eindruck einer ländlichen Idylle entsteht, wird unter der Oberfläche eines sommerlichen Unterhaltungsschauspiels die Frage nach der wahren Identität gestellt. Die erste romantische Komödie vor denkmalgeschützer Kulisse, die selbst auf kriminalistische Fragen eine Antwort findet.

Schauplatz des Geschehens ist ein Gasthof den Kornelia und Leberecht führen. Die beiden sind sich allerdings so ähnlich wie ein Maikäfer und eine Schildkröte. Während SIE unermüdlich tätig und von lebhafter Natur ist, hängt ER seinen Schnitzereien und Grübeleien nach. Vornehme Gäste wecken in ihr immer wieder unklare Ahnungen von einem anderen Leben in einem gehobenen Stil. Mit einem reisenden Gaunerpärchen, das irrtümlich für die angekündigte Gräfin aus Italien gehalten wird, kommt es zur Aufwirbelung in der Poststation und zu lebhaften Turbulenzen. Das Räuberpaar täuscht glaubhaft vor italienisch zu sprechen und Thika sollte professionell singen können. Ihr kaltschnäuziger Betrug an den Wirtsleuten treibt deren Ehekrise zum offenen Ausbruch. Später bringt die wahre Gräfin eine überraschende Auflösung mit sich.

Zwischen italienischem Belcanto, handfester Schurkerei und einem rasanten Wechsel aus Aufregung und Enttäuschung liefern sich acht Schauspieler ein charismatisches Frage- und-Antwort-Spiel nach Sein und Schein. Vier Akte haben die Figuren Zeit um sich auf Identitätssuche zu begeben und herauszufinden, wer sie sind und wohin sie gehören. Schließlich ist es nur der Kutscher, der von Beginn an immer dieselbe Art von Sprüchen verkündet.

Termine: 03., 10., 11., 12., 24., 25. und 26. August, jeweils 19:30 Uhr.

Karten: 12,00 Euro/AK: 14,00 Euro | Freie Platzwahl

VVK: Bendorfer Buchladen am Kaufland - Berghotel »Rheinblick« (Remystraße 79) - Tel.: 02622-14564

Email:kulturforum-bendorf@t-online.de - www.kulturforum-bendorf.de


20. Juni 2012 Lokalanzeiger

Festivalsaison in Bendorf - "Festspiele am Rheinblick"

BENDORF. Das sommerli-che Kulturprogramm ist zum vierten Mal in Folge bühnenreif: Die Freilichtbühne an den historischen Eisenerzröstöfen wird vom 3. August bis zum 1. September zum Spielort der "Festspiele am Rheinblick".

Mit einem ausgewählten Veranstaltungsprogramm bestehend aus Theater, Musik und Kabarett lockt der Festivalsommer Besucher aus Bendorf und der Region zu Kulturgenuss unter freiem Himmel. "Ich freue mich über das besondere Engagement, mit dem das Veranstalterteam den unter Denkmalschutz stehenden Eisenerzröstöfen, zur Belebung verhilft. Gleichzeitig stellen die Festspiele eine wesentliche Bereicherung der kulturellen Aktivitäten dar", betonte Michael Syre, Bürgermeister der Stadt Bendorf.

Mit der Premiere des Theaterstücks "Die unbekannte Dame" wird das Schauspielensemble "Die Findlinge" eine Verwechslungskomödie zwischen italienischem Belcanto und handfester Schurkerei präsentieren. Patrick Dollmann überarbeitete das Stück in der Urfassung von Autor Wolfgang Lemhöfer und führt die Regie. Neben Engagements an verschiedenen Theaterhäusern der Bundesrepublik ist Regisseur Dollmann auch im Film gefragt und realisierte eigene Produktionen. Bereits im Gründungsjahr war er als Schauspieler bei den "Festspiele am Rheinblick" zu sehen. Neben sieben Theaterabenden wird das Bühnenprogramm durch vier zusätzliche Programmabende bereichert. Musikkabarett bietet das Duo PinkMoll. Am Freitag, 17. August, werden gleich mehrere Lieder auf die Katastrophen und Seligkeiten der Zweisamkeit angestimmt. Die ausgebildete Opernsängerin und der Pianist haben zahlreiche eigene Kabarettchansons, Gedichte, Lieder und Bühnentexte geschrieben und bieten eine neue Interpretation der Opernliteratur.

Wie es wohl klingt, wenn das Spektrum menschlicher Gefühle in Musik gehüllt wird, weiß das junge Duo 2Naked. In der Bonner Blues Session gaben die beiden mit Gesang und Gitarre ihr Debüt. Die Musiktitel erklingen in lyrischen, englischen, deutschen und spanischen Texten. Am Samstag, 18. August, versprechen sie einen Konzertabend mit Balladen und Songs bei denen ausschließlich die nackte menschliche Stimme dominiert.

Der Kabarettist, Komponist, Sänger und Dichter Georg Kreisler stammte aus einer jüdisch österreichischen Familie und wurde in den 1950er Jahren populär. Mit seinen Liedern wie "Tauben vergiften", "Der Tod muss ein Wiener sein" und "Wie schön wäre Wien ohne Wiener" hat er. sich bis zu seinem Tod im vergangenen Jahr seinen schwarzen, tiefsinnigen und poetischen Humor bewahrt. Die Sängerin Konstanze Rommel und Pianist Karsten Huscke, erster Kapellmeister am Theater der Stadt Koblenz, lassen Kreisler mit einem schillernden Chansonabend am Freitag, 31. August, nochmals hochleben.

Ein stimmgewaltiges Festspiel-Finale gibt der A-Cappella Chor Soundsation. Das 28-köpfige Ensemble bietet am Samstag, 1. September neben Swingnummern auch komplexe Jazzarrangements und Improvisationen. Daneben behält das mit mehreren nationalen Preisen ausgezeichnet Ensemble auch Stücke aus Pop- und Crossover bereit. Chorleiter Dr. Matthias Becker arrangiert Lieder zu Chorsätzen um, sodass nicht selten sieben- bis achtstimmige Akkorde erklingen.

Mit diesem abwechslungsreichen Programm werden mehrere Genres gestreift. Für jeden Besucher sollte .das passende Veranstaltungsformat zu finden sein. "Unser besonderer Dank gilt den Sponsoren. Ohne deren finanzielle Mithilfe wäre dieses Programm nicht zu realisieren", fügt Peter Lindemann, Vorsitzender des Kulturforums der GGH Bendorf e.V., hinzu und freut sich zugleich auf den Beginn der vierten Spielsaison. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. O Karten für alle Veranstaltungen gibt es im Vorverkauf an den bekannten Stellen: Bendorfer Buchladen am Kaufland und Berghotel "Rheinblick" (Remystraße 79), sowie unter « (02622) 14564 und per Email an: kulturforum-bendorf@ t-online.de

Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Alle Veranstaltungen beginnen um 19.30 Uhr bei freier Platzwahl. Weitere Infos unter: www. kulturforum-bendorf.de


04. Juli 2012 Kleeblatt

Informativ und entspannend zugleich

Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde auf Entdeckungsreise in Oberwesel

-pli- Bendorf. Beim abschließenden traumhaften Ausblick vom Günderrodehaus aus auf die Stadt Oberwesel und das Rheintal lehnten sich die 35 Teilnehmer der Tagesfahrt der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH) entspannt zurück. Sie hatten vieles erfahren über die Stadt der Türme und des Weins, die ein bauliches und kulturelles Kleinod im Weltkulturerbe »Oberes Mittelrheintal« darstellt.

Sie hatten bei einer Stadtführung den einzigartigen Goldaltar in der Liebfrauenkirche, dem größten gotischen Kirchenbau zwischen Mainz und Köln, kennen gelernt, waren über die in weiten Teilen begehbare Stadtmauer gelaufen, die zu den am besten erhaltenen ihrer Art in Deutschland zählt. Zudem hatten sie sich im Kulturhaus in gleich mehrere Themenausstellungen vertieft. Der Beigeordnete der Stadt, Heinz Fischer, der die Besucher aus Bendorf am Morgen in der Touristinformation bei einem Glas Wein empfangen hatte, hatte nicht zu viel versprochen, als er Oberwesel als ein historisches Schatzkästlein beschrieb.

Doch nicht nur Oberwesels Historie ist außergewöhnlich reich an bedeutsamen Ereignissen; auch in der Gegenwart kann die Stadt mit einem bemerkenswerten Plus aufwarten. Sie ist nämlich nicht nur frei von Schulden, sondern verfügt sogar über eine freie Finanzspitze. Für die drei Bendorfer Beigeordneten Karin Plank-Dietz, Gaby Zils und Bernhard Wiemer klang das wie eine Mär aus längst vergangenen Tagen. Geistig bereichert, kulinarisch verwöhnt und vom Wettergott begünstigt kehrte die Reisegruppe am frühen Abend wieder nach Bendorf zurück.


13. Juni 2012 Kleeblatt

Eins der bedeutendsten Gebäude Bendorfs

2. GGH-Vorsitzender Werner spricht heute, Mittwoch 13, Juni, über das einstige Freiadlige Haus

-pli- Bendorf. Es dürfte in Bendorf schwerlich sein, ein anderes Haus zu benennen, in dem sich eine abwechslungsreichere Geschichte abgespielt hat als in dem einstigen Freiadligen Haus auf dem Bendorfer Kirchplatz. Dass es kurz nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen wurde, muss im Nachhinein als ein schwerer Verlust bezeichnet werden. Über dieses Haus, in dem über 500 Jahre hinweg historische Ereignisse der besonderen Art abgespielt haben, spricht am heutigen Mittwoch, 13. Juni, 18 Uhr, der 2. Vorsitzende der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf, Werner Kutsch, im Sitzungssaal des Bendorfer Rathauses. Es gibt tatsächlich über das Freiadlige Haus direkte Verbindungen zum einstigen Kaiser Napoleon - deutsch-französische Geschichte also hautnah in Bendorf. Aber das Haus hat noch viel mehr gesehen: evangelische Schulkinder, ärmlich lebende Bendorfer, die dort von der »Freibank« ein Stück Fleisch kauften. Natürlich gingen auch adlige Herrschaften dort ein und aus, geistliche Herren und sicher auch manch lichtscheues Gesindel. Es hätte gewiss viel mehr zu erzählen gewusst als das, was aufgeschrieben wurde. Aber das, was Werner Kutsche an Informationen und Bildern zusammengetragen hat, reicht allemal aus für einen ebenso spannenden wie unterhaltsamen Vortragsabend.


13. Juni 2012 Kleeblatt

Rheinromantik von ihrer schönsten Seite

Tagesfahrt der GGH ins Welterbe Oberes Mittelrheintal

Bendorf. Oberwesel zählt zu den städtebaulich herausragenden Orten im Welterbe Oberes Mittelrheintal. Wie kaum eine zweite Gemeinde hat sie ihre mittelalterliche Prägung bewahrt. Sie verfügt über eine fast geschlossene und über weite Strecken begehbare Stadtmauer mit noch 16 erhaltenen Türmen. Oberwesel ist daher das Ziel einer Tagesfahrt der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde Bendorf (GGH) am Samstag, 23. Juni.

Besichtigt werden neben der Stadtmauer auch die beiden Kirchen Oberwesels, die Liebfrauenkirche mit ihrem berühmten Goldaltar und die Wehrkirche St. Martin mit ihrem wuchtigen Turm. Nach dem Mittagessen im »Goldenen Pfropfenzieher« wird das einzigartige Museum der Stadt besucht, ehe es mit dem Bus zur Kaffeepause hinaufgeht zum Günderrode-Haus mit fantastischer Aussicht. Das Haus spielte im Film »Heimat 3« von Edgar Reitz eine bedeutsame Rolle. Karoline von Günderrode war eine Dichterin der Romantik, die sich bereits im Alter von 26 Jahren aus Liebeskummer das Leben nahm - mit einem silbernen Dolch.

Abfahrt ist am 23. Juni, 9 Uhr, am Yzeurer Platz; die Fahrtkosten mit allen Eintritten betragen je nach Teilnehmerzahl zwischen 20 und 23 Euro. Anmeldungen erbeten bei Peter Lindemann (02622/14564) und Werner Kutsche (02622/6880).


06. Juni 2012 Kleeblatt

GGH wandelt in Oberwesel auf den Spuren des Mittelalters

Stadtmauer vorbildlich erhalten

Bendorf. Am Samstag, 23. Juni, lädt die Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde zu einer Tagesfahrt nach Oberwesel ein. Nach dem großen Erfolg der Fahrt nach St. Goar ist dieser Besuch in St. Goars Nachbarstadt eine überaus sinnvolle Ergänzung, um die Geschichte rund um den Sagenfelsen der Loreley kennen zu lernen. Mit dem Bus geht es um 9 Uhr ab Yzeurer Platz nach Oberwesel, wo die Reiseteilnehmer um 10 Uhr im Rathaus empfangen werden. Bei einem Besuch der Liebfrauenkirche, des bedeutendsten gotischen Gotteshauses zwischen Mainz und Köln, wird unter anderem der berühmte Goldaltar besichtigt. Durch den neu angelegten Stadtgarten führt ein kleiner Spaziergang zu der Martinskirche, die ein großartiges Beispiel für eine ehemalige Wehrkirche darstellt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen wird die Oberweseler Stadtmauer unter die Lupe genommen, die als eine der besterhaltenen und in weiten Teilen begehbaren mittelalterlichen Stadtmauern in Deutschland gilt. Sie ist zugleich ein hervorragendes Beispiel dafür, wie eine bürgerliche Initiative, der vorbildlich arbeitende Oberweseler Bauverein, zu einem großen Erfolg werden kann. Auch hier wird eine fachliche und zugleich spannende Führung angeboten. Gegen 17 Uhr geht es zurück nach Bendorf. Der Reisepreis beträgt inklusive aller Führungen je nach Teilnehmerzahl zwischen 18 und 23 Euro. Anmeldungen nehmen Peter Lindemann (02622/14564) und Werner Kutsche (02622/6880) entgegen.


06. Juni 2012 Kleeblatt

Der "freiadlige Hof" in Bendorf

GGH-Vortrag zu einem der bemerkenswertesten ehemaligen Gebäude in Bendorf

Bendorf. Es war bis 1955 eines der bemerkenswertesten Gebäude auf dem Bendorfer Kirchplatz, ja vielleicht sogar in der ganzen Stadt. Als es dann abgerissen wurde, ging eine Geschichte zu Ende, die abwechslungsreicher und gegensätzlicher gar nicht hätte sein können. Im "freiadligen Haus" wurde sogar deutsch-französische Geschichte zu Zeiten Kaiser Napoleons geschrieben. Der zweite Vorsitzende der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH), Werner Kutsche, hat dazu einen hervorragenden Vortrag zusammengestellt. Am Mittwoch, 13. Juni, 18 Uhr, lädt die GGH in den großen Sitzungssaal zu diesem Vortrag ein, der auch anhand von Bildern und alten Urkunden anschaulich gestaltet sein wird. Wie viele höchst unterschiedliche Menschen haben in der langen Geschichte dieses Hauses schon ihre Spuren hinterlassen: Schulkinder, verletzte russische Soldaten, hochadlige Herrschaften, Verkäufer von Freibankfleisch und so weiter, und so weiter.

Werner Kutsche wird eine Geschichte erzählen, die einer spannenden Zeitreise durch viele Jahrhunderte darstellt.


30. Mai 2012 Kleeblatt

Spannende Geschichten poetisch erzählt

Lesung mit Michaela Abresch in »Heikes Weinstall« begeisterte ein interessiertes Publikum

-pli- Bendorf. Andere hätten aus den 12 Geschichten, die Michaela Abreschs »Mirakelbuch« füllen, möglicherweise Kurzkrimis oder Abenteuergeschichten gemacht. Das aber ist nicht die Sache der Dierdorfer Autorin - und man muss ihr dafür dankbar sein. Sie erzählt ihre Geschichten vor historischem Hintergrund eindringlich und einfühlsam. Das Haschen nach Effekten hat sie nicht nötig. Ihre klare Sprache und überzeugenden Charakterisierungen fesseln von Anfang bis Ende.

Bei ihrer Lesung, die das Kulturforum der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf in Kooperation mit der Schreibwerkstatt der VHS Bendorf in »Heikes Weinstall« veranstaltete, hinterließ Michaela Abresch einen nachhaltigen Eindruck. Für das Bendorfer Publikum hatte die Autorin, deren Geschichten im Westerwald und am Rhein angesiedelt sind, zwei Erzählungen aus dem Ort Sayn ausgewählt. Dort spielt auch die Geschichte, die dem Mirakelbuch letztendlich den Titel gab. ' Es ist die Zeit, als Fürstin Leonilla das Schloss bewohnte und das nach ihr benannte Stift gründete. Eines Tages erscheint vor dem Schloss ein stummes Mädchen in einem bedauernswerten Zustand, das sich heimlich auf den Weg gemacht hatte, das Armreliquiar der Heiligen Elisabeth zu sehen. In seinen erbärmlichen Habseligkeiten trägt es ein Büchlein mit sich, in dem das Kind in sauberer Schrift beschreibt, wie die Heilige ihr schon mehrfach in seiner Not geholfen hat. Mirakelbücher wurden seinerzeit an vielen Wallfahrtsorten geführt, um die vor Ort gewirkten Wunder für immer festzuhalten. Nonnen und Mönche schrieben sie, aber wie kam das arme, von Misshandlungen gezeichnete Kind dazu?

Die zweite Sayner Geschichte, »Wolfsaugen«, beschreibt die Begegnung eines einfältigen Mädchens mit einem Wolf, den einige beherzte Männer des Ortes zur Strecke bringen wollen, da er schon mehrere Schafe und Ziegen gerissen hat. Im Mittelpunkt der spannenden Erzählung steht aber das Wunder wirkende Wasser des Simonsbrunnens hinter der Abteikirche.

Michaela Abreschs Geschichten sind trotz des jeweilig realen Hintergrunds keine Tatsachenberichte, aber: wer sie liest, fragt sich gewiss, ob sie sich nicht auch tatsächlich so hätten zutragen können. Die Zuhörer in »Heikes Weinstall« lauschten der Lesung beinahe atemlos und quittierten sie mit anhaltendem Applaus.

Das »Mirakelbuch« ist im Hamburger Acabus-Verlag unter der ISBN-Nummer: 978-3-86282-152-2 erschienen und ist zum Preis von 11.90 Euro im Buchhandel erhältlich.


16. Mai 2012 Kleeblatt

Vom Armenhaus am Mittelrhein zur europäischen Modellstadt

Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde war sich beeindruckt bei einem Besuch St. Goars

-pli- Bendorf. Wie sich St. Goar nach dem Verlust des Status einer Kreisstadt im Jahre 1972 und einem damit verbundenen fatalen Niedergang zum "Armenhaus am Mittelrhein" auf den Weg zur Europäischen Modellstadt machte, erfuhren die Mitglieder und Gäste der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH) bei einer Tagesfahrt zur Burgruine Rheinfels. Der ehrenamtliche Stadtbürgermeister St. Goars, Walter Mallmann, empfing die Besucher aus Bendorf in der Rheinfelshalle, der guten Stube der Stadt.

Walter Mallmann, der frühere Bürgerbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz, berichtete bei einem Glas "Vinum Sanctis Goaris", dass die Stadt heute fast ausschließlich vom Tourismus lebe, da es aufgrund der besonderen Enge des Rheintals an der Loreley keine Möglichkeiten für ein großflächiges Gewerbe gebe. Die Burg Rheinfels und das herausragenden Schlosshotel seien natürlich die Zugpferde St. Goars, betonte Mallmann. Aber es gebe auch ausgezeichnete junge Winzer, die den fast völlig brachliegenden Steillagenweinbau eindrucksvoll wiederbelebt hätten.

Die Reben für den "Vinum Sanctis Goaris" wachsen auf der von der Stadt selbst rekultivierten Fläche direkt unter der Burg Rheinfels. Dies sei gelungen durch den Verkauf von Anteilen in Form von Aktien, die die Besitzer zum Kauf von Weinkontingenten berechtigten, fuhr Mallman fort. "Im freien Verkauf gibt es den Wein nämlich nicht". Bendorfs Bürgermeister Michael Syré, der zu der Reisegruppe gestoßen war, dankte Mallmann für seine informativen Ausführungen und beglückwünschte ihn zu den erzielten Erfolgen.

Mit dem Burgenexpress zuckelten die Bendorfer anschließend zur "Rheinfels" und erlebten dort eine spannende Führung durch die größte Burgruine am Rhein. Danach hatten die Reiseteilnehmer einen etwas längeren Spaziergang zum Stadtteil "An der Loreley" zu absolvieren, wo im Hotel "Loreleyblick" ein ausgezeichnetes Mittagessen wartete.

Franz-Josef Schwarz, Stadtarchivar, Burg- und Stadtführer zugleich, der auch zu beliebten Nachtwächterführungen einlädt, schöpfte bei einer ausgedehnten Stadtführung aus dem riesigen Fundus seines heimatkundlichen Wissens und fand in der Bendorfer GGH-Familie aufmerksame Zuhörer. Schließlich blieb noch eine gute Stunde Zeit zur freien Verfügung, ehe der Bus die Reisegesellschaft zurück nach Bendorf brachte. Dort dankten die GGH`ler ihrem 1. Vorsitzenden Peter Lindemann für die gute Organisation dieser Fahrt, die einmal mehr zeigte, dass man gar nicht weit zu fahren braucht, um unvergessliche Eindrücke zu sammeln.

Am Samstag, 23. Juni, soll es nun nach Oberwesel gehen - der Stadt mit einer der besterhaltenen Stadtmauern Deutschlands, mit zahlreichen Türmen und zwei imposanten Kirchen, gehen.


11. April 2012 Kleeblatt

GGH fährt nach St. Goar

Empfang beim Bürgermeister - Führungen in der Stadt und auf Burg Rheinfels - Gäste willkommen

-pli- Bendorf. Die Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung e.V. (GGH) lädt für Samstag, 28. April, zu einer Fahrt nach St. Goar ein. Willkommen sind auch gerne interessierte Nichtmitglieder. St. Goar hat in den vergangenen 30 Jahren eine bewegte Geschichte miterlebt. Als die Stadt 1972 ihren Status als Kreisstadt verlor, musste sie einen schlimmen Niedergang verzeichnen und wurde bald das "Armenhaus" am Mittelrhein genannt.

Heute ist St. Goar eine europäische Modellstadt und erhält namhafte Zuschüsse für die Sanierung durch die EU. Das ist nicht zuletzt dem ehrenamtlichen Stadtbürgermeister Walter Mallmann zu verdanken, der vielen noch als Bürgerbeauftragter des Landes Rheinland-Pfalz bekannt sein dürfte. Beim Empfang der Gäste in der guten Stube der Stadt, in der Rheinfelshalle, wird er darüber einiges erzählen.

Ferner ist eine Stadtführung mit dem Archivar von St. Goar vorgesehen und eine Führung auf Burg Rheinfels. Das Mittagessen wird in der Philipps-Mühle eingenommen, einem Weingut, dessen zwei junge Inhaber als "Gipfelstürmer" den Steillagenweinbau in St. Goar wieder auf Touren bringen. In nur drei Jahren haben sie ihre Steillagenflächen verzehnfacht und bringen absolute Spitzenweine hervor. In der Mühle lassen sich auch Mühlenprodukte einkaufen.

Die Fahrt ist eine Ganztagestour. Um planen zu können, wird um eine baldige Anmeldung bei dem GGH-Vorsitzenden Peter Lindemann (Tel. 14564) und beim 2. Vorsitzenden Werner Kutsche (6880) gebeten. Die Abfahrtszeit des Busses vom Yzeurer Platz aus wird noch bekannt gegeben.


14. März 2012 Kleeblatt

Reich, aber auch mit sozialer Gesinnung

Dieter Kittlauß sprach vor der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde über Clemens Wenzeslaus

-pli- Bendorf. Der letzte Trierer Kurfürst Clemens Wenzeslaus, dessen 200. Todestag wir in diesem Jahr feiern, ist zweifellos eine große Persönlichkeit der Geschichte. Dieter Kittlauß, Schatzmeister der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH) und einer der fleißigsten Autoren, wie jeder auf der Homepage der GGH nachlesen kann, befasste sich über viele Monate mit dem weltlich wie geistlich gleichermaßen einflussreichen Menschen. Bei einem Vortrag im Sitzungssaal des Bendorfer Rathauses, überschrieben mit "Säbel oder Krummstab?" gab er die Ergebnisse seiner Forschungen an ein interessiertes Publikum weiter.

Clemens Wenzeslaus, 1739 auf Schloss Hubertusburg in Wermsdorf geboren und 1812 in Marktoberdorf verstorben, hatte viele Titel: Prinz von Polen und Sachsen, letzter Erzbischof und Kurfürst von Trier, letzter Fürstbischof von Augsburg und Fürstprobst von Ellwangen. "Natürlich war er unermesslich reich wie alle, die seinerzeit absolutistisch herrschten und für die der `Sonnenkönig´ Ludwig IVX. Vorbild war", sagte Kittlauß. Aber er habe auch ein Herz für die Menschen in bescheidenen Verhältnissen gehabt, fuhr Kittlauß fort. So gebe es die schöne Geschichte, dass Clemens Wenzeslaus bei seinen Spaziergängen in den von den Bauern am Feldrain abgelegten Jacken Geldstücke versteckte.

Zunächst habe Clemens Wenzeslaus eine militärische Karriere im Auge gehabt, aber das habe ihm dann doch so wenig zugesagt, dass er dem ein Wirken auf dem geistigen und geistlichen Gebiet vorgezogen habe. Diese Seite dieses Menschen werde in den Geschichtsbüchern leider nicht in dem Maße gewürdigt, wie es Clemens Wenzeslaus eigentlich zukomme, bedauerte der Referent. In hohe Ämter habe sich der Adel auch einkaufen können, betonte Kittlauß. "Um zum Beispiel König von Polen zu werden, musste man kein Pole, aber unbedingt katholisch sein. Und wer es nicht war, der wurde es eben."

In unserer heimischen Region sind von Clemens Wenzeslaus vor allem diese Dinge bekannt: er gründete 1769 die Sayner Hütte, die durch die 1830 dort errichtete Gießhalle heute ein Industriedenkmal von internationalem Rang ist. Und von seinem Jagdschloss in Engers musste er schließlich fliehen, als die französischen Revolutionstruppen auf dem Vormarsch waren und auch in die Rheinlande eindrangen. Beim so genannten Engerser Convent wird diese Vertreibung in einem Historienspektakel heute noch nachgespielt. So erfuhren die Zuhörer auf unterhaltsame Weise vieles über den letzten Trierer Kurfürsten, besonders über seine menschlichen Qualitäten und über das Leben in jener Zeit.


29. Februar 2012 Kleebatt

GGH-Vortrag über den letzten Trierer Kurfürsten Clemens Wenzeslaus

Eine schillernde Persönlichkeit

Bendorf. Clemens Wenzeslaus, der letzte Trierer Kurfürst, dessen 200. Todestag in diesem Jahre gedacht wird, war eine der bemerkenswertesten, aber auch der schillerndsten Persönlichkeiten seiner Zeit. Der Schatzmeister der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung, Dieter Kittlauß, hat sich mit dieser Persönlichkeit, ihrem Leben und Wirken, eingehend befasst und darüber eine hervorragende Arbeit geschrieben. Über diese Arbeit wird er am Montag, 5. März, 19 Uhr, im großen Sitzungssaal des Bendorfer Rathauses einen Vortrag halten und mit zahlreichen Bildern unterlegen. Der Eintritt ist frei.

Clemens Wenzeslaus, dem Kurfürsten mit so vielen Facetten, begegnen wir auch in unserer heimischen Region sozusagen auf Schritt und Tritt. So ist sein Name ebenso eng mit dem Schloss in Koblenz wie mit der Sayner Hütte verbunden. Das biografische. Portrait, das Dieter Kittlauß von Clemens Wenzeslaus gezeichnet hat, verspricht einen ebenso unterhaltsamen wie lehrreichen Abend.


25. Januar 2012 Kleeblatt

Viele Besucher fragen nach der Heimatgeschichte

Die Internetseiten der GGH helfen Schülern und Studenten - Sie sind auch eine beliebte Brücke zur Heimat

Die Römer am Rhein - Ein Thema das viele interessiert. Der Römerturm in Bendorf vor seiner Restaurierung im Jahr 2011

Bendorf. Heimatgeschichte lockt kaum noch jemanden hinter dem Ofen hervor? Das möchte zuweilen die schon glauben, die zu heimatkundlichen Vorträgen einladen und dann lediglich einem "Fähnlein von sieben Aufrechten" gegenüberstehen. Einen solchen Vortrag zu besuchen, scheint tatsächlich aus der Mode zu kommen, die Homepage der "Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung e. V." (GGH) wird aber außerordentlich häufig besucht. Der Internetauftritt der GGH wurde vom 2. Vorsitzenden des Vereins, Werner Kutsche, schon vor gut zehn Jahren eingerichtet, gestaltet und seitdem gepflegt. Fast täglich beschäftigt sich Kutsche mit diesen Seiten, die heute mehr als 200 Aufsätze, Zeitungsartikel, Mitteilungen und zahllose Bilder beinhalten. Die Seiten sind, so bestätigen Internetnutzer immer wieder, übersichtlich, anschaulich und absolut werbefrei. Zu den Besuchern zählen zum einen Menschen, die einmal in Bendorf gewohnt oder dort ihre familiären Wurzeln haben, die selbst oder schon deren Vorfahren ausgewandert sind und die den Kontakt zur einstigen Heimat aufrecht erhalten oder neu suchen wollen, zum anderen aber auch Studenten, Doktoranden, Professoren, Autoren und Vertreter von (Heimat) Geschichtsvereinen in der Region und weit darüber hinaus. Die Landesmedienanstalt kopiert sie häufig für ihre Archive.

Werner Kutsche widmet sich den Anfragen, die ihn unter Bezug auf das Internet per E-mail, per Telefon oder auch mit normaler Post erreichen, mit großer Sorgfalt. Viele Fragen kann er rasch beantworten, manches bedarf aber auch des Nachforschens und Nachschlagens in gedruckten Werken. Nicht selten entstehen auf diesem Weg auch länger andauernde Kontakte und Verbindungen. In eher seltenen Fällen, kann Kutsche aber auch recht kurz angebunden sein. "Neulich fragte jemand, der sich nicht einmal mit wenigen Worten vorstellte, auch keinen Grund für seine Nachfrage angab: wer hat den Figuren auf der Mauer an der ehemaligen Abtei Rommersdorf in Neuwied/Heimbach-Weis die Köpfe abgeschlagen? Da habe ich nur zurück geschrieben: ich nicht", erzählt Werner Kutsche. Einen nicht unerheblichen Teil der Veröffentlichungen im Netz hat der zweite Vorsitzende selbst recherchiert und verfasst. Er war es ja auch gewesen, der in einer jahrelangen Talsohle des Vereins als einziges Mitglied unermüdlich tätig geblieben ist. Andere Artikel hat er sorgfältig überarbeitet - natürlich nicht, ohne die ursprünglichen Autoren oder deren unmittelbaren Nachfahren um die Einwilligung zu bitten. Ein äußerst fleißiger Verfasser von fundierten Arbeiten ist auch Dieter Kittlauß, seit Jahren Schatzmeister der GGH, der gerade im vergangenen Jahr mit seiner "Sayner Rhapsodie - die Liaison zwischen Franz Liszt und Caroline zu Sayn-Wittgenstein" für Aufsehen sorgte, und derzeit an einem umfassenden Portrait des letzten Trierer Kurfürsten Clemens Wenzeslaus arbeitet, dessen 200. Todestag in diesem Jahr gefeiert wird. Besonders häufig nachgefragt werden, so Kutsche, Auskünfte zur Bendorfer Industriegeschichte, zu den ehemaligen Bendorfer und Sayner Heil- und Pflegeanstalten und deren leitenden Ärzten, zu bekannten Persönlichkeiten, zu einstigen Seelsorgern und Lehrern, zum Denkmalareal Sayner Hütte und vieles mehr. Themen aus der "Nachbarschaft" finden sich bei auf den GGH-Seiten unter anderem zu Isenburg und zu Heimbach-Weis. Es ist eben tatsächlich so, wer sich in der Bendorfer Geschichte umsieht, merkt bald, wie viele Dinge es gibt, die über die Heimat hinausstrahlen, die Verbindungen schaffen über Rheinland-Pfalz und sogar über Deutschland hinaus. Und weil die GGH-Seiten so oft besucht werden, stehen sie auch bei Google ganz obenan. Um Internetseiten zu besuchen, muss in der Tat keiner mehr hinter dem Ofen hervor kommen. Dennoch sind persönliche Kontakte im Verein natürlich durch nichts zu ersetzen.


2011



30. Nov. 2011 Kleeblatt

Bewegte Klostergeschichte -
Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde (GGH) auf der Insel Niederwerth

-pli- Bendorf. So nah gelegen und doch vielen nicht bekannt: die Kirche und das ehemalige Kloster auf der Rheininsel Niederwerth hat eine bewegte Geschichte, wie Mitglieder der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung bei ihrer jüngsten Exkursion erfuhren. Sie waren aber auch beeindruckt davon, wie viel Eigenengagement die »Insulaner« für ihr Gotteshaus schon aufbrachten und immer wieder aufbringen.

Obwohl die überlieferte Geschichte über die Klosterkirche eher spärlich ist, weiß man, dass 1256 erstmals eine Kirche St. Gangolf auf Niederwerth erwähnt wird. In der Nähe der Kirche stand eine St. Georgsklause, die von Beginen bewohnt wurde und erstmals 1275 erwähnt wurde. Schon 1337 waren Kirche und Hofgut offenbar in einem so schlechten Zustand, dass sie wieder erneuert werden musste. Ein großer Aufschwung setzte ein, als Georgsklause und Gangolfkapelle 1456 an Augustiner-Chorherren übergeben wurde.

Details, wie sie die Küsterin, Frau Kreuter, den Bendorfer Gästen anschaulich erläuterte, würden hier zu weit führen. 1811 wurde das Kloster, von dem heute nur noch Fragmente vorhanden sind, aufgelöst. Eine umfassende Renovierung der Kirche fand erst wieder 1840 statt. Spätere Maßnahmen blieben meist unvollständig. 1945 galt die Kirche auch durch Kriegseinwirkungen als baufällig. 1954 übergab die Zivilgemeinde das Gotteshaus an die Kirchengemeinde. Ab 1960 begannen dann aufgrund einer Gesamtplanung mehrere Renovierungsabschnitte, die bis 1972 abgeschlossen waren und die Kirche im alten Glanz erstrahlen ließen.

Damit waren die Anstrengungen der Gemeinde aber noch nicht zu Ende. Ein Feuer im Jahre 1973, das zweimalige Eindingen von Hochwassern machte vieles wieder zunichte. Entmutigen ließen sich die Werther dennoch nicht. Die Kirche ist ein wahres Kleinod und bekam erst vor wenigen Wochen wieder eine richtige Orgel.

Die GGH-Mitglieder dankten Frau Kreuter für ihre ausführliche und fachkundige Führung. In der Gaststätte » Zur Rheinschanz« ließen die Bendorfer Besucher den Nachmittag gemütlich ausklingen.


16. Nov. 2011 Kleeblatt

Von der capella zur Kapelle - Vortrag der GGH zum Martinsfest

- Ausflug zum Kloster Niederwerth am kommenden Freitag

-pli- Bendorf. Über den Wandel des römischen Wortes "capellla" (Mantel) bis zur Bezeichnung Kapelle, in der viele den römische Wortursprung gar nicht vermuten würden, referierte der 2. Vorsitzende der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH), Werner Kutsche, in einem Vortrag im Sitzungssaal des Bendorfer Rathauses.

Anlass war der Gedenktag an den heiligen Martin, der ja nicht zuletzt durch die Legende der Mantelteilung zu einem der bekanntesten Volksheiligen gerade entlang des Rheins geworden ist. Das Wort capella bezeichnete bei den Römern einen schützenden Umhang, also einen Mantel. Der Mantel, zumindest aber Teile davon sollen sich später im Reliquienschatz der merowingischen Könige befunden haben. Die Hüter des Schatzes wurden "capellani" genannt, die später in den Rang der Kleriker aufstiegen.

In der weiteren Entwicklung wurden die kostbaren Geräte für die hl. Messe, die ja auch Teile des Königsschatzes waren, "capelle" genannt; und schließlich übertrug sich diese Bezeichnung auch auf den Ort ihrer Aufbewahrung - Oratorium bzw. Betsaal- , woraus schließlich das Wort Kapelle wurde. Kapellen waren keine eigenständigen Kirchen, hatten keine eigenen Einkünfte, sondern waren als capella regis an die Pfalzen oder großen Fiskalgüter gebunden.

Am kommenden Freitag, 18. November, 14 Uhr, besucht die GGH das ehemalige Kloster auf der Rheininsel Niederwerth, dessen Kirche gerade in jüngster Zeit umfassend restauriert wurde und auch eine neue Orgel erhalten hat. Dort findet eine interessante Führung statt.

Treffpunkt am Yzeurer Platz, 13.30 Uhr. Interessenten melden sich bitte beim ersten Vorsitzenden Peter Lindemann (02622/14564) oder beim 2. Vorsitzenden Werner Kutsche (02622/6880) zwecks Bildung von Fahrgemeinschaften.


26. Okt. 2011 Kleeblatt

Der Mantel von Sankt Martin

Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde: Vortrag, Infos und eine Exkursion

Bendorf. Die Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH) plant in der ersten Novemberhälfte gleich zwei interessante Veranstaltungen. Zunächst lädt der zweite Vorsitzende der GGH, Werner Kutsche, am Montag, 7. November, 18 Uhr, in den großen Sitzungssaal des Bendorfer Rathauses ein. In einem kurzweiligen Vortrag beschäftigt sich Kutsche mit der Geschichte des Heiligen Martin. Die Legende der Mantelteilung ist wohl jedermann bekannt, der Referent hat sich aber intensiv mit den historischen Hintergründen befasst und dabei für viele sicher ganz neue Seiten entdeckt.

Werner Kutsche hat seine Aussagen so kurz gefasst, dass anschließend noch ausgiebig Zeit für eine angeregte Diskussion verbleibt. Der Eintritt zu diesem Vortragsabend ist frei. Zudem wird der GGH-Vorsitzende Peter Lindemann von der vergangenen Theatersaison berichten und einen Ausblick auf das kommende Jahr geben.

Das ehemalige Kloster auf der Rheininsel Niederwerth lohnt allemal einen Besuch - schon wegen der wunderschönen Klosterkirche, die gerade in jüngster Vergangenheit großartig renoviert wurde. Die GGH möchte diese historisch so bedeutsame Stätte besuchen und aus berufenem Munde Einzelheiten über das Werden und Vergehen dieser Klosteranlage erfahren. Über einen Termin kann ebenfalls bei dem Vortragsabend gesprochen werden.


21. Sept 2011 Kleeblatt

Umfangreiches Unterhaltungsprogramm auf dem 5. Bendorfer Seniorentag

-alm- Bendorf. Das Wort des Ruheständlers scheint überholt, der mehr negativ als positiv besetzte Begriff der "Alten" klingt auch nicht rühmlich und für eine marktorientierte Konsumgesellschaft werden sie der Gruppe der "Best Ager" zugeteilt. Die Rede ist natürlich von den "Senioren". Für sie wurde ein abwechslungsreiches Programm aus Anlass des 5. Bendorfer Seniorentages zusammengestellt. Dazu verwandelte sich die Stadthalle am Yzeurer Platz in eine große Kaffeetafel, an der zahlreiche ältere Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bendorf teilnahmen. Rolf Barthel konnte wiederum als Moderator für diesen Nachmittag gewonnen werden und versicherte schon zu Beginn, dass sich Hedi Schenk als Vorsitzende des städtischen Seniorenbeirats mit ihrem Team erneut unterhaltsame Programmpunkte hatte einfallen lassen.

Bürgermeister Michael Syré begrüßte den Saal und stimmte ein Geburtstagslied auf den Moderator an. Den Stadtchef sollten die Bürgerinnen und Bürger noch ein zweites Mal in einem eigens gedichteten "Rentnerlied" erleben. Eine bekannte Melodie diente als Grundlage, so dass der Saal gleich mit einstimmte. Gesanglich präsentierte sich auch eine Kindergartengruppe aus Stromberg. Sie verstanden es mit ihrem Singspiel zum Märchen "Dornröschen" das Publikum in Verzückung zu bringen. Das "Nameless Duo" hatte die Gäste mit live Musik zwischen den einzelnen Programmpunkten verwöhnt und spielte Lieblingsschlager und unvergessene Hits.

Das Unterhaltungsprogramm für die ältere Generation sah auch eine Präsentation historischer Bilder vergangener Tage vor. Diese zeigte Werner Kutsche, 2. Vorsitzende der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung e.V. in einer Bildpräsentation.

Das Angebot an diesem Nachmittag wurde durch Servicestände einzelner Unternehmen vervollständigt. Auf dem "Markt der Möglichkeiten" präsentierte sich auch die Polizeistelle Bendorf mit besonderen Sicherheitstipps für ältere Mitbürger, da sie leider immer wieder Opfer von Hauseinbrüchen werden. Ein gelungener Nachmittag, der mit der Darbietung der wohl schönsten Loriot-Sketche, gespielt von der Theatergruppe "Die Findlinge", seinen Höhepunkt fand.


24. August 2011 Kleeblatt

Freiheitslieder über dem Rhein zum Festspielfinale

Mit "Mannijo" gab es Lieder über die Grenzen

Bendorf. "Wir sind ein Produkt der internationalen Anti-Atomkraftpolitik", so der Sänger Manfred Pohlmann zu Beginn über das Verhältnis und das Kennen lernen zu seinem Trio-Kollegen Jo Nousse. Wie klangvoll sich dieses Produkt doch anhörte, offenbarte sich schon nach nur einem Lied. Manfred Pohlmann, der hierzulande wohl keiner Vorstellung mehr Bedarf, war mit seinen Musikerkollegen Jo Nousse und Patrick Riollet zu Gast auf der Freilichtbühne der "Festspiele am Rheinblick". Als Chanson-Trio "Mannijo" gastierten sie mit dem Programm "Chansons Transfrontieres - Lieder über die Grenzen - Lidder iwer d' Grenzen" und besangen ihre persönliche, als auch die deutsch- französische Freundschaft. Weit über sechzig Jahre Bühnenerfahrung legten sie an den Tag. Erfahrung, die sich in der professionellen Spielweise zeigte und beim Publikum gut ankam. Vor rund 100 Zuhörern gaben sie ein Konzert, das abwechslungsreicher nicht hätte sein können. Der Sprachenmix sorgte für Kurzweil und somit auch für Abwechslung hinsichtlich dargebotener musikalischer Stile.

"Mannijo" behautet zu Recht, ihr Lied für das vereinte Europa gab es schon lange bevor andere erst den europäischen Gedanken erkannten. Dass sie damit Recht behalten würden, spürte das Publikum hautnah während des Hineinhörens in die Lieder. Als gemeinsame Zwillingsbrudersprache nannten sie das Jiddisch. Jiddisch gelang zu Weltruhm, da die Sprache zu den einflussreichsten Film-und Musicalsprachen zählte. In Antwerpen und New York Ist sie heute noch zu hören. Doch nicht nur dort: In Bendorf erklang die lautmalerische Sprache ebenfalls und reihte sich damit in einen bunten Reigen verschiedener Sprachengemische ein. Freiheitslieder aus Deutschland und revolutionäres Liedgut aus Frankreich prallten auf die glorreichen Wirtschaftswunderlieder und den spürbaren Enthusiasmus vergangener Zeiten. Da war auch das provenzalische Trinklied nicht mehr fern. Mit Gesang, Gitarre, Scheitholz und Piano wurde traditionelle Musik und eine Reihe eigener Kompositionen dargeboten. Von der sprachlichen Versiertheit der Musiker, sei es die gemeinsame Muttersprache Moselfränkisch und die klangvollen Einflüsse auf Katalanisch, Bretonisch, Okzitanisch und Elsässisch, profierten nicht nur die Musikstücke. Besonders dem Publikum wurde das kurzweilige Eintauchen, in eine fremde Kultur geboten. In der Musik hörte sich die andere Kultur alles andere als fremd an. "Das ist eben das Schöne an unserer Musik", so das Trio. "Wir brechen mit Vorurteilen und gehen mit der Musik über Grenzen hinweg". Die drei Grenzgänger Manfred Pohlmann, Jo Nousse und Patrick Riollet wurden vom Publikum gefeiert. Die Zuhörer hatten bei einem Glas Wein, das an diesem Abend bereits im Eintritt enthalten war, ohnehin schon ein Loblied auf diese Darbietung angestimmt und auf die Freunde und die Freundschaft, das Lied und die Liebe zur Musik angestoßen.


24. August 2011 Kleeblatt

ZAZOU gastierte bei den "Festspielen am Rheinblick" und begeisterte
Kleine Jazzband ganz groß

Bendorf. Fast bescheiden klingt es, liest man den Spruch auf dem Transparent, dass die drei Musiker hinter sich aufgestellt haben. "Zazou - Die kleine Jazzband". Die drei Herren, die zusammen das akustische Jazz-Trio bilden, eroberten die Freilichtbühne auf der Vierwindenhöhe und damit auch die Herzen des Publikums. Von der ersten Minute an kokettierten sie mit den Zuhörern. Ihrer Musikalität schadete es nicht, sind Gitarrist Joachim Grundhewer, Sänger Guido Orth-Gauch und der Mann an den Percussions, Frank Schneider, doch ein eingespieltes Team. Sie witzeln übereinander und vertragen sich wieder, sie spielen sich die Töne zu und schaffen einen weichen Sound, der so wunderbar an diesem Abend hoch über dem Rhein erklingt, als scheine dieser Ort als Konzertstätte wie für sie gemacht. ZAZOU versprach swingenden Jazz, brasilianischen Bossa Nova und groovenden Soul.

Das begeisterte Publikum ist der Meinung, dass hier das Versprechen nicht nur gehalten - sondern gar überboten wurde. Was ZAZOU am vergangenen Freitag zum musikalischen Finale der Freilichtfestspiele brachte, war ein satter Querschnitt durch die Musikgeschichte und weit mehr als bloß Variationen einer Musikrichtung. Die musikalische Reise führte dann auch weg aus dem New Orleans der 50er Jahre hin nach New York. Der Song "Birdland" erzählte vom allabendlichen Treffen all jener Musiker, die später zu den musikalischen Legenden zählen sollten. Die Art der Interpretation ließ den Spirit dieser Größen durchschimmern. Gepaart mit dem typischen Sound des Jazz-Trios sorgten dann auch sie für nachhaltige Eindrücke. Die beigesteuerten Anekdoten kommen unaufdringlich daher, doch lassen sie das Publikum schmunzeln. Ahnlich des großen Jazz Duos "Tuck & Parti" singt auch ZAZOU-Sänger Guido Ort-Gauch am liebsten gut behütet. In einem Bendorfer Fachgeschäfte fand er den Hut, von dem er glaubte, ähnlich legendär zu werden. "Take My Breath Away" erklingt es dann in memoriam an dieses Jazz-Duo. Der Vorteil bei ZAZOU: Sie sind zu dritt und die Auswahl an Instrumenten, mit denen sie den Songs ein neues Format geben, ist verblüffend. Wer hätte da gedacht, dass eine alte Melodika zum Einsatz kommt, oder das 40 Jahre alte Akkordeon das verträumte Liebeslied "Let's stay together" weltweit wohl einzigartig in dieser Version macht? ZAZOU schafft in weit über 100 Minuten ein geballtes Repertoire. Dabei spielen sie Hits von Stevie Wonder (Superstition als "Big Band Version") mit der gleichen Flexibilität, wie sie südländische Rhythmen drauf haben. Eine unendliche Leichtigkeit und das brasilianische Lebensgefühl fangen sie mit dem wohl berühmtesten 5/4 Takt der Welt, dem "Rio de Janeiro Blue" ein und manch einer wünschte sich da eine Tanzfläche. "Simply Jazz" im Sonnenuntergang. Gleich mehrere Zugaben wurden gefordert. Musiker Manfred Pohlmann überraschte dazu mit einem Auftritt und ließ einige Strophen "Beyond The Sea" in französischer Sprache erklingen. Swing und Blues, Jazz und die bestrittenen Wege fernab einer klassischen Jazz-Besetzung machten diesen Abend so besonders.


12. Juli 2011 - Rheinzeitung

Unkonventionelle Hilfe befreit Festspiele aus Notlage

Unterstützung Zwei Bendorfer Unternehmen sorgen für Betonfundamente an den Röstöfen - Premiere der GGH am Freitag

Bendorf. Für die Anwohner in der Nachbarschaft der historischen Eisenerzröstöfen in der Bendorfer Remystraße war es ein hochinteressantes Schauspiel, für den Vorstand der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde (GGH) war es noch sehr viel mehr: ein Wettlauf mit der Zeit. Die GGH will an den Röstöfen schon am kommenden Freitag die Festspiele auf der Freilichtbühne eröffnen. Nur dank der unkonventionellen Hilfe zweier Bendorfer Unternehmen ist dies nun möglich.

Das Vorhaben für eine neue Bühnenüberdachung war kurzfristig gescheitert. Zwei Wochen vor der Premiere musste völlig neu geplant werden - und das unter den erschwerenden Umständen, dass an den Wänden der denkmalgeschützten Öfen keinerlei Halterungen angebracht werden dürfen. Das hieß: In die Erde mussten Betonfundamente gelegt werden, um dem frei stehenden Dachaufbau die notwendige Bodenhaftung zu verschaffen. "Angesichts des enormen Zeitdrucks lagen unsere Nerven blank", sagte der GGH-Vorsitzende und Leiter des Kulturforums der GGH, Peter Lindemann. Das musste wie ein unlösbares Problem erscheinen, da das Plateau, auf dem die Eisenerzröstöfen stehen, mit schwerem Gerät nicht erreicht werden kann. Und mehr als vier Tonnen Beton mit der Schubkarre zu transportieren, ist schlichtweg ein Ding der Unmöglichkeit, zumal der Handwerkertrupp der GGH schon mit anderen Aufgaben reichlich ausgelastet war. Der bereits aufgestellte Bühnenkörper musste nämlich ebenfalls komplett wieder abgebaut werden.

Wenn die Not am größten ist, ist - wenigstens ab und zu - Hilfe nicht fern. Andreas Steinhardt von der Steinhardt & Splettstößer Bau GmbH erklärte sich spontan bereit, die Aufgabe zu übernehmen. Die Firma Kann Baustoffwerke GmbH sorgte für den Beton und die Anlieferung - mittels eines Betonmischers und -Pumpe, der über einen mehr als 40 Meter ausschwenkbaren Arm verfügt. Sie lieferte noch am vergangenen Freitagabend alles an. Zuvor hatten die Steinhardt-Mitarbeiter bereits alles vorbereitet. "Als die beiden Kann-Fahrzeuge anrückten und der riesige Schwenkarm aufgerichtet wurde, musste ich mir in den Arm kneifen, weil ich dachte, ich träume", erinnert sich der GGH-Vorsitzende. In knapp einer halben Stunde war dann schon alles erledigt. Präzise und sauber, stets mit einem freundlichen Lachen, waren die Männer bei der Arbeit gewesen.

Für die Handwerker der GGH stand noch einmal Schwerstarbeit an. Die Bühne musste erneut aufgebaut und den im Vergleich zum Vorjahr deutlich veränderten Gegebenheiten angepasst werden. "Die Zuschauer werden ganz sicher begeistert sein", freuen sich das Team des Kulturforums und die ganze GGH-Familie. Die Mühe hat sich gelohnt, und die Aufregung wird spätestens vergessen sein, wenn die Festspiele am kommenden Freitag eröffnet werden.


12. Juli 2011 - Rheinzeitung

Kabarettist am Rheinblick

Festspiele: Thomas C. Breuer ist zu Gast

Bendorf. Im Rahmen der Festspiele am Rheinblick stehen zwei interessante Veranstaltungen auf dem Programm. Am Freitag, 29. Juli, gastiert auf der Bendorfer Vierwindenhöhe der Kabarettist und Wortakrobat Thomas C. Breuer. Er bewegt sich abseits breit getretener Pfade der Comedians und bietet niveauvolle Unterhaltung, scharfe Ironie und einen besonderen Sinn für spitzfindige Formulierungen. Als weiteren Leckerbissen gestalten Kammersänger am Samstag, 30. Juli, unter dem Titel "Wilhelm Busch - Mehr als Max und Moritz" einen literarisch-musikalischen Abend. Auftreten werden Heidi Giesecke (Gesang), Rolf Pickart (Gesang) und Raimund Bruder (Gesang, Piano). Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Karten gibt es unter Tel. 02622/145 64 (Peter Lindemann), im Internet auf http://www.kulturforum-bendorf.de oder im Bendorfer Buchladen im EKZ.


10. Juni 2011 - Rheinzeitung

Die feindlichen Brüder von Bendorf

Kultur Festspiele am Rheinblick Bendorf starten mit Theaterstück in die neue Saison

Bendorf. In rund einem Monat hebt sich wieder der Vorhang auf der Bendorfer Vierwindenhöhe. Die Organisatoren des Kulturforums der GGH Bendorf treffen dieser Tage die letzten Vorbereitungen für die "Festspiele am Rheinblick", damit die Besucher sich wieder auf Kulturgenuss inmitten der Natur freuen dürfen. Im historischen Ambiente der Eisenerzröstöfen in Bendorf wird vom 15. Juli bis 20. August Theater, Musik und Kabarett präsentiert und dabei ist der Blick auf den Rhein inklusive. Der intime Rahmen, und der direkte Kontakt zu den Künstlern machen den Reiz dieses Festivals am Mittelrhein aus.

Im Zentrum steht auch in diesem Jahr ein eigens für die Festspiele geschriebenes Theaterstück aus der Feder des Autors Wolfgang Lemhöfer. Das ernsthafte Lustspiel "Die feindlichen Brüder von Bendorf" spielt im 19. Jahrhundert und thematisiert die damals bestehenden Spannungen und Streitigkeiten zwischen der katholischen und evangelischen Gemeinde von Bendorf rund um den gemeinsamen Kirchturm. Für die Inszenierung konnte wieder die Schauspielgruppe "Die Findlinge" gewonnen werden, und Regisseurin Gerlind Wriedt wird ein Lustspiel von Liebe und Leid entstehen lassen.

Die Aufführungen sind am 15., 22., 23. und 24. Juli sowie am 12., 13. und 14. August. Das Theater beginnt jeweils um 19.30 Uhr, Einlass ist um 19 Uhr. Karten gibt es im Bendorfer Buchladen am Kaufland, im Berghotel Rheinblick, Remystraße 79, unter Tel. 02622/145 64, per E-Mail an kulturforum-bendorf@t-online.de oder im Internet unter http://www.kulturforum-bendorf.de.
Kosten: Vorverkauf 12 Euro, Abendkasse: 14 Euro, freie Platzwahl.


05. Mai 2011 - Blick aktuell

Kultur pur wo einst Eisenerz röstete

Die Freilicht-Festspiele am Bendorfer "Rheinblick" mit Theater, Musik und Kabarett beginnen Mitte Juli
Bendorf. Die Aussicht von den Bendorfer Eisenerz-Röstöfen ins Neuwieder Becken ist einfach grandios. In diesem historischen Eyecatcher-Ambiente gibt es dann noch Kultur pur: Theater, Musik. Kabarett. Dies ist auf den Bendorfer Autor und Journalisten Peter Lindemann zurückzuführen, der sich zum Ziel gesetzt hat. regionale Geschichte, Theaterkunst und Musik an historischer Spielstätte zu vereinen. Nach einjähriger Vorbereitungszeit konnte das Kulturforum der GGH Bendorf e.V. gegründet und das Vorhaben .Freilichtbühne' verwirklicht werden. Vorsitzender Peter Lindemann, Medienbeauftragter Pascal Badziong und Alexandra Menge vom Team Kulturforum stellten jetzt im Rathaussaal unter Mitwirkung von Stadtbürgermeister Michael Syre das Festspielprogramm 2011 in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vor.

Michael Syre lobte die Initiative des Kulturforums und freut sich, dass die historische Stätte durch ein umfangreiches Programm erlebbar wird.

Die Eisenerz-Röstöfen der Grube Werner sind in dieser Form die einzig erhalten gebliebenen Zeugen einer vergangenen Bergbau-Epoche in Deutschland. Seit 1983 stehen sie unter Denkmalschutz. Bendorf war seit Mitte des 18. Jahrhunderts bis in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts einer der bedeutensten Industriestandorte am Mittelrhein, die Geschichte des Bergbaus reicht zurück bis in die Römerzeit. Mit der Entwicklung vom Industrie- zum Handels- und Touristik-Standort besann sich die Stadt auf den Wert der erhalten gebliebenen geschichtlichen Zeugnisse. Zwischen 1990 bis 1998 wurden die Eisenerz-Röstöfen auf der Vierwindenhöhe komplett saniert und präsentieren sich heute mil der integrierten Freilichtbühne als herausragende kulturhistorische Attraktion.

Mit zahlreichen ehrenamtlichen Mitstreitern aus den Reihen der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgehung eV dessen Vorsitzender Peter Lindemann ist, feierte die Freilichtbühne unterhalb des Hotels Rheinblick mit dem eigens inszenierten Stück "Ein Bergmann in Bendorf 2009 eine fulminante Premiere mit der in Bendorf ansässigen Theatergruppe "Die Findlinge". Auch bei dem neuen Theaterstück "Die feindlichen Brüder von Bendorf' - ein ernsthaftes Lustspiel von Wolfgang Lemhofer - geht es wieder um Ereignisse in der Stadt. "Die Findlinge". Schauspieler sind Irmgard Teschke, Christiane Brühl, Renate Steinkamp, Christiane Frensch, Wolfgang Lemhofer, Patrick Dollmann, Thomas Krämer, Silke Dutz, Michaela Vary und Stefan Bau versetzten die Zuschauer zurück ins 19. Jahrhundert. Das Stück "Die feindlichen Brüder von Bendorf" unter der Regie von Gerlind Wriedt thematisiert die damals bestehenden Spannungen und Streitigkeiten zwischen der katholischen und evangelischen Gemeinde von Bendorf rund um den gemeinsamen Kirchturm. Die Streitigkeiten waren einst ausgeufert; Da flogen Fäuste und ein Soldat mit Bajonett sollte verhindern, dass die Glocken läuten. Der Kirchturm gehört der Stadt Bendorf und heute gibt es zwischen den Religionsgemeinschaften keinen Streit mehr um das Glockengeläut. Jedoch hält Autor Wolfgang Lemhöfer sich nicht unbedingt an die historischen Vorgaben.

Entstanden ist ein Lustspiel von Liebe und Leid. Mit der Liebe war es da nicht einfach. Wenn ein braves Mädchen einen jungen Mann liebte, der in die falsche Kirche ging, dann mussten sie nicht seltlen um ihr Glück bangen und kämpfen. Manchmal stand der Himmel den Liebenden bei und schickte ihnen eine lebenskluge Großmutter und eine großherzige Dame von Welt zur Hilfe. Aufführungstermine sind am 15. Juli. 22. Juli, 23. Juli, 24. Juli, 12. August, 13. August und 14. August jeweils um 19:30 Uhr. Bei den Festspielen "Kultur hoch über dem Rhein", dort ist maximal Platz für 135 Gäste, wird aber noch viel mehr geboten: Drei abwechslungsreiche Musikabend- und erstklassiger Kabarettabend. So bietet am Freitag, 19. August. 19.30 Uhr, das Jazz Trio "Zazou" aus dem Raum Koblenz mit seinem Programm "Simpty Jazz" einen erfrischenden Mix aus swingendem Jazz, brasilianischem Bossa Nova und groovendem Soul. Das Trio um den Jazz-Sänger Guido Orth-Gauch stellt den Jazz-Song in den Mittelpunkt ganz in der Tradition moderner Jazz-Sänger wie AI Jarreau und George Benson, aber immer versehen mit einer eigenen musikalischen Note.

Die Gruppe "Manmjo". gegründet von Jo Nousse und Manfred Pohlmann zu einer Zeit, als es noch Grenzen zwischen Deutschland und Frankreich gab. spielen am Samstag, 20. August, 19.30 Uhr 'Chansons Transfrontieres' (Lieder über die Grenzen). So singen sie für ein buntes und vielfältiges Europa. In Deutschland. Frankreich, Belgien, Luxemburg und Österreich bestritten Manfred Pohlmann (Gesang, Gitarre, Scheitholz), Jo Nousse (Gesang, Gitarren) und Patrick Riollet (Piano) bereits mehr als 200 Konzerte, muttikulturell und zugleich tief in der eigenen Erde verwurzelt. Das Sprachengemisch aus Deutsch, Französisch und vor allem Moselfränkisch wird mit Chansons auf Katalanisch. Bretonisch, Okzitanisch, Englisch, Elsässisch und Jiddisch verfeinert. Bei diesem multikulturellen Musikerlebnis unter freiem Himmel gibt es gratis ein Glas Wein, damit die Zuhörer sich auf einen wunderbaren Abend einstimmen können.

Der Kabarettist und Wortakrobat Thomas C. Breuer, geboren 1952 in Eisenach, schlendert am Freitag, 29. Juli ab 19.30 Uhr in nahezu beiläufigem Plauderton vorbei an nervigen Heimsuchungen des eingehenden 21. Jahrhunderts, die er sogleich mit karikierender Boshaftigkeit in ihre Schranken weist. So unvermutet wie unerwartet kommen die ironischen Querschläger, dass die Zuhörer kaum Zeil haben in Deckung zu gehen. Anspruchsvoll, hinterhältig und nichts für schwache Nerven ist der Abend. Wer auf schnell Kalauer oder einen netten, lustigen Comedy-Abend steht, dem sei der Wortjongeleur nicht empfohlen. Für alle, die den gekonnten Umgang mit der deutschen Sprache schätzen, dürfte es allerdings ein Genuss sein, sich die spitzfindigen Formulierungen genüsslich ins Hirn tropfen zu lassen. Einen literarisch-musikalischen Abend bieten Heidi Giesecke, Roll Pickart und Raimund Bruder am Samstag, 30. Juli um 19.30 Uhr. .Wilhelm Busch "Mehr als Max und Moritz" heißt ihre Darbietung, bei der Buschs Satiren die Selbstzufriedenheit verspotten, die zweifelhafte Moralauffassung des Spießbürgers und die Frömmelei bürgerlicher und geistlicher Personen wach werden. Aber auch lyrische Dichtung, treffsichere Verse, ironische Verdrehungen. Überspitzungen und Prosatexte werden geboten. Diese schmückt das Ensemble mit passenden Musikstücken in Gesang und Pianobegleitung.

Für de Gastronomie während den Festspielen ist das familiengeführte Berghotel "Rheinblick" zuständig. So können die Besucher den Abend mit einem besonderen Theatermenü zum Vorzugspreis beginnen, sich mit einem Pausenimbiss verwöhnen oder den Abend auf der weitläufigen Aussichtsterrasse ausklingen lassen. Reservierungen nimmt das Berghotel .Rheinblick" gerne frühzeitig entgegen. Karten und weitere Programminfos für die Festspiele gibt es im Bendorfer Buchladen am Kaufland, Berghotel "Rheinblick"- (Remystraße 79) Telefon (0 26 22) 1 45 64,
per E-Mail kulturforum-bendorf@t-online.de oder
auf der Homepage http://www.kulturforum-bendorf.de. -HEP-


4. Mai 2011 Kleeblatt

Einen Gussvorgang unmittelbar erleben

Die GGH lädt im Anschluss auf die einstige Sandhalde ein. Gut besuchter Vortrag

-pli- Bendorf. Dabei sein, wenn ein Fachmann einen Abguss vornimmt - diese Möglichkeit bietet die Gesellschaft für Geschichte, und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH) am Frei-tag, 13. Mai, ihren Mitgliedern und auch Gästen an. Treffpunkt um 14 Uhr ist die Gießerei Pelikan in der Dieter-Trennheuser-Straße in Mülhofen (ehemaliges Concordiagelände. Wenn das Wetter gut, oder wenigstens einigermaßen schön ist, spaziert die Gruppe im Anschluss unter der Leitung von Heinz Scherer auf die ehemalige Sandhalde der Concordiahütte. Diese Sandhalde wurde vor etlichen Jahren vom Naturschutzbund (NABU) gekauft, der es in ein bemerkenswertes Naturschutzgebiet umgewandelt hat. Heute finden sich auf der Halde eine Fülle von seltenen Pflanzen und kleinen Lebewesen. Zudem wurden Ziegen und Esel, die den Pflanzenaufwuchs in Grenzen halten, auf dem weitläufigen Plateau angesiedelt. Die ehemalige Sandhalde ist selbst vielen Bendbrfern noch immer weitgehend unbekannt - nicht zuletzt, weil sie nur im Rahmen von Führungen begangen werden darf. Damit die Veranstaltung geplant werden kann, bittet die GGH um Anmeldungen unter 02622/6880 (Werner Kutsche) oder 02622/14564 (Peter Lindemann).

In diesen Tagen setzte der stellvertretende Vorsitzende der GGH, Werner Kutsche, auch seine Vortragsreihe zur Bendorfer Frühgeschichte fort. Auch zur dritten Veranstaltung dieser Art kamen wiederum rund 20 interessierte Besucher und Besucherinnen. Kutsche vertiefte dabei seine Ausführungen zu den frühen Bendorfer Höfen und ihren Besiedlungen. Ein weiterer Vortrag dieser Reihe wird sich mit der beginnenden Industrialisierung der Stadt befassen. Der Referent will sich dabei auf eine Redezeit von maximal einer Stunde beschränken, um die Möglichkeiten zur Aussprache zu erweitern. Der genaue Termin für diese Vortragsveranstaltung wird noch rechtzeitig bekannt gegeben.


28. April 2011 - Rheinzeitung

Sommerfestspiele mit Weitblick

Kultur Musik und Theater auf der Bendorfer Viewindenhöhe
Von unserer Redakteurin Angela Kauer

Bendorf. "Vierwindenhöhe", das klingt nach einem zauberhaften Fleckchen Erde. Zauberhaft ist vor allem der Blick, den Besucher von dem Plateau zwischen den historischen Eisenerzröstöfen im oberen Teil der Stadt Bendorf haben: Er reicht weit über das Rheintal, bleibt bei klarem Wetter erst an den Höhen von Eifel und Hunsrück hängen. Ein besonderer Ort also, wie geschaffen für eine Bühne - dachten sich jedenfalls die Mitglieder der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde (GGH) Bendorf und vor allem ihr Vorsitzender Peter Lindemann.

Zusammen mit der Theatergruppe "Die Findlinge" schufen sie deshalb vor drei Jahren die "Festspiele am Rheinblick": Das "Kulturforum der GGH" war schnell gegründet und beauftragte den Bendorfer Theaterautor Wolfgang Lehmhöfer, ein Stück zu schreiben, das auf Ort und Geschichte eingeht. Der Erfolg gab den Machern recht: Gleich zehn Mal musste "Ein Bergmann in Bendorf" über die damals noch leicht improvisierte Bühne gehen. Am Rezept des Festivals hat sich seither wenig geändert: "Klein und familiär" hat sich inzwischen als Marke etabliert. "Wir wollen eigentlich nicht größer werden", sagt Lindemann.

Seit 2010 wird das Programm durch musikalische Abende ergänzt. Im Mittelpunkt steht aber nach wie vor ein Stück von Wolfgang Lehmhöfer, gespielt von den "Findlingen". So ist es auch in diesem Jahr, in dem das Festival vom 15. Juli bis 20. August über die Bühne geht. Das ernsthafte Lustspiel: "Die feindlichen Brüder von Bendorf" spielt im 19. Jahrhundert. Es thematisiert die damals bestehenden Spannungen zwischen der katholischen und evangelischen Gemeinde von Bendorf rund um den (übrigens bis heute) gemeinsamen Kirchturm. Regisseurin Gerlind Wriedt inszeniert das Stück, in dem es natürlich auch um die schwierige Liebe zwischen einem (katholischen) Mädchen und einem (evangelischen) Jungen geht. Aufführungstermine sind der 15. Juli, 22. Juli, 23. Juli, 24. Juli, 12. August, 13. August und 14. August jeweils um 19. 30 Uhr.

Außer dem Stück stehen der Auftritt eines Kabarettisten und drei ganz unterschiedlichen Musikabende auf dem Programm der Sommerfestspiele von Bendorf. Am 29. Juli betritt der Wortakrobat Thomas C. Breuer das Podium des Kulturforums. Er ist laut Veranstaltern für seinen gekonnten Umgang mit der deutschen Sprache bekannt. "Das wird kein seichter Comedyabend", sagt Alexandra Menge vom Kulturforum, verspricht stattdessen "beißende Ironie". Einen Tag später, am 30. Juli, erwartet die Gäste ein Abend mit Heidi Giesecke, Rolf Pickart und Raimund Bruder. "Wilhelm Busch - mehr als Max und Moritz" verbindet Literatur und Musik: Lyrik und Prosatexte wechseln sich ab mit von Klavier begleitetem Gesang. Das akustische Jazztrio Zazou präsentiert am 19. August mit seinem Programm "Simply Jazz" einen Mix aus swingendem Jazz, brasilianischem Bossa Nova und groovendem Soul. Der Konzertabend mit Mannijo am 20. August verspricht ein multikulturelles Musikerlebnis auf der Bendorfer Freilichtbühne. Jo Nousse und Manfred Pohlmann wollen die deutsch-französische Freundschaft mit traditioneller Musik, eigenen Kompositionen und Chanson-Klassikern aufleben lassen. Passend dazu gibt es ein Glas Wein, das im Eintrittspreis enthalten ist.

Kartenvorverkauf und nähere Programminformationen: Bendorfer Buchladen am Kaufland, Berghotel "Rheinblick", Remystraße 79, Tel. 02622/145 64, per E-Mail an kulturforum-bendorf@t-online.de, Internet http://www.kulturforum-bendorf.de


20. April 2011 - Rheinzeitung

Peter Lindemann bleibt an der Spitze

Versammlung: Die GGH Bendorf hat gewählt

Bendorf. Die Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH) setzt auf Kontinuität:
Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins im Berghotel "Rheinblick" wurde der Vorstand unter Wahlleitung von Hajo Stuhlträger einstimmig wiedergewählt. Vorsitzender bleibt Peter Lindemann, Zweiter Vorsitzender Werner Kutsche, der auch als Schriftführer fungiert. Als Schatzmeister bestätigt wurde Dieter Kittlauß. Die Zahl der Beisitzer erhöhte sich von zwei auf fünf: Zu den bisherigen Beisitzern Dr. Hans Althoff und Dieter Kutsche gesellen sich Franz-Josef Malkmus, Erwin Vogt und Pascal Badziong. Kassenprüfer sind Heinz Scherer und Friedel Hecken. Vor der Wahl hatten die Kassenprüfer dem Schatzmeister eine einwandfreie Kassenführung bescheinigt. Einer Entlastung des gesamten Vorstands stand damit nichts mehr im Wege. In seinem Rückblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr berichtete der Vorsitzende von vielen Vereinsaktivitäten. So beteiligte sich der Verein jeweils mit Bildpräsentationen beim Bauern- und Gartenmarkt und beim Bendorfer Seniorentag. Nachdem die Vortragsreihe zur Bendorfer Geschichte mit Peter Lindemann in Kooperation mit der VHS Bendorf zu Beginn des Geschäftsjahres erfolgreich abschloss, begann Werner Kutsche in diesem Frühjahr mit einer weiteren Vortragsreihe. Der dritte Vortrag findet am Donnerstag, 28. April, um 18 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Rathauses statt und behandelt die industrielle Entwicklung der Stadt Bendorf. Im Hinblick auf die Freilichtbühne an den historischen Eisenerzröstöfen des Kulturforums konnten Peter Lindemann, Alexandra Menge und Pascal Badziong von einer erfolgreichen Spielzeit berichten. Die Planungen für Juli und August 2011 sind bereits abgeschlossen: Das Programm ist ebenso vielseitig wie unterhaltsam.



18. April 2011 - Kleeblatt

Eine "Sayner Rhapsodie"

Dieter Kittlauß schreibt über die Liaison zwischen Franz Liszt und Fürstin Caroline Sayn-Wittgenstein

Hätte es die Regenbogenpresse in der heutigen Fülle und Aufmachung schon vor anderthalb Jahrhunderten gegeben, dann hätte es wohl mächtig gerauscht im bunten Blätterwald: die unerfüllte Liebe zwischen Fürstin Carolina Sayn-Wittgenstein und dem begnadeten Komponisten Franz Liszt hätte über Jahre zahllose Zeitungsspalten gefüllt. Der Bendorfer Dieter Kittlauß, immer auf der Suche nach (heimat)geschichtlichen Ereignissen und neuen Erkenntnissen, ist der Liaison zufällig, aber punktgenau im 2011 gefeierten Jahr des 200. Geburtstags von Franz Liszt, auf die Spur gekommen. Während einer Urlaubsreise nach Umbrien/Italien verbrachte er einen Tag in Rom und besuchte dort auch den deutschen Friedhof  "Campo Santo Teutonico" im Vatikan. Beim eingehenden Betrachten von Grabsteinen und Grabplatten sprang ihm der Name Sayn-Wittgenstein ins Auge und er las die (lateinische) Inschrift genauer, die übersetzt lautet: Hier ruht in Frieden Carolina Princess zu Sayn-Wittgenstein aus dem Geschlecht Iwanowska geboren am 8. 2. 1819, gestorben am 9. 3. 1887.

Auf dem Grabstein weist innerhalb eines runden Symbols der Sayner Löwe auf die Fürstin hin, die Harfe auf den Komponisten. Das ließ Dieter Kittlauß, der auch Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH) ist, natürlich nicht mehr los und er forschte mit der ihm eigenen Gründlichkeit und Ausdauer nach. Er wurde durch zielstrebiges Arbeiten fündig. Was er zusammentrug, hat er nun in einer längere Geschichte, die er als heimatgeschichtliches Feature versteht, verarbeitet. "Sayner Rhapsodie - über die Liaison zwischen Franz Liszt und Fürstin Carolina zu Sayn-Wittgenstein" hat er sie überschrieben.

An dieser Stelle kann und soll freilich nicht die ganze Geschichte nacherzählt, sondern nur stichwortartig angerissen werden: "Karoline Elisabeth Iwanowska wurde in Woronince geboren. Sie entstammte einem alten polnischen Adelsgeschlecht. 1836 heiratete sie den kaiserlichen russischen Oberstleutnant Fürst Nikolaus Sayn-Wittgenstein. Nach einer Begegnung mit dem Komponisten Franz Liszt verließ sie ihren Mann, mit dem sie keine glückliche Ehe führte. Der Widerstand der Kirche verhinderte eine neue Eheschließung.

Liszt ließ sich daraufhin die niederen Weihen erteilen und wandte sich verstärkt geistlicher Musik zu. Caroline Sayn-Wittgenstein verbrachte ihren Lebensabend in Rom. Ihre Tochter schenkte der Kirche am Campo Santo Teutonico zum Andenken an ihre Mutter einen kostbaren Kelch. Jährlich beging die Bruderschaft ein Seelenamt für die Verstorbene. Ganz nachzulesen ist die "Sayner Rhapsodie" auf der Homepage der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde Bendorf unter: www.bendorf-geschichte.de


11. April 2011 . Kleeblatt

Auf dem geschichtsträchtigen Bleidenberg

GGH machte eine Zeitreise durch 800 000 Jahre Menschheitsgeschichte

Bendorf/Oberfell. Im Nachhinein erwies es sich als Glücksfall, dass die Exkursion zum Bleidenberg bei Oberfell im vergangenen Herbst wegen schlechten Wetters ausfallen musste. Jetzt, an einem herrlichen Frühlingstag lohnte sich der Ausflug umso mehr. Ortsbürger Gottfried Thelen empfing die Gruppe der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH) im Sitzungssaal des Rathauses und übernahm auch selbst die Führung auf dem weitläufigen Plateau des Bleidenbergs. Oberfell wurde bereits 634 erstmals erwähnt, aber was ist das schon im Vergleich zu den 800 000 Jahren Menschheits- und Besiedlungsgeschichte, die sich auf dem Bleidenberg in einer spannenden Zeitreise erleben lässt? Von der Altsteinzeit bis in die jüngste Vergangenheit berichtet ein Themenweg, von dem sich auch immer wieder an exponierten Plätzen herrliche Aussichten ins Moseltal und hinüber zum Maifeld öffnen. Fast immer im Blickfeld: die zweitürmige Burg Thurant über Alken. Mit sogenannten "Blieden" wurde sie einstmals vom Bleidenberg aus unter Beschuss genommen. Blieden - da braucht man nicht lange nachzudenken, woher der Berg seinen Namen hat.

Dass hier einmal der Wald-Elefant, der eine Schulterhöhe von 4,30 Metern besaß, zu Hause war, ist fast kaum zu glauben, aber Funde und Spuren belegen es eindeutig. Mauern aus der Keltenzeit, die fast das ganze Hochplateau umschlossen gibt es an einigen Stellen zu entdecken. Nicht lange suchen muss man freilich nach der Wallfahrtskirche, die auf dem höchsten Punkt des Berges steht und die ihr Überleben wohl nur der großartigen Initiative des Oberfeller Kirchenchores verdankt.

Doch auch in der jüngsten Vergangenheit hat Oberfell wiederholt von sich reden gemacht. 2009/10 regierte Sonja als Deutsche Weinkönigin (sie hat übrigens enge verwandtschaftlichen Beziehungen zu Sayn) und seitdem gibt es in Oberfell auch einen "Königinnen-Wingert", dessen Herrichtung sie tatkräftig unterstütze. Weit über die Landesgrenzen hinaus drang der Ruf Oberfells, als es den Titel "Hammerdorf" gewann. Und da kommt man gleich zu einer der hervorragendsten Eigenschaften des Orts: das Vereinsleben funktioniert exzellent, die Dorfgemeinschaft steht fest zusammen, hier wird viel bewegt.

GGH-Vorsitzender Peter Lindemann dankte Gottfried Thelen bei der Abschlussrast im "Rebstock" für die aufschlussreiche Führung und die vielfältigen Erläuterungen. Der Ortsbürgermeister nahm gerne die Einladung nach Bendorf an und versprach seinen Besuch auf der Freilichtbühne der GGH an den Eisenerzröstöfen im kommenden Sommer. Ein Dank galt auch Vereinsmitglied Friedel Hecken, der die Fahrt angeregt und die Vorbereitungen dazu getroffen hatte.



4. April 2011 - Kleeblatt

Mit der GGH zu den Grabungen am Bleidenberg

Zum Bleidenberg bei Oberfell an der Mosel fährt die Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde am kommenden Samstag, 9. April. Auf dem Bleidenberg haben in jüngster Vergangenheit höchst interessante Grabungen stattgefunden, deren Ergebnisse Zeugnis ablegen über die Keltenzeit. Der Oberfeller Ortsbürgermeister Gottfried Thelen wird die Gäste aus Bendorf willkommen heißen und selbst die Führung auf dem Bleidenberg übernehmen. Bei einer Einkehr in einer Gaststätte in Oberfell können in gemütlicher Runde die Erlebnisse nachwirken.

Treffpunkt ist am Samstag, 9. April, 13 Uhr, auf dem Yzeurer Platz. Dort werden Fahrgemeinschaften gebildet. Die Führung in Oberfell beginnt gegen 14 Uhr. Mitglieder und Freunde der GGH sind willkommen. Nach Möglichkeit Anmeldung bei Peter Lindemann 02622/14564 oder Werner Kutsche 02622/6880.


4. April 2011 - Kleeblatt

Lange Zeit nur dünn oder gar nicht besiedelt

Werner Kutsche referierte u. a. über die Zeit der Franken im heimischen Raum

Bendorf. Nachdem die Römer sich Mitte des 3. bis Anfang des 4. Jahrhunderts aus unserem heimischen Raum zurückgezogen hatten, wurde die rechte Rheinseite beinahe vollkommen entvölkert und die Besiedlung blieb über Jahrhunderte spärlich", betonte der 2. Vorsitzende der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH), Werner Kutsche, im Rahmen seiner Vortragsreihe im großen Sitzungssaal des Bendorfer Rathauses.

Kutsche, der vor rund 30 interessierten Besucherinnen und Besuchern sprach, berichtete weiter: "Erst mit der Festigung des Frankenreiches im 7. und 8. Jahrhundert begann auch auf der rechten Rheinseite des Neuwieder Beckens wieder ein deutlicher Bevölkerungszuwachs. Erst seit dieser Zeit sind bei uns wieder Gräber und materielle Zeugnisse der Geschichte gefunden worden." Auch die drei ehemaligen Bendorfer Höfe - Oberhof, Siegburger Hof und Laacher Hof (Niederhof) - sind seit jener Zeit bekannt und stellten wohl auch die jüngste nennenswerte Besiedlung in der heimischen Gemarkung dar.

Vergleichsweise kleine Höfe, zu denen man die Bendorfer Höfe zählen muss, wurden außer dem Verwalter (Meier) mit seiner Familie noch von 15 bis 20 leibeigenen Arbeitern (Frauen und Kinder eingeschlossen) bewohnt. Eine bauliche Erweiterung des Hofes habe nur selten stattgefunden, berichtete Kutsche weiter. Es wurden vielmehr bei Bedarf einige Arbeitskräfte mit ihren Familien außerhalb des Hofes, aber in dessen Bannkreis, angesiedelt, wo sie nach Anweisungen des Meiers wie bisher ihre Arbeit verrichten mussten..

Die Bewohner dieser Höfe dürften wohl als die ersten echten Siedler im Bereich der heutigen Stadt Bendorf gelten. Eine förmliche Stadtgründung habe nie stattgefunden. Nach Ansicht des Referenten geht der Name Bendorf in seinem ersten Wortteil auf die mittelalterliche Abgabe, die so genannte Bede oder auch Bete und Bethe genannt - zurück. Der dritte Vortrag in dieser Reihe mit Werner Kutsche wird das Thema "Die industrielle Entwicklung Bendorfs" beinhalten. Termin und Ort werden noch bekannt gegeben.


14. März 2011 - Kleeblatt

Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen bei der GGH

Die Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung e.V. (GGH) lädt am Montag, 28. März, 19 Uhr, zu ihrer Jahreshauptversammlung ins Berghotel "Rheinblick auf der Vierwindenhöhe ein. Nach den Berichten des Vorsitzenden, des Kassenwarts und der Kassenprüfer stehen die Wahlen eines neuen Vorstands der GGH auf der Tagesordnung. Vorgestellt und diskutiert werden zudem die bereits geplanten Veranstaltungen des Vereins sowie die Aktivitäten auf der Freilichtbühne an den historischen Eisenerzröstöfen.


9. März 2011 - Kleeblatt

Zeitreise ins Mittelalter

Werner Kutsche (GGH) referiert über die frühe Besiedlung Bendorfs - 2. Vortrag im Rathaus

"Aus der Frühzeit" hatte der 2. Vorsitzende der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH), Werner Kutsche, seinen ersten Vortrag im kleinen Sitzungssaal im Bendorfer Rathaus überschrieben und war damit auf reges Interesse gestoßen. Mit der Besiedlung Bendorfs im Mittelalter setzt er seine Ausführungen am Mittwoch, 16. März, 18 Uhr, im großen Sitzungssaal des Rathauses fort.

Immer wieder wurde und wird aus der Bevölkerung die Frage gestellt, wann Bendorf gegründet worden sei. "Eine förmliche Gründung, die sich sogar mit einem Datum verbinden ließe, hat es aber nie gegeben", betont Werner Kutsche im Vorgriff auf seinen Vortrag. Unbestritten aber sei, dass das Neuwieder Becken, und damit auch das Gebiet des heutigen Bendorfs, schon lange bevor die Römer kamen, besiedelt war. Als sich die Römer und die Mitte des 3. bis zum Beginn des 4. Jahrhunderts zurückzogen, sei die rechte Rheinseite - im Gegensatz zur gegenüberliegenden Seite - weitgehend entvölkert worden, denn es gäbe auf dem Gebiet Bendorfs keinerlei aussagefähigen Bodenfunde, die auf Ansiedlungen hinwiesen. Erst mit der Festigung des Frankenreiches und der Zunahme der Bevölkerung im 7. und 8. Jahrhundert wieder eine verstärkte Besiedlung. Spannende und wechselvolle Zeiten waren das, wie Kutsche in seinem zweiten Vortrag ausführen und anhand von mehreren Karten belegen wird. "Meine Darlegungen sollen keine wissenschaftliche Arbeit darstellen, sondern sie sind das Ergebnis von Beobachtungen, die ich während der vielen Jahre meiner Beschäftigung mit der Heimatgeschichte machen konnte.


21. Februar 2011

GGH-Vortrag in der Seniorenbegegnungsstätte

Werner Kutsche und Otto Michel sind am Donnerstag, 24. Februar, ab 15 Uhr in der katholischen Seniorenbegegnungsstätte von St. Medard im Pfarrheim an der Hauptstraße zu Gast mit einem Vortrag mit vielen Bildern aus Bendorf in den vergangenen Tagen. Der stellvertretende Vorsitzende der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH), Werner Kutsche, und der unermüdliche Forscher nach alten Fotos, Otto Michel, sind ein bestens eingespieltes Team, dem stets große Aufmerksamkeit entgegen gebracht wird. Gäste sind zu dem Vortrag willkommen.


24. Januar 2011 - Kleeblatt

Aus Bendorfs früher Geschichte

Vortrag der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde

Über die frühe Geschichte Bendorfs referiert Werner Kutsche, 2. Vorsitzender der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH), am Montag, 7. Februar 2011, um 18 Uhr im Kleinen Sitzungssaal des Bendorfer Rathauses im Stadtpark. Der Eintritt ist frei. Werner Kutsche beginnt seine Ausführungen mit der Zeit, in der die Römer die heimische Gemarkung betraten. Der Limes als römischer Grenzwall ist zwar das bekannteste Zeugnis aus dieser Zeit, aber bei weitem nicht das einzige. Und nach den Römern ging die Geschichte auch in Bendorf natürlich weiter - der Referent wird unterhaltsam darüber berichten und es anhand von Bildern, vor allem von Kartenmaterial, plastisch vor Augen führen. Eingeladen sind keineswegs nur GGH-Mitglieder, sondern alle Interessenten, die sich mit Bendorfs reicher Geschichte vertraut machen wollen.


2010

22. September 2010 - Kleeblatt

Ein erfolgreicher Bühnensommer

Auch 2011 gibt es wieder ein abwechslungsreiches Programm auf der Freilichtbühne

BENDORF. Die Freilichtbühne an den historischen Eisenerzröstöfen auf der Vierwindenhöhe ist wieder abgebaut. Das Kulturforum der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH) schaut zufrieden auf eine erfolgreiche 2. Spielzeit zurück.

Die Weichen für den nächsten Sommer sind im Wesentlichen bereits gestellt. Ein Theaterstück mit der Gruppe "Findlinge" wird es wieder geben und einige musikalisch-literarische Leckerbissen dazu.

"Angesichts des zurückliegenden Sommers mit seinen fast schon extremen Wetterkapriolen haben wir eigentlich noch viel Glück gehabt", sind sich die Mitglieder des Organisationsteams einig. Dass das Eröffnungskonzert mit der Bergkapelle Bindweide ausgerechnet auf den Tag (10. Juli) fiel, als Bendorf mit 38,8 Grad der heißeste Ort in Deutschland war, hat sicher einige Zuhörer gekostet, aber mit rund 80 Besuchern war das dann doch noch recht ordentlich. Einschneidender war schon der starke Dauerregen am 15. August. Erstmals musste eine Theatervorstellung kurzfristig abgesagt werden, die aber später nachgeholt wurde. Das Konzert mit der Bendorfer Sopranistin Edeltrud Kahn (Begleitung Timo Ziesche am Klavier) war ebenso restlos ausverkauft wie der Auftritt des "Duo Balance". Auch bei den neun Theateraufführungen "Die Erben" mit den "Findlingen" blieben nur selten einige Stühle frei. Bendorfer aus allen Stadtteilen stellten auch diesmal wieder die meisten Besucher, aber: Der Erfolg der Bendorfer Freilichtbühne zieht schon deutlich weitere Kreise, die Zunahme auswärtiger Gäste war überraschend groß.

"Das war nicht zuletzt das Ergebnis einer hervorragenden Öffentlichkeitsarbeit und der Bereitstellung gut aufgemachten Informationsmaterials, wofür in erster Linie unsere Mitglieder Pascal Badziong und Alexandra Menge verantwortlich zeichneten", betont der Vorsitzende der GGH und deren Kulturforums, Peter Lindemann. Das zahlenmäßig kleine Organisationsteam, zu dem auch Marianne Lindemann zu zählen ist, hat ebenso harmonisch wie effektiv zusammengearbeitet. Und es konnte und kann sich auf einen Stab von handwerklich begabten Mitgliedern der GGH verlassen.

Für das neue Stück, das wahrscheinlich den Titel "Die feindlichen Brüder von Bendorf" tragen wird und das sich mit den lange andauernden Streitigkeiten der katholischen und evangelischen Christen um die Kirche St. Medard beschäftigt, hat der Autor Wolfgang Lemhöfer schon die Grundlagen gelegt. Er war auch der Verfasser beider Stücke, die bisher so erfolgreich gespielt wurden. Gut sieht es auch aus, was das Angebot an musikalischen/literarischen Darbietungen angeht. Erfolgversprechende Kontakte sind bereits geknüpft, die Auswahl wird sogar schwer fallen, aber die Verträge werden erst in den kommenden Wochen perfekt gemacht. Alleinige Richtschnur wird auch 2011 wieder sein: gute Unterhaltung für das Publikum, aber kein Klamauk.

Möglich ist das alles freilich nur durch den engagierten Einsatz der ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forums und durch Sponsoren und Gönner, die auf die Zuverlässigkeit der Arbeit des Kulturforums der GGH bauen. Und nicht zuletzt durch die Unterstützung der Stadt Bendorf bei der Nutzung des Geländes rund um die Eisenerzröstöfen.


25. August 2010 Kleeblatt

Am 1. September letztmals "Die Erben" auf der Freilichtbühne

Am Mittwoch, 1. September, 19 Uhr, wird zum allerletzen Mal das Lustspiel "Die Erben: oder ein Testament mit doppeltem Boden" über die Bühne des Kulturforums der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde an den Eisenerzröstöfen gehen. Damit geht auch die Festspielzeit 2010 zu Ende. Karten im Vorverkauf gibt es noch im Bendorfer Buchladen, im Kaufland, im Berghotel "Rheinblick" und bei Peter Lindemann


25. August 2010 Kleeblatt

'Lieder ohne Grenzen' unter freiem Himmel

"Duo Balance'' und Dirko Juchem rundeten Festspielsaison

Auf der Bendorfer Vierwindenhöhe wurde es am vergangenen Wochenende musikalisch und die Gäste der "Festspiele am Rheinblick'' erlebten ein Sommerabendkonzert im traumhaften Ambiente mit Rheinblick. Das "Duo Balance" und Dirko Juchem gastierten auf der Freilichtbühne zwischen den historischen Eisenerzröstöfen und im Zuschauerbereich war kein Platz mehr frei.

Bei herrlichem Sommerwetter präsentierte das "Duo Balance" zusammen mit Freund und Kollege Dirko Juchem einen Lieder- Chanson- und Songabend, der mit seiner außergewöhnlichen Programmatik jedes Genres der Musikgeschichte abzudecken verstand. Christine Maringer-Tries und Hans-Peter Tries sind als preisgekröntes "Duo Balance" an Rhein und Mosel bestens bekannt und zusammen mit Saxophonist und Flötist Dirko Juchem wird ein Abend mit den drei Ausnahmemusikern zu einem unvergesslichen Erlebnis. Christine Maringer-Tries verfügt über die Macht kraft ihrer Stimme und ihres Körpers einen Zauber zu versprühen, der jeden Zuhörer in seinen Bann zieht und während Ehemann Hans-Peter an der Gitarre begleitet rundet Dirko Juchem rhythmisch ab. Mit französischen Chansons gelingt der Auftakt auf der Bendorfer Freilichtbühne. Christine Maringer-Tries lebt die kleinen Geschichten der Chansons. Emotion pur. In die höchsten Höhen hinauf und in die tiefsten Tiefen hinab. Ihre gesangliche Wandlungsfähigkeit scheint unermesslich zu sein. Solistisch trat auch Flötist Juchem immer wieder in den Vordergrund, denn neben der Begleitung präsentierte er seine in Deutschland einma-lige Spieltechnik. Beim Jazz-Flut-Beat-Boxing" erzeugt Juchem mit der Flöte eine Melodie und unterlegt einen Beat mit dem Mund, sodass wilde Kompositionen die Gäste ins Staunen versetzten. Das abwechslungsreiche Programm beschränkte sich aber keinesfalls auf französische Chansons, sondern deutsche Lieder wie "Die Brücke über den Main" oder englischsprachige Songs von "Simon and Garfunkel" sorgten für eine ideale Mischung. Mit "das Leben ist eine Reise, die heimwärts führt", kündigte Hans-Peter Tries "Penelopes Song" an und Sängerin Christine besang die Heimkehr Odysseus' herbei. Nächster Halt der musikalischen Reise war Brasilien und die Musiker erzählten die Geschichte von "The girl from Ipanema" in einer französischen Version, die sich fabelhaft in den Abend einfügte. Die einprägsame Rhythmik verdeutlichte einmal mehr, dass die "Balance" zwischen den Künstlern perfekt war. Getragen von Maringer-Tries' warmer und mit sanftem Timbre ausgestatteten Stimme wurde der Georg Gershwin-Klassiker "Summertime" in einer ganz speziellen Interpretation zu einem musikalischen Genuss und begleitet vom dynamischen Spiel der beiden Herren durfte bei einem Chansonabend natürlich auch ein Klaus Hoffmann-Hit nicht fehlen.

Neben den musikalischen Genüssen hatte sich das Kulturforum der GGH Bendorf e.V. ein weiteres Highlight einfallen lassen. Die niveauvolle Verbindung von Weinerlebnis und Konzertgenuss wurde mit einem luxemburgischen Riesling geschaffen, der in der Region unbekannt ist. Mit Abi Duhr's "Riesling Fels 2007 Chateau Pauque" wurde ein einzigartiger Dialog aus Musik und Wein kreiert, der neben der erstklassigen Musik des "Duo Balance" und Dirko Juchem auch die Weinbauregion Luxemburger Mosel in den Mittelpunkt rückte. Die Begeisterungsstürme des Publikums ließen weitere Zugaben erklingen, bevor der märchenhafte Sommerabend bei den "Festspielen am Rheinblick" ein Ende fand.


19. August 2010 Blick Aktuell

Edeltrud Kahn und Timo Ziesche verzauberten das Publikum mit Musik

Das Kulturforum der GGH Bendorf organisierte das erste offizielle Konzert am Rheinblick

Edeltrud Kahn, Sopranistin und Timo Ziesche, am Klavier verzauberten am vergangenen Samstag nicht nur eine Person, sondern ihr ganzes Publikum. Im Rahmen der Festspiele am Rheinblick organisierte das Kulturforum der GGH Bendorf den Abend. Allen voran Peter Lindemann, erster Vorsitzender des Kulturforum, durch dessen Einsatz die Freilichtbühne überhaupt erst ermöglicht wurde. Das Konzert war die erste offizielle Musikvorführung auf der jungen Bühne. Das besondere Ambiente zwischen den historischen Eisenerz-Röstöfen auf der Vierwindenhöhe, wurde durch die Akustik der perfekten Vorführung noch übertroffen. Das klassische gemischte Programm kam dabei ohne Verstarker, Mikrofon oder anderen technischen Hilfsmitteln aus, Die strengen Auflagen der seit 1983 unter Denkmalschutz gestellten Röstöfen wurden penibel eingehalten. Lindemann freut sich über die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Bendorf und insbesondere über die Unterstützung durch Bürgermeister Michael Syre. Seit 2009 finden zwölf Veranstaltungen jährlich, ausgerichtet vom Kulturforum, statt. Das ausverkaufte Konzert wurde von Lindemann durch das Programm geführt. Er beließ es nicht dabei nur flüchtig die Komponisten der jeweilig ausgewählten Stücke anzusagen. Lindemann erzählte in kurzen Sätzen etwas über die jeweiligen Schöpfer der ausgewählten Lieder und Stücke aus Opern und Operetten. Beispielweise die jeweilige Uraufführung sowie den Inhalt der Oper. Unter leicht bewölkten Himmel berichtete Lindemann auch über bemerkenswerte Dramen im Leben der Komponisten. Im Anschluss erklang wieder die ausgebildete Sopranstimme von Kahn die von Ziesche am Klavier begleitet wurde.

Ein bemerkenswerter Lebenslauf
Kammersänger Christo Bajew unterrichtete Kahn bereits im Alter von sechzehn Jahren in Koblenz. Sie studierte an der staatlichen Musikhochschule in Köln. Ihre Hauptfächer waren Gesang und Klavier. Beim Landeswettbewerb in Rheinland-Pfalz des Verbandes Deutscher Musikerzieher und konzertierender Künstler im Fachgebiet "Gesang, Oper, Konzert und klassische Operette" konnte sie mehrfach den ersten Preis erzielen. Mit ihrem ausdrucksvollen und starken Sopran gewann Kahn verschieden internationale und nationale Preise unterschiedlicher Wettbewerbe. Im Femsehen und Rundfunk rückten Produktionen nach. Seit 1989 ist Kahn Ensemble-Mitglied in der Oper Bonn. Doch dass sie aus Bendorf kommt, hat sie nicht vergessen. Sie trat gerne in ihrer Heimat auf. Eine gute Stimmung unterstrich die bravouröse Gesangsvorstellung. Auch das gute Miteinander zwischen Kahn und dem Koblenzer Ziesche war sichtbar und trug zu einer brillanten Atmosphäre bei. Ziesche übte seinen Zivildienst in Bendorf aus. Im Anschluss studiert er katholische Theologie in München sowie Kirchenmusik. Oft begleitete er Chöre und bekannte Solisten mit der Orgel oder dem Klavier. Seit 2008 ist er als Gymnasiallehrer im Schuldienst in Rheinland-Pfalz tätig. Das Publikum, eingenommen, von der Schönheit der eindrucksvollen, abwechslungsreichen Musik, wartete regelrecht auf eine Zugabe die mit lautem Beifall gefördert wurde. Vorangegangene Stücke von beispielsweise Anton Dvorak (1841 -1904) "Lied an den Mond" aus "Rusalaka", Georg Gershwin (1898-1937) "Summertime" aus "Porgy and Bess" oder von Andrew Lloyd Webber "Memory" aus "Cats" waren so hervorragenden vorgetragen worden, dass das Publikum noch mehr hören wollte. Zwischen den drei Stücken die als Zugabe gewählt worden waren, bekamen die Musiker Rosen von Kindern überreicht. Auch Lindemann gab seiner Anerkennung durch einen Blumenstrauß für die Dame und einer Flasche Wein für den Herrn preis.

Das Kahn sich wie zu Hause fühlte zeigte sie auf humorvolle Weise zwischen den Zugaben: "Gibt es hier irgendwo einen Arzt, teils meine Stimme versagt?" Eine Frage, die für viele Lacher sorgte. "Super, toll, Klasse, ein regelrechtes Gänsehautgefühl hat mir die Stimme verpasst", dass waren Meinungen aus dem Publikum. Die damit sicher nicht nur die Musiker lobpreisten, sondern zeigten, wie wertvoll die Freilichtbühne und die Arbeit des Kulturforums sind. Weiter Informationen zu kommenden Events auf der Freilichtbühne erhält man unter http://www.kulturforum-bendorf.de
-Schulze-


11. August 2010 Kleeblatt

Zusatzvorstellung auf der Bendorfer Freilichtbühne

Bendorf. Wegen des anhaltend großen Interesses an dem Theaterstück "Die Erben: oder ein Testament mit doppeltem Boden" auf der Freilichtbühne am Rheinblick gibt es noch eine zusätzliche Vorstellung am Sonntag, 22. August 2010, 19 Uhr. Der Vorsitzende der " Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung" und deren Kulturforums der GGH, Peter Lindemann, sagte zu dem bisherigen überwältigenden Erfolg: "Es ist schon eine großartige Sache, auch im zweiten Jahr des Bestehens der Freilichtbühne an den historischen Eisenerzröstöfen so viel Anklang in der Bevölkerung zu finden, dass wir bei der Zahl der Aufführungen wiederum zulegen müssen." Natürlich sei das eine erfreuliche Bestätigung für die hervorragenden Leistungen der Theatergruppe "Findlinge" und für den Autor des Stückes Wolfgang Lemhöfer. Die Gruppe, die dankenswerterweise im AWO-Seniorenzentrum einen Proberaum mit Bühne und einen Raum für ihre Requisiten zur Verfügung gestellt bekommen habe, fühle sich nicht nur in Bendorf gut aufgenommen, sondern geradezu heimisch, sagt der GGH-Vorsitzende weiter. Schon jetzt werde über das Stück für die nächste Spielzeit nachgedacht.

Doch zunächst gibt es noch die Vorstellungen am kommenden Freitag, 13. und Sonntag 15. August, jeweils um 19 Uhr. Dafür gibt es noch einige wenige Karten an den Vorverkaufsstellen "Bendorfer Buchladen" im Kaufland, Berghotel "Rheinblick"

Die Zusatzvorstellung am Sonntag, 22. August, ist dann unwiderruflich die letzte in diesem Jahr auf dieser Bühne. Karten dafür gibt es ebenfalls an den bereits genannten Vorverkaufsstellen.


11. August 2010 - Bendorfer Vallendarer Rundschau

Ein Sommerabendkonzert

Edeltrud Kahn und Timo Ziesche auf der Freilichtbühne in Bendorf

BENDORF. Zu einem Sommerabendkonzert mit der Sopranistin Edeltrud Kahn und dem Pianisten Timo Ziesche lädt das Kulturforum der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde am Samstag, 14. August (19 Uhr), auf seine Freilichtbühne am Rheinblick auf der Vierwindenhöhe ein.. Bekannte und beliebte Arien aus Oper und Operette sowie Lieder berühmter Komponisten stehen auf dem Programm.

Mit ihrem starken und ausdrucksvollen Sopran begeistert Edeltrud Kahn ihr Publikum immer wieder. Ihren ersten Gesangsunterricht erhielt die Sängerin, die seit 1989 Ensemble-Mitglied der Oper Bonn ist, im Alter von 16 Jahren von Kammersänger Christo Bajew in Koblenz. Es folgte ein Studium an der Staatlichen Musikhochschule in Köln, wiederholt gewann sie den 1. Preis beim Landeswettbewerb des Verbandes deutscher Musikerzieher und konzertierender Künstler im Fachgebiet "Gesang, Oper, Konzert und klassische Operette". Edeltrud Kahn war zu dem Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbands in Bayreuth und erfolgreiche Teilnehmerin in zahlreichen Meisterkursen bei bekannten Sängern wie Erika Köth und Prof. Esther Rethy. Nach dem Gewinn verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerbe folgten Rundfunk- und Fernsehproduktionen.

Von dem Pianisten und Organisten Timo Ziesche lässt sich Edeltrud Kahn besonders gerne begleiten. Der in Koblenz geborene, in Bendorf aufgewachsene Musiker erhielt bei Hanno Scherhag Klavier- und bei Kantor Gisbert Wüst Orgelunterricht. Er studierte Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und Kirchenmusik an der Staatlichen Musikhochschule. Nach dem Studium war Ziesche Chorregent an der Stadtpfarrkirche Heilig-Geist am Münchner Viktualienmarkt und vertrat zudem den Domorganisten an der Frauenkirche. Seit 2008 ist er Gymnasiallehrer im rheinland-pfälzischen Schuldienst.

Wer an diesem Abend noch etwas länger auf der Vierwindenhöhe bleibt, kann von dort aus den heimkehrenden Schiffskonvoi auf dem Rhein nach dem Feuerwerk auf Ehrenbreitstein vorüberziehen sehen.

Infos und Karten: Bendorfer Buchladen im Kaufland, im Berghotel "Rheinblick" (02622/127 127)        -jw-


11. August 2010 Bendorf - Vallendarer Rundschau

Chansons auf der Freilichtbühne in Bendorf

"Lieder ohne Grenzen'' mit dem Duo Balance und Dirko Juchem

-bad- Bendorf. Die Freilichtbühne bei den "Festspielen am Rheinblick" des Kulturforums der GGH Bendorf e.V. wurde bislang zur Theaterstätte. In diesem Jahr wird das Angebot um weitere musikalische Programmpunkte erweitert, sodass jeder Musikgeschmack auf seine Kosten kommen wird. Nach einem Opern-Operetten- und Liederabend mit der Bendorfer Sopranistin Edeltrud Kahn (14. August, 19 Uhr), gastiert am 20. August, um 19 Uhr das Duo Balance und Dirko Juchem auf der Bühne auf der Vierwindenhöhe. Seit mehr als 20 Jahren stehen Christine Maringer-Tries und Hans-Peter Tries als Duo Balance gemeinsam auf der Bühne. Das sympathische Gesangsduo wurde 1987 mit dem 1. Preis der Internationalen Talentbörse in Mainz ausgezeichnet. 1991 waren die beiden Preisträger bei der Hanns-Seidel-Stiftung in der Sparte Chanson. Durch viele Konzerte im In- und Ausland und durch mittlerweile 7 CD-Produktionen hat sich das Duo Balance einen Namen gemacht. Mit gefühlvoller Chansonmusik verstehen es Christine Maringer-Tries und Hans-Peter Tries immer wieder, ihr Publikum einen Abend lang zu verzaubern. In ihrem Programm "Lieder ohne Grenzen" wird eine Liedauswahl der aktuellen CD "Grenzenlos" vorgestellt. Der Titel des Albums ist in mehrfacher Hinsicht Programm. Grenzenlos ist nicht nur der Sprachreichtum der ausgewählten Lieder - französische Chansons stehen neben deutschsprachigen Stücken und englischen Balladen - sondern auch das Spektrum der musikalischen Stilrichtungen, die das Duo Balance präsentiert. Seit 1993 wird das Ensemble von dem virtuosen Querflötisten und Saxophonisten Dirko Juchem begleitet, der mit seinen Instrumenten den Liedern, Songs und Chansons eine ganz besondere Klangfarbe gibt. Erleben Sie auf der Bendorfer Vierwindenhöhe einen Hauch französisches Lebensgefühl und einen unvergesslichen musikalischen Abend. Zur Einstimmung auf das Konzerterlebnis ist ein Glas Wein bereits im Eintrittspreis enthalten.

Karten im Vorverkauf für dieses großartige Sommerabendkonzert gibt es für 12 Euro (inkl. 1 Glas Wein) im Bendorfer Buchladen im Kaufland, im Berghotel "Rheinblick" (02622/127 127)


2010-08-11 Kleeblatt

"Erben" und noch einmal erben

BENDORF. Es nimmt kein Ende mit den "Erben". Die Premiere war schon voll, auf der Freilichtbühne am Rheinblick. Aber die weiteren Vorstellungen sind noch voller.

Wenn das Wetter so schön mitspielt wie am letzten Freitag, dann muß auch der letzte Winkel noch bestuhlt werden, damit alle zuschauen können, die das gerne wollen. Es ist aber auch zu schön, was "die Findlinge" da auf die Bretter stellen. Wie der Streit der erbenden Geschwister - kaum ist die Beerdigung vorbei - heftig ausbricht, so daß keine Einigung möglich scheint, und wie dann doch durch ein "Testament mit doppeltem Boden" eine Lösung herbeigeführt wird, an die niemand gedacht hat, das ist amüsant und bleibt im Gedächtnis. Heiterkeit und Überraschung erleben die Zuschauer, und menschliche Befriedigung, wenn der Standesdünkel der "Cousine Emma" vom Sockel gestoßen wird. Renate Steinkamp spielt diese anspruchsvolle Rolle bravourös. Aber auch die anderen Spieler haben sich den Applaus redlich verdient, den die Besucher reichlich spenden. Zwei Vorstellungen stehen noch auf dem Programm: 13. und 15. August, jeweils um 19 Uhr. Jetzt wird wegen der starken Nachfrage noch eine zusätzliche Vorstellung angesetzt: am Sonntag, dem 22. August. Wenn das Wetter nicht so günstig ist, wie jeder das hofft, wenn es doch tatsächlich regnet, dann hält der Veranstalter leichte Capes bereit, die für einen Euro erworben werden können.

Der Vorverkauf läuft an den bekannten Stellen: im Bendorfer Buchladen im Kaufland und im Berghotel Rheinblick auf der Vierwindenhöhe.       -rei-


22. Juli 2010 "Blick aktuell" - Die Heimatzeitung"

Theaterpremiere an historischer Stelle

Bendorfer Stadtgeschichte wird lebendig -
"Die Findlinge" präsentieren neue Inszenierung

Bendorf. "Mariechen sass weinend im Garten, im Grase, da schlummert ihr Kind..", singt Katharina, Küchenmagd bei den Mennigens. Sie hat viel Arbeit im Weingut, ist verwitwet und ihr Sohn Valentin hat mehr Herz als Verstand - dennoch ist sie nicht verzagt. Die Zeiten im 19. Jahrhundert waren hart. Das weiss auch Wolfgang Lehmhöfer. Er erdachte sich das Stück "Die Erben oder: das Testament mit doppelten Boden" ein Lustspiel in drei Akten. Die neue Freilichtbühne an den Eisenerzöfen auf der Bendorfer Vierwindenhöhe war am Sonntagabend der Premierenort des Stückes vor ausverkauftem Haus. "Die Findlinge", eine Theatergruppe, die schon seit vielen Jahren in verschiedenen Gruppen und Häusern Bühnenerfahrungen sammeln konnten, spielen zum zweiten Mal mit einem Stück an der historischen Stätte.

Beide Inszenierungen haben etwas Besonderes, denn der Reiz liegt - neben erstklassigem schauspielerischem Können - an der Geschichte und dem Ort der Freilichtbühne. Autor Lehmhöfer lässt die Bendorfer Geschichte lebendig werden. Im Sommer 2009 zieht ein junger Bergmann im Jahre 1915 freiwillig in den ersten Weltkrieg. Im neuem Stück wird die Stadtgeschichte erweckt, wenn der Weinbauer und der Fährmann, längst ausgestorbene Berufe in Bendorf, ihre Geschichten erzählen und die Zuschauer an ihrem Leben teilnehmen lassen.

"Festspiele am Rheinblick"

Veranstaltet wird die Theaterreihe im Rahmen von "Festspiele am Rheinblick" vom Kulturforum der GGH Bendorf. (Gesellschaft für Geschichte und Heinatkunde von Bendorf und Umgebung) Erster Vorsitzender ist der Journalist und Autor Peter Lindemann. Dieser begrüsste die Zuschauer bei der ausverkauften Premiere. An den Eisenerzöfen war früher die Grube "Werner", die 1915 stillgelegt wurde. Hier floss kein Theaterblut, sondern der Schweiss von sehr hart arbeitenden Männern und Frauen.

Die "Findlinge" bringen in ihrer neuen Inszenierung auf ganz grossartige Weise das rüber, was der Autor transportieren will. Wie in jeder Stadt und jedem Dorf lebten auch in Bendorf Menschen, die ihre Geschichte haben - und es lohnt sich, diese zu hören und mitzuerleben.

Bei den Mennigens stirbt der Opa und bald gibt es Streit um das Erbe. Doch Opa hat zum Glück ein Testament gemacht - allerdings mit einer kleinen Auflage und einem Zusatztestament, dass für Überraschungen sorgt.

Grosse schauspielerische Leistung zu erleben

Regie führt im neuen Stück Patrick Dollman, der auch die Rolle von Valentin übernommen hat. Jonathan Mennigen wird von Wolfgang Lehmhöfer gespielt, sein Bruder Albert von Thomas Krämer, Dorothea Mennigen ist Christiane Brühl, Emma Mennigen Renate Steinkamp, Gerlind Wriedt spielt die Rolle der Küchenmagd Katharina.

Allesamt sind sie für ihre schauspielerischen Leistungen zu beglückwünschen. Inszenierung, Ausdrucksvermögen, Textsicherheit und Spielfreude gepaart mit einer schönen, an historischen Begebenheiten angelehnte Geschichte, machen das Theatererlebnis perfekt.

Neben der Premiere gibt es noch acht Aufführungen an der Freilichtbühne bei hoffentlich so gutem Wetter wie letztes Jahr.

Die Bühne ist überdacht - der Zuschauerraum wird umspannt vom natürlichen Blau des Himmels. Und falls dieser einmal nicht so blau sein sollte, wird es unter einem mitgebrachtem Regenschutz noch viel gemütlicher an der kleinen Freilichtbühne auf den Höhen von Bendorf. Karten gibt es an der bekannten Vorverkaufsstellen.



14. Juli 2010 - Rheinzeitung - Koblenz und Region

Neues Theaterstück feiert am Sonntag in Bendorf Premiere

Nach dem erfolgreichen ersten Jahr der Freilichtbühne an den historischen Eisenerzröstöfen auf der Vierwindenhöhe in Bendorf ist am Sonntag, 18. Juli, um 19 Uhr die Premiere des neuen Theaterstücks. Die Verantwortlichen aus den Reihen des Kulturforums der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung haben an ihrem Konzept festgehalten und setzen auf die Symbiose von Natur, historischer Spielstätte und moderner Unterhaltung. "Die Findlinge" zeigen das Lustspiel "Die Erben oder: Ein Testament mit doppeltem Boden" von Autor Wolfgang Lemhöfer.

Weitere Vorstellungen sind am 23., 25. und 30. Juli sowie am 1., 6., 8., 13 und 15. August, jeweils um 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr. Karten (10 Euro im Vorverkauf) gibt es im Bendorfer Buchladen (Kaufland), im Berghotel Rheinblick, bei Peter Lindemann (Tel. 02622/145 64) und unter "kulturforum-bendorf@t-online.de". Infos im Internet unter http://www.kulturforum-bendorf.de


09. 06. 2010 Kleeblatt

Freilichtbühne wurde bereits aufgebaut

Lustspiel mit Theatergruppe "Findlinge" - drei musikalische Aufführungen - Vorverkauf läuft

-pli- Bendorf. Nachdem die organisatorischen Vorbereitungen und die Programmgestaltung seit Monaten im Gange sind, haben jetzt Mitglieder der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung e.V. (GGH) mit den praktischen Arbeiten begonnen.

In der vergangenen Woche konnte bereits der Bühnenkörper an den historischen Eisenerzröstöfen errichtet werden, damit die Theatergruppe "Findlinge" ihre Proben für das neue Stück nun an Ort und Stelle fortsetzen kann. Mit dem neuen Stück "Die Erben oder: ein Testament mit doppeltem Boden" (acht Aufführungen ab 18. Juli) hoffen die GGH, das Kulturforum der GGH und die Findlinge, ihre Publikum ebenso begeistern zu können wie mit dem Stück "Ein Bergmann in Bendorf" im vergangenen Jahr. Dass es sich diesmal um ein Lustspiel handelt, wird den Wünschen vieler Besucher sicher entgegenkommen.

Aber schon der Auftakt am Samstag, 10. Juli, 16 Uhr, auf der großen Wiese am Berghotel "Rheinblick" dürfte ein echter Knüller werden, wenn die Bindweider Bergkapelle 1876 Malberg "Glück auf" in historischer Bergmannskluft ein großes Konzert gibt. Mit dem Opern-, Operetten- und Liederabend mit der Bendorfer Sopranistin Edeltrud Kahn am 14. August, 19 Uhr, und mit dem Gastspiel von "Duo Balance" (20. August, 19 Uhr) warten musikalische Glanzlichter auf die Besucher. Für alle Aufführungen gibt es bereits Karten im Vorverkauf im Bendorfer Buchladen im Kaufland, Berghotel "Rheinblick" auf der Vierwindenhöhe und per e-mail: kulturiorum-bendorf@tonline.de. Auch telefonisch können Karten bestellt werden beim Vorsitzenden der GGH Peter Lindemann, 02622/14564. Inzwischen wurden auch die ersten Flyer in Geschäften ausgelegt und Plakate aufgehängt.


26. 05. 2010 Kleeblatt

Kulinarischer Genuss - Geschichte - heiteres Theater

"Findlinge" und GGH präsentieren "Mai-Kultur" auf der Vierwindenhöhe am kommenden Samstag.

-pli- Bendorf. Ob man das ganze Programm belegt, das am kom-menden Samstag, 29. Mai um 16 Uhr mit einer "Rustikalen Vesper" im Berghotel Rheinblick beginnt, mit einer Führung an den Eisenerzröstöfen fortgesetzt wird und mit dem heiteren Theater "Sketch Ab" endet, kann jeder wählen wie er es am liebsten möchte. Ein unterhaltsamer Nachmittag und/oder Abend wird es allemal werden.

Die Theatergruppe "Findlinge", die Bendorfer Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde (GGH) und das Berghotel "Rheinblick" haben sich zusammengetan und bieten abwechslungsreiche Stunden zum Ende des Monats Mai. Der Nachmittag beginnt um 16 Uhr im Berghotel "Rheinblick" mit einer rustikalen Vesper besonderer Güte inklusive einem Getränk. Danach führen (gegen 18 Uhr) die Kenner der Heimatgeschichte der GGH die Besucher von den historischen Eisenerzröstöfen - an denen im kommenden Juli/August wieder die Freilichtspiele durchgeführt werden - zum ehemaligen Grubenhaus neben dem AWO-Seniorenzentrum und erzählen Wissenswertes und Unterhaltsames über den Bergbau in Bendorf. Den herrlichen Panoramablick von der Höhe ins Rheintal gibt's gratis dazu. Ab 20 Uhr zeigt dann die Theatergruppe "Findlinge" auf der Bühne in der ehemaligen Cafeteria des AWO-Seniorenzentrums ihr heiteres Programm "Sketch Ab", das ganz sicher für viele Lacher sorgen wird.

Für das gesamte Programm sind Euro 23,50 zu entrichten. Wer ausschließlich deftig vespern will, ist mit 13.50 Euro dabei; und wer nur das heitere Theater sehen möchte, zahlt 10 Euro (ermäßigt 8 Euro). Die Führung der GGH ist in allen Fällen kostenlos. Entsprechende Eintrittskarten sind zu bekommen im Bendorfer Buchladen, im Berghotel Rheinblick, im AWO-Seniorenzentrum und an der Tageskasse.


26. 05. 2010 Kleeblatt

Lebendige Historie in der alten Porz

Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde Bendorf (GGH) zu Gast in Isenburg

-pli- Bendorf/Isenburg. Enge Kontakte zu Isenburg im Sayntal und namentlich zum dortigen Heimatforscher Eugen Wasser unterhält die Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH) schon seit geraumer Zeit. Sie wurden erneut gepflegt durch einen Besuch in der "alten Porz", in der Isenburger Heimatfreunde ein bemerkenswertes kleines Museum zur Ortsgeschichte eingerichtet haben.
Die "alte Porz" ist Teil der einstigen Ortsbefestigung von Isenburg und verfügt in ihrem Obergeschoss über zwei kleine, aber feine Räume, wie man sie sich für eine heimatkundliche Sammlung schöner gar nicht wünschen könnte. Die 17 mitgereisten GGH-Mitglieder unter der Leitung des 2. Vorsitzenden der GGH, Werner Kutsche, mussten sich wegen der räumlichen Enge allerdings in zwei Gruppen aufteilen lassen. Die unter dem Torbogen zunächst warten mussten, nahmen das aber trotz Regen, Wind und "lausigen" Temperaturen mit Humor.
Die "Nagelschmieden" waren es, die in der Vergangenheit das Handwerk in dem Ort an Iser- und Saynbach prägten, wie Eugen Wasser unter anderem erläuterte. Die fertigen Produkte wurden zum Teil von Wanderverkäufern aus dem Rucksack heraus feilgeboten, wie den noch vorhandenen Auftrags- und Lagerbüchern - das älteste datiert aus dem Jahr 1848 - zu entnehmen ist. Schuster versahen ihr Handwerk nicht selten in der heimischen Küche unter sehr beengten Verhältnissen, wie Wasser weiter erklärte und verwies dabei auf die beispielhafte kleine Schusterwerkstatt in der alten Porz. Die Küche beinhaltet übrigens auch einen Herd aus der Mülhofener Concordiahütte. Ein Eckchen im Heimatmuseum ist zudem Ausstellungsstücken aus der Isenburger Kirche gewidmet. Zahlreiche Exponate im Isenburger Heimatmuseum stammen aus Spenden von Bürgern, einige aber auch vom Museum Neuwied. Die Bendorfer Gäste staunten, wie viele Ausstellungsstücke auf kleinem Raum nach einem durchaus schlüssigen Konzept untergebracht werden konnten und zollten den Isenburger Heimatkundlern Respekt und Anerkennung. Vor allem aber dankten sie Eugen Wasser für seine fachkundigen Führungen.

Nach unterhaltsamer Kost für den Geist gab es in der Fischerhütte Meißel im Isenburger Isertal Leckeres für Leib und Seele. Hier ließen die GGH-Mitglieder einen informativen Nachmittag ausklingen und feierten einen unterhaltsamen Abschluss bei angenehmen Gesprächen und unterhaltsamen Diskussionen.


23. 05. 2010 Supersonntag

Freilichtbühne auf der Vierwindenhöhe lockt wieder nach Bendorf Theater mit Rheinblick

Bendorf. In dieser Woche hat der Kartenvorverkauf für die Freilichtsaison auf der Vierwindenhöhe begonnen.

-koe- Die "Festspiele am Rheinblick" bieten im Juli und August wieder Theater, Musik und lauschige Sommerabende für Freunde des Freilichttheaters - immer inclusive eines tollen Blicks auf den Rhein. Nach dem überwältigenden Erfolg im ersten Jahr des Bestehens der Freilichtbühne auf der Vierwindenhöhe, haben sich die Macher aus den Reihen des Kulturforums der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde (GGH) Bendorf e.V. ein abwechslungsreiches Programm einfallen lassen. Möglichst vielen, verschiedenen Geschmäckern soll an den sechs Wochenenden Rechnung getragen werden.

Während im vergangenen Jahr ausschließlich die Theaterkunst im Vordergrund stand, wird es jetzt auch musikalisch. Lieder, Songs und Chansons erklingen beispielsweise, wenn das "Duo Balance" und Dirko Juchem die Gäste mit auf eine musikalische Reise ins Nachbarland Frankreich nehmen (20.8.2010). Ein stimmgewaltiger Abend verspricht auch der Opern-, Operetten- und Liederabend mit der Bendorfer Sopranistin Edeltrud Kahn zu werden (14.8.2010).

Theater wird natürlich auch wieder gespielt. Die Theatergruppe "Die Findlinge" führt "Die Erben oder: Ein Testament mit doppeltem Boden", ein Lustspiel in drei Akten von Wolfgang Lemhöfer auf.
Karten sind erhältlich im Bendorfer Buchladen, im Berghotel Rheinblick oder per Mail an: kulturforum-bendorf@t-online.de.

Weitere Infos gibt es auch unter http://www.kulturforum-bendorf.de


Programmflyer stellt Spielzeit der "Festspiele am Rheinblick" vor

Die Internetseite "http://www.kulturforum-bendorf.de" der Gesellschaft für Heimatkunde und Geschichte von Bendorf und Umgebung geht an den Start

-alm- Bendorf. Der Sommer auf der Vierwindenhöhe wartet mit Theater, Musik und lauschigen Sommerabenden auf die Freunde des Freilichttheaters. Die "Festspiele am Rheinblick" oder besser gesagt, die Festspiele bei denen der Rheinblick bei allen Veranstaltungen inklusive ist, geben schon jetzt einen Ausblick auf das Festivalprogramm. An sechs Wochenenden im Juli und August steht der Kulturgenuss unter freiem Himmel im Vordergrund. Nach dem überwältigenden Erfolg im ersten Jahr des Bestehens der Freilichtbühne auf der Vierwindenhöhe, haben sich die Macher aus den Reihen des Kulturforums der GGH Bendorf ein abwechslungsreiches Programm einfallen lassen. Möglichst vielen verschiedenen Geschmäckern soll Rechnung getragen werden. Während im vergangenen Jahr ausschließlich die Theaterkunst in Form des heimatgeschichtlichen Stückes "Ein Bergmann in Bendorf" zu sehen war, wird das Angebot im Sommer 2010 um musikalische Auftritte erweitert werden. Lieder, Songs und Chansons erklingen beispielsweise, wenn das "Duo Balance" und Dirko Juchem die Gäste mit auf eine musikalische Reise ins Nachbarland Frankreich nehmen (20.8.). Ein stimmgewaltiger Abend verspricht auch der Opern-, Operetten- und Liederabend mit der Bendorfer Sopranistin Edeltrud Kahn zu werden (14.8.).

Um sich einen besseren Überblick über die musikalischen Veranstaltungen, als auch die verschiedenen Termine der Theateraufführungen der "Findlinge" zu verschaffen, liegt ab sofort in vielen Bendorfer Geschäften der druckfrische Programmflyer des Kulturforums zur kostenlosen Mitnahme aus. Alle Informationen auf einen Blick lassen hoffentlich keine Fragen mehr offen. Ein kurzer Einblick zur Thematik des diesjährigen Theaterstücks, alle Termine, Preise und Uhrzeiten sind darin, nebst Vorverkaufsstellen zu finden. Karten können allerdings auch telefonisch und per Email reserviert werden.

www.kulturforum-bendorf.de: Die Website des Kultuforums der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung e.V. ging in der vergangenen Woche offiziell an den Start. Damit präsentieren sich das Kulturforum und die "Festspiele am Rheinblick" auch im Internet. "Die Chancen der vernetzten Welt nutzen", so lautet die Meinung der Verantwortlichen des Kulturforums. Dieses attraktive Fleckchen Erde bietet mit dem fantastischen Blick auf den Rhein und die Region einen wunderbaren Platz um Menschen, Musiker, Schauspieler und Kulturgenießer zusammen zubringen. Das Internet bietet die Möglichkeit die Freilichtbühne weiter publik zu machen und Besucher außerhalb Bendorfs dorthin einzuladen. Einen Klick wert ist diese Seite allemal, denn neben der Geschichte der Eisenerzröstöfen, hält sie viele Informationen zur Bühnensaison 2010 bereit und ist mit Texten und Bildimpressionen der perfekte Vorgeschmack auf die "Festspiele am Rheinblick".

Der Kartenvorverkauf startet am 17. Mai. Karten sind erhältlich im Bendorfer Buchladen, im Berghotel Rheinblick
oder per Mail an: kulturforum-bendorf@t-online.de


02.05.2010 Kleeblatt

Bendorfer Freilichtspiele beginnen am 10. Juli

Beim Lustspiel "Die Erben" mit der Theatergruppe "Findlinge" ist das Amüsement des Publikums garantiert.

Konzert einer Bergmannskapelle eröffnet das Programm - Theatergruppe "Findlinge" präsentiert "Die Erben"

-pli- Bendorf. Spannend, unterhaltsam, humorvoll wird es im kommenden Sommer auf der Freilichtbühne an den historischen Eisenerzröstöfen auf der Bendorfer Vierwindenhöhe zugehen. Das Kulturforum der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH) fiebert selbst schon dem 10. Juli entgegen, wenn mit einem großen Konzert der Bergmannskapelle der Grube "Bindweide" (Steinebach/Sieg) die rund siebenwöchige Spielzeit auf der Freilichtbühne eröffnet wird.

Kaum etwas kann eine Familie so durcheinanderbringen wie eine Erbschaft. Und wenn der Erblasser auch noch ein Testament mit "doppeltem Boden" verfasst hat, wie es Wolfgang Lemhöfer in seinem neuen Stück "Die Erben" beschreibt, dann kochen die Gefühle hoch und die Temperamente schäumen über. Für den Zuschauer ist ein solches Verwirrspiel natürlich äußerst amüsant. Und eine Theatergruppe wie die in Bendorf durch ihre hervorragenden Auftritte im vergangenen Sommer schon bestens bekannten "Findlinge" macht aus einem solchen Stoff natürlich ein köstliches Feuerwerk.

Nach dem Drama "Ein Bergmann in Bendorf", das 2009 bei zehn Vorstellungen das Publikum begeisterte, hatte sich der Autor Wolfgang Lemhöfer dazu entschieden, ein Lustspiel zu schreiben, das freilich wiederum zahlreiche Bezüge zur Bendorfer Heimatgeschichte aufweist. Die Proben dafür sind bereits in vollem Gange. Die "Findlinge" haben ja im AWO-Seniorenzentrum auf der Vierwindenhöhe eine neue Heimat gefunden, wo sie sich unter idealen Bedingungen und in unmittelbarer Nachbarschaft zur Freilichtbühne auf die Vorführungen bestens vorbereiten können. Die Premiere findet am Sonntag, 18. Juli, 19 Uhr, statt.

Auch das Berghotel "Rheinblick" ist 2010 wiederum Partner der Freilichtbühne der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde, stellt den Besuchern seine Toilettenanlagen zur Verfügung, bietet vor und nach den Vorstellungen sowie in der Pause Getränke und Speisen an. Hundert Besucher finden an den Eisenerzröstöfen Platz. Sollte es bei einer Aufführung einmal regnen - im vergangenen Jahr blieb man davon zum Glück stets verschont - stehen jederzeit äußerst kostengünstige Regencapes zur Verfügung.

Wie im vergangenen Jahr sind acht Vorstellungen mit den "Findlingen" fest eingeplant, zwei Zusatzvorstellungen sind wiederum möglich. Hinzu kommen zwei weitere großartige musikalische Ereignisse: ein Sommernachtskonzert mit der Bendorfer Sopranistin Edeltrud Kahn, die neben bekannten Liedern auch Arien aus Oper und Operette vortragen wird. Für den August hat sich "Duo Balance" angesagt.

Alle Veranstaltungen finden auf der Freilichtbühne (100 Sitzplätze) statt. Lediglich das Eröffnungskonzert wird auf die weitläufige Wiese, unmittelbar neben Berghotel "Rheinblick", verlegt, da hierbei mit einem sehr großen Besucherinteresse gerechnet wird und die Bühne zudem kaum genügend Platz für das große Orchester bieten kann. Schon im kommenden Monat Mai wird mit dem Vorverkauf für alle Aufführungen begonnen. Voranfragen gibt es bereits reichlich, das Interesse ist riesengroß. Der genaue Spielplan, dessen Termine schon festliegen, und die Vorverkaufsstellen werden in der nächsten Kleeblatt-Ausgabe veröffentlicht.



14.04.2010 Kleeblatt

Die GGH zeigt Kunst beim Bendorfer Bauern- und Gartenmarkt

Aquarelle von Martina Knauf
Erinnerung an Verleihung des Marktrechts

Eine Auswahl von großartigen Aquarellen der Künstlerin Martina Knauf präsentiert die Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH) während des Bauern- und Gartenmarkts am kommenden Sonntag, 18. April, zwischen 11 und 18 Uhr in den Räumen des ehemaligen Geschäftshauses Kamp in der mittleren Bachstraße. Zugleich zeigt die GGH in einem der Schaufenster des früheren Ladengeschäfts eine Foto-Präsentation mit alten Fotos "Bendorf in vergangenen Jahren" und erinnert in diesem Zusammenhang auch an die Verleihung der Marktrechte an Bendorf vor genau 450 Jahren.

Die Künstlerin Martina Knauf, die im Hunsrück lebt und auf einem alten Bauernhof in Weitersbach über ein Atelier und eine Galerie verfügt, zeigt am Sonntag in Bendorf schwerpunktmäßig Motive aus der heimischen Region.


31.03.2010 Kleeblatt

Osterspaziergang am Limes

Bürgermeister Syré führt die Wanderer - Besichtigung des neu restaurierten Römerturms

-pli- Bendorf. Bürgermeister Michael Syré, der zu den hervorragenden Kennern der "römischen Geschichte in Bendorf" zählt, wird interessierte Wanderer am Ostermontag, 5. April, ab 15 Uhr, am Limes entlang vom Parkplatz "Am Sträßchen" bis zum Römerturm auf dem Pulverberg führen und dabei so manches Wissenswerte aus römischer Zeit zu berichten wissen.

Die Wanderung, eine Gemeinschaftsveranstaltung der Volkshochschule Bendorf mit der "Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung" (GGH), war irrtümlicherweise für den Sonntag, 18. April angesetzt worden. Um aber nicht mit der Veranstaltung "Bendorfer Bauern- und Gartenmarkt" zu kollidieren, entschlossen sich die Veranstalter, aus der Wanderung einen Osterspaziergang am Ostermontag zu machen. Treffpunkt zu der etwa zweistündigen Exkursion ist am 5. April um 15 Uhr am Parkplatz Am Sträßchen, nahe des Uhlenhorst kurz vor Höhr-Grenzhausen.

Der römische Limes, der heute zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt und dadurch verstärkt in den Mittelpunkt des Interesses rückt, soll auch in Bendorf dem Tourismus weitere Impulse geben. So wurde auch die Sanierung der Rekonstruktion eines römischen Wachturms (1912 errichtet auf dem Bendorfer Pulverberg) beschlossen, die kurz vor ihrer Vollendung steht. Im Rahmen der Führung durch den Bürgermeister wird auch dieser Turm besichtigt werden können.

Eine Anmeldung zu dieser Wanderung am Ostermontag ist erwünscht unter der Rufnummer 02622/703158 (Frau Birgit Hammes, Geschäftsführerin der VHS Bendorf). Die Teilnahme an der Wanderung ist kostenlos.


10.03.2010 Kleeblatt

Lokale Besonderheiten entdecken und Heimatgeschichte kennen lernen

-alm- Bendorf. "Wir fühlen uns irgendwie alle als Weltbürger oder sogar Global Player" sagte Peter Lindemann in der vergangenen Woche und doch soll die Heimatgeschichte in einer interessanten Vortragsreihe in den Mittelpunkt gestellt werden. Die Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung e.V. (GGH) lädt in den kommenden Wochen zu Vortragsabenden ein, um die Stadtgeschichte lebendig werden zu lassen. Die Einführungsveranstaltung umriss die Ziele, die es zu erreichen gilt. Peter Lindemann, als erster Vorsitzender des Vereins begrüßte im Namen der GGH und des zweiten Vorsitzenden, Werner Kutsche, die Gäste. Der Abend und die Vortragsreihe richten sich an Bendorfer, gleichwohl ob sie schon lange dort leben oder sich Neubürger der Stadt am Rhein nennen. Markante Gebäude, wie das dreigeteilten Kirchenensembles von St. Medard, das heutige Volkshochschulgebäude am Kirchplatz, das Goethehaus neben dem evangelischen Gemeindesaal und die ehrwürdigen Gebäude Sayner Schloss, Abteikirche zu Sayn und die Gießhalle markieren die Zeitgeschichte in beeindruckenden Bauwerken. Fotos und Schriftstücke, die im Besitz der GGH sind, dienen darüber hinaus als wichtige Dokumente um das Zeitgeschehen besser verstehen zu können und sie in den geschichtlichen Kontext einzuordnen. Kurz um, die Vortragsreihe erzählt in Form von Bildern, Bauwerken und gesammelten Anekdoten eine Stadtgeschichte die lebendiger nicht sein könnte. Einen ersten Einblick sollten die Zuhörer dann durch die Betrachtung des Obelisk bekommen. An ihm lässt sich die wohl "kürzeste und zugleich anschaulichste Geschichtsstunde absolvieren", so Lindemann. Der Mayener Bildhauer schuf ihn 1983 anlässlich des 175. Jubiläums der damaligen Kreissparkasse (heute Sparkasse Koblenz) und mit Hilfe des gewaltigen Steins (Standort im Bendorfer Stadtpark) lässt sich im Zeitraffer-Tempo ein Gang durch die Bendorfer Geschichte realisieren. Wenn Steine sprechen würden, so hätte dieser Obelisk allerhand zu berichten. Beispielsweise vom Bergbau in Bendorf, von der schönsten Eisenbahnstrecke im Rheinland, von den Sayner Grafen und den Römern, die in Bendorf weilten und als dessen sichtbarstes Zeichen sie uns den Römerturm hinterließen. Wer nun Interesse verspürt über die Stadtgeschichte, gespickt mit interessanten Details in Wort und Bild, zu erfahren, der sei bei einer der nächsten Vortragsabenden herzlich Willkommen. Die Vortragsreihe der GGH in Kooperation mit der VHS Bendorf findet ab dem 17. März statt. (Mittwochs, Beginn: 19.30 Uhr). Die Vortragsreihe ist kostenlos, um Anmeldung wird unter 02622 - 703 158 (Fr. Hammes/ VHS Bendorf) gebeten.


03.03.2010 Kleeblatt

Ein wachsender Verein mit zahlreichen Aktivitäten

Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung e.V. startet in das neue Geschäftsjahr

-bad- Bendorf. Das Geschichtsbewusstsein bewahren und die Heimatkunde fördern sind die Hauptaufgaben der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde (GGH) von Bendorf und Umgebung e.V.. In der satzungsmäßigen Jahreshauptversammlung wurde das zurückliegende Jahr 2009 in Erinnerung gerufen und ein Ausblick auf die vielfältigen Tätigkeiten für das Jahr 2010 gegeben. Die Mitglieder der GGH sind nämlich nicht nur in ihren Archiven zur Bendorfer Geschichte aktiv, sondern tragen auch zum kulturellen Leben Bendorfs mit Vorträgen und dem Kulturforum der GGH Bendorf maßgeblich bei.

Der erste Vorsitzende der GGH, Peter Lindemann, eröffnete die Sitzung mit einem Rückblick auf das Jahr 2009. Sehr viele Aktivitäten hatte der Verein zu verzeichnen und die Mitgliederzahlen beweisen die Akzeptanz und die Wertschätzung in der Öffentlichkeit. Die Vortragsreihe "Bendorfer Heimatgeschichte in Geschichten und Anekdoten" wurde in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule ins Leben gerufen und findet auch in diesem Jahr eine Fortsetzung. Am Mittwoch, den 03. März, um 19.30 Uhr beginnt die neue Reihe im großen Sitzungssaal des Rathauses. Weiter ging es im Jahr 2009 mit dem Besuch des Rheinischen Eisenkunstgussmuseums, wo Dietrich Schabow interessantes Hintergrundwissen zur Sonderausstellung mit dem Thema ehemalige Heil- und Pflegeanstalten in Bendorf vermittelte. Anfang Mai beteiligte sich die GGH an der Feier zum 25-jährigen Bestehen der Bendorfer Umschlags- und Speditions GmbH im Rheinhafen und Ende des Monats führte Bürgermeister Michael Syré im Rahmen der VHS-Vortragsreihe zum Limes und zum Römerturm. Die gewichtige Akte vom Cochemer Felsabsturz konnte Dank des beherzten Eingreifens von Werner Kutsche und vom verstorbenen Herwarth Kamp vor der Vernichtung bewahrt werden und die Freude bei der Übergabe an den Cochemer Bürgermeister war groß. Die ehemalige Nieverner Hütte und das dortige Heimatmuseum wurde zum Ausflugsziel und die bekannten und beliebten Lichtbildvorträge von Werner Kutsche und Otto Michel fanden auch im vergangenen Jahr wieder großen Anklang. Im Oktober wurden die Freunde des Winninger Heimatmuseums besucht und Peter Lindemann beteiligte sich im Namen der GGH an einer Fotoausstellung des Freundeskreises Bendorf-Yzeure und reiste ins schöne Frankreich. Im Juli und August stand die Freilichtbühne des Kulturforums der GGH im Mittelpunkt des Interesses in Bendorf. Die Theatergruppe "Die Findlinge" spielte das Stück "Ein Bergmann in Bendorf" nicht nur achtmal, wie geplant, sondern zehnmal. Die Errichtung der Bühne wurde ausschließlich durch zweckgebundene Spenden finanziert denn es wurde zuvor festgelegt, dass keine Mitgliedsbeiträge verwendet werden dürfen. Das Sommermärchen des Kulturforums der GGH war nicht nur zuletzt durch die zahlreichen Helferinnen und Helfer möglich. Mit den neuen Räumlichkeiten in der Bachstraße hat sich die GGH auch räumlich vergrößert, doch dort gibt es noch allerhand zu tun. Anfang Dezember hat das Kulturforum der GGH das Märchen "Die Schneekönigin" mit dem bekannten Kinderbuchautor Stefan Gemmel und zwei hervorragenden Pianistinnen veranstaltet. Am Morgen des selben Tages wurde bereits eine Leseroute für die Bendorfer Grundschulklassen organisiert.

Der Kassenprüfbericht von Josef Eick und Friedel Hecken bekundete eine einwandfreie Kassenführung und die Mitglieder der GGH wählten Bernd Wollinger und Otto Michel zu den neuen Kassenprüfern. Da in diesem Jahr keine Neuwahlen des Vorstandes anstanden, kann das bewährte Team um Peter Lindemann mit voller Kraft weiter arbeiten.

Der Ausblick auf das Jahr 2010 verspricht wieder zahlreiche interessante Veranstaltungen. Es sind Touren zum Isenburger Archiv oder nach Oberfell zum Bleidenberg geplant, die allerdings noch nicht terminisiert sind. Im Sommer stehen die Freilichtspiele am Rheinblick des Kulturforums der GGH im Mittelpunkt. Ein neues Theaterstück ist bereits geschrieben und in diesem Jahr werden auch weitere musikalische Highlights das Programm abrunden.


16.12.2009 Lokalanzeiger

Die "Schneekönigin" bezauberte Kinder wie auch die Erwachsenen
Bendorfer Kulturforum bot eine musikalisch-märchenhafte Aufführung

BENDORF, (cb) Gemeinsam mit den Freunden vom Kulturforum in der "Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde", mit der Unterstützung von Bürgermeister Michael Syre, dem Literaturbüro Mainz, der Stiftung Lesen und dem "Bendorfer Studienkreis'' sowie in Verbindung mit der Stadtbücherei, der Sparkasse und dem Autohaus Schäfer, hatte Peter Lindemann, der erst kürzlich mit dem Bendorfer Kulturpreis ausgezeichnete heimische Journalist, ein neuerliches Projekt auf den Weg gebracht.

Stefan Gemmel, der bekannte Kinderbuchautor sowie die beiden Pianistinnen Anna und Ines Walachowski setzten das Märchen von Hans-Christian Andersen so schön in Szene, dass sich die emotionale Erzählweise wunderbar mit den vierhändig auf dem Klavier gespielten Melodien ergänzte und so die (älteren) Kinder als auch die (aufmerksam lauschenden) Erwachsenen ihre Freude an dieser musikalischen Lesung hatten. Als Schirmherr berichtete Bürgermeister Syre von den Zielen der Bärenherz-Stiftung, die den Erlös aus dieser Benefizveranstaltung erhalten sollen. Diese unterstützt Einrichtungen zur Entlastung von Familien mit Kindern, die unheilbar erkrankt sind und eine geringe Lebenserwartung haben. Dabei sind es insbesondere die Kinderhospize in Weisebanden, Markkleeberg bei Leipzig und das Kinderhaus Bärenherz in Heidenrod-Laufenselden im Rheingau-Taunus-Kreis, das eine Dauerpflegeinrichtung für schwerst behinderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachse ist.

Gerne waren zu dieser musikalischen Märchenlesung Mitglieder der GGH sowie des Theaterensembles "Die Findlinge" in die Stadthalle gekommen, die sich natürlich über die neuerliche Initiative des diesjährigen Kulturpreisträgers sehr freuten. Auch Ursula Klee, die bekannte Bendorfer-Sayner Autorin, war mit ihrem Enkel zugegen und beide waren von Stefan Gemmel, den beiden jungen Klavierspielerinnen und ihrer einfühlsamen Darbietung der "Schneekönigin" fasziniert. Die gleichzeitig auf die Leinwand projizierten Illustrationen von Jinda Capek ergänzten das Bühnengeschehen.

Die drei jungen Menschen hatten bereits morgens viele Schüler von ihren Künsten überzeugen können und dabei natürlich auch am Leseaktionstag intensiv für das Lesen gewor-ben. Schließlich gelang es Stefan Gemmel mit seiner fröhlich-unbeschwerten Art, Kinder und Erwachsene zum Mitmachen bei seiner Adventserzählung zu bewegen. Die Verlosung zahlreicher Sachpreisen bereitete noch einmal große Aufregung im Saal, bevor der schöne Nachmittag endete. -rei-

Foto: cb ; Kinderbuchautor Stefan Gemmel sowie die Pianistinnen Anna und Ines Walachowski lasen und spielten das Märchen "Die Schneekönigin", das Peter Lindemann und ein Organisationsteam vorbereitet hatten.



16.12.2009 Kleeblatt

Die Schneekönigin faszinierte ihr Publikum

Kulturforum der GGH kann aus Benefizveranstaltung die Stiftung Bärenherz mit 500 Euro übergeben

-pli- Bendorf. Erzählt mit Worten und Musik - so hatte wohl kaum jemand einmal das Märchen "Die Schneekönigin" von Hans Christian Andersen erlebt. In der Bendorfer Stadthalle wurde es am vergangenen Mittwoch Nachmittag Wirklichkeit bei einer Benefiz-Veranstaltung des Kulturforums der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH) in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Bendorf.

Der bekannte Kinderbuchautor Stefan Gemmel, der schon am Morgen in der Stadthalle über 200 Schulkinder bei Workshops begeistert hatte (siehe weiterer Bericht in diesem Kleeblatt) hat sich für dieses Leseabenteuer mit den beiden weltbekannten Pianistinnen Anna und Ines Walachowski zu einem märchenhaften Ensemble zusammengefunden. Die drei Künstler unterstützen mit ihrem ehrenamtlichen Engagement die Stiftung Bärenherz, deren Ziel es ist, Einrichtungen zur Entlastung von Familien mit Kindern, die unheilbar erkrankt sind und eine geringe Lebenserwartung haben, zu fördern - insbesondere auch Kinderhospize.

Doch vor der Schneekönigin tanzte erst mal eine putzige Plüschmaus übers Klavier der beiden Pianistinnen, die sich zunächst über das störende Spiel auf dem Klavier, das sie sich als Heimstatt ausgewählt hatte, entrüstete. Dann aber verfiel sie geradezu den Klängen und verliebte sich in die Musik - und in die Damen, die sie erklingen ließen. Stefan Gemmel erzählte die lustige Maus-Geschichte in Versen und mit Bildern auf der großen Leinwand.

Andersens Schneekönigin zählt gewiss zu den schönsten Märchen und wie es hier vorgetragen wurde, war einfach fantastisch. Man fühlte sich geradezu an die Hand der kleinen Gerda genommen, um ihr bei der Suche nach ihrem Freund Kay zu begleiten. Für die Kleinkinder unter den Zuschauern war das möglicherweise aber doch etwas anspruchsvoll. Alle anderen aber verfolgten die Erzählung geradezu atemlos.

Beim Lösen der Eintrittskarte hatte es für jedes Kind noch ein Los und einen Gutschein für einen Becher Kinderpunsch gegeben. Buchpreise und süße Skoda-Teddybärchen, gestiftet vom Skoda-Autohaus Schaefer in Engers, gab es zu gewinnen, als Stefan Gemmel und Ines und Anna Walachowski die Gewinnlose zogen. Dank der Unterstützung weiterer Sponsoren (Literaturbüro Mainz, Sparkasse Koblenz, Stiftung Lesen, Studienkreis Bendorf) fiel es auch den Veranstaltern nicht schwer, 500 Euro für die Stiftung Bärenherz zur Verfügung zu stellen. Bürgermeister Michael Syré, der die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen hatte, dankte allen Unterstützern, namentlich aber den Aktiven des Kulturforums der GGH Alexandra Menge und Pascal Badziong sowie dem Vorsitzenden Peter Lindemann für ihr großes Engagement.


16.12.2009 Kleeblatt

Mammutveranstaltung des Kulturforums der GGH, der VHS Bendorf und der Bücherei Bendorf

-pli- Bendorf. Einen wahren Marathonlauf hatte der beliebte rheinland-pfälzische Kinderbuchautor Stefan Gemmel in der Bendorfer Stadthalle zu absolvieren. Acht Bendorfer Schulklassen (Medardus-, Bodelschwingh- und Grundschule Stromberg) erwarteten - zwar nicht alle auf einmal, sondern nacheinander jeweils für eine halbe Stunde - von ihm Antworten auf viele Fragen. Sie wurden nicht enttäuscht; zum Abschluss gab es für alle sogar noch ein Autogramm. Nicht minder beschäftigt waren die Damen der Bücherei Bendorf, die ebenfalls vier Stunden lang unermüdlich vorlasen. Und Dieter Reinhardts (Dienstleistungsgesellschaft Mittelrhein, Bendorf im ehemaligen Knabenheim Kemperhof) erläuterte allen Klassen den Werdegang eines Buches.

Das Kulturforum der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH) hatte in enger Kooperation mit der Volkshochschule Bendorf und der Bücherei Bendorf zu dieser Mammutveranstaltung eingeladen, zu der auch ein gesundes Frühstück mit Obst, geliefert von Kulinaris Bendorf, gehörte. Das war auch nötig, denn die über 200 Schülerinnen und Schüler brauchten zwischendurch ebenfalls mal eine Pause.

Um 8.30 Uhr fiel am vergangenen Mittwoch der Startschuss in der Stadthalle, wo viele Helferinnen und Helfer die vier Stationen aufgebaut hatten. Um den Vorleserinnen der Bücherei einen möglichst abgeschirmten Rahmen zu schaffen, war auf der Bühne eine große, von Stellwänden flankierte Kuschelecke eingerichtet worden. Der Geräuschpegel wurde dadurch zwar deutlich gesenkt, aber zuweilen drangen doch Kinderstimmen und das Lachen aus der Halle bis hierher.

"Ab und zu war das Vorlesen etwas anstrengend, aber es hat doch viel Spaß gemacht", versicherte Cäcilie Schabow namens ihrer Kolleginnen.

Stefan Gemmel versteht es auf einzigartige Weise, Kinder zu fesseln und sie für die Kunst des Schreibens wie des Lesens zu begeistern. Auf spielerische Weise erläutete er ihnen, wie er seine Ideen umsetzt und wie die Illustrationen dazu entstehen. Locker bezog er die Schülerinnen und Schüler mit ein, ließ sie raten und Vorschläge machen; da flogen die ausgestreckten Finger nur so in die Luft und im Nu waren die 30 Minuten vorbei. Auch Dieter Reinhardts erwies sich als geübter Pädagoge. Zwar werden bei der DG-Mittelrhein keine Bücher geschrieben, aber über deren Transportwege, über den Vertrieb, über besondere Dienstleistungen und viele Dinge mehr wusste er spannend und unterhaltsam zu erzählen. Und zum Abschluss gab es für jede Klasse ein Buchpaket und jede Menge Lesezeichen.

Das Frühstück konnte in einem Nebenraum der Stadthalle eingenommen werden. Das erwies sich als äußerst günstig, denn hier durften die Kinder mal eine halbe Stunde lang plaudern, wie ihnen der Schnabel gewachsen war, ohne dass zur Ruhe gemahnt werden musste. Und davon machten sie auch regen Gebrauch. Dennoch: die große Aufmerksamkeit und hohe Konzentration, die Grundschülerinnen und -schüler während ihres Aufenthalts zeigten, war erstaunlich. Den begleitenden Lehrerinnen gilt daher die uneingeschränkte Anerkennung der Veranstalter.

Um die glänzende Vorbereitung und hervorragende Organisation hatten sich in besonderer Weise die beiden jungen Mitglieder des Kulturforums der GGH Alexandra Menge und Pascal Badziong verdient gemacht. Ein großer Dank gilt aber auch allen Mitwirkenden an den vier Stationen und den städtischen Helfern, die bei der Ausgestaltung der Halle gern mitgeholfen hatten.



09.12.2009 Kleeblatt

Journalistisch-literarisches und kulturelles Wirken vereinen sich

Feierliche Kulturpreisverleihung an Peter Lindemann

-alm- Bendorf. Auf Veranstaltungen stets im Hintergrund recherchierend oder als kluger Drahtzieher und Lehrmeister für das sprachliche Geschick auftretend, so kennen manche Peter Lindemann. Als Initiator der Freilichtbühne und 1.Vorsitzender der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde (GGH), so kennen ihn wiederum die anderen. Da brachte er die Geschichte des Bendorfer Bergbaus mit Hilfe der Schauspielgruppe "Die Findlinge" jüngst in diesem Sommer auf die Bühne an der Vierwindenhöhe, doch war er selbst auf der Bühne nicht zu erleben. In der vergangenen Woche führte jedoch kein Weg am Gang auf die Bühne und dem Stehen im Rampenlicht vorbei.

"Lieber Peter, ich kann mir Deine Emotionen sehr gut vorstellen. Am liebsten wäre Dir wohl, das Licht ginge aus, der Saal wäre leer und alles wäre schon vorüber", witzelte Holger Hoffmann in seiner Laudatio auf den Kulturpreisträger 2009. Es galt das gesprochene Wort, das der Laudator an Peter Lindemann und seine Familie, als auch über 200 Gäste richtete. Dabei rekonstruierte er Stationen aus dem Leben des in Wiesbaden geborenen Lindemanns und zeigte den Weg auf, der Peter Lindemann zum Journalismus führte. "Als Journalist umtriebig, sehr analytisch, sprachbegabt und politisch interessiert", beschrieb Laudator Hoffmann die literarische Handschrift des Journalisten, die sich mals tiefgründig und sehr nachdenklich, mals gepaart mit stillem Humor und Augenzwinkern lesen lässt. Neben der redaktionellen Tätigkeit hängt sein Herz an der Literatur. Nicht bloß als viel belesener Literatur-Konsument, sondern am Verfassen eigener Prosa. Viele kennen die Schrift "Fabelhafte Wesen", die pfiffige Gedichte zur Tierwelt des Schmetterlingsgartens enthält.

Peter Lindemann ist nicht nur im Kuratorium des Heimatjahrbuches, sondern verfasst eigene Texte im Jahrbuch des Landkreises Mayen-Koblenz. Solche und viele weitere Tätigkeiten ließen ihn auch über die Grenzen von Bendorf hinaus kein Unbekannter bleiben. Seit einigen Jahren leitet Lindemann sehr erfolgreich die Schreibwerkstatt der VHS und bringt interessierten Literaturfreunden jeden Alters die nötigen Tipps und Tricks bei. Vor über vier Jahren suchte er junge Schreiber zur redaktionellen Unterstützung. Er fand sie in zwei jungen Menschen, die ihn ganz besonders für seine unkomplizierte und angenehme Art schätzen und ihm in großer Dankbarkeit verbunden sind für das unerschöpfliche Wissen in allen Fragen rund um die richtige Schreibe. Bevor Bürgermeister Michael Syré die Vergabekriterien des Kulturpreises erläuterte, kam Laudator Holger Hoffmann am Ende seiner Rede zu der Übereinkunft, dass Peter Lindemann in all den letzten Jahren seines Wirkens "an Kontur nicht verloren sondern gewonnen habe und bestätigte ihm Profil und schlussendlich ein würdiger Preisträger zu sein." Lang anhaltender Applaus unterstrich nicht nur eine überaus gelungene Rede, sondern auch die Bestätigung des letzten Satzes. Sowohl die kulturelle Wirkung und Wertigkeit seines Schaffens sei gegeben, als auch der Erhalt seiner Arbeit für die Nachwelt und schließlich der Multiplikationseffekt, der Auswirkung auf die Kultur- und Fremdenverkehrspolitik hat.

Im Namen der Stadt Bendorf dankte Bürgermeister Syré dem Preisträger dafür, dass er mit seinen vielfältigen Aktivitäten zum Ansehen der Stadt Bendorf beitrage.

Schließlich wand sich Peter Lindemann persönlich an das Publikum und dankte all denen, die ihn bei seiner Kulturarbeit unterstützen. In seinen Dank bezog er mitdenkende Köpfe und hilfreiche Hände, nicht zuletzt auch großzügige Sponsoren mit ein. Natürlich galt sein Dank von ganzem Herzen seiner Ehefrau Marianne, die seine häufige Abwesenheit toleriert und seine Arbeit unterstützt. Lindemann stellte heraus, dass sich besonders in den letzten Jahren "erfreulicherweise viele private bürgerschaftliche Initiativen gebildet haben, die heute ein fast unglaublich breitgefächertes Spektrum an Veranstaltungen bieten." "In den Bereichen Musik, Bildende Kunst, Literatur, Heimatkunde bis hin zur bunten Unterhaltung in ihrer ganzen Bandbreite findet man in den liebens- und lebenswerten Stadtteilen ein überraschend reiches kulturelles Leben, auf das alle stolz sein können", fuhr Peter Lindemann fort. Aus all diesen Bereichen, sowie Vertreter aus Kirche, Kommunal- und Landespolitik zählten zu den Gratulanten des Abends. Peter Lindemann warf einen Blick in die Zukunft und verriet, noch einige Ideen zu haben, die zur Verwirklichung anstünden. Mit seiner ganzen Persönlichkeit möchte er hinter den Vorhaben stehen und auch weiterhin getrost gehobene Ansprüche an das Publikum stellen und ihnen für gutes Geld gute Arbeit und echtes Vergnügen bieten.

Musikalisch wurde der Abend vom bekannten "Poleni-Trio" umrahmt und im Anschluss an die feierliche Übergabe des Preises bestand bei einem Empfang die Möglichkeit des Austausches.



05. Dezember 2009 Rheinzeitung

Kinder können der Schneekönigin lauschen

Ein Mix aus Märchen und Musik in der Bendorfer Stadthalle - Benefizveranstaltung der GGH

BENDORF. Leselust statt Lesefrust heißt es beim Leseaktionstag in Bendorf. Wer es sich in der kalten Jahreszeit so richtig gemütlich machen möchte, der nimmt sich ein Buch und begibt sich auf eine Reise durch die Welt der Literatur. Noch schöner ist es, sich etwas vorlesen zulassen. Möglich ist das am Mittwoch, 9. Dezember, um 16 Uhr (Einlass 15 Uhr) in der Bendorfer Stadthalle. Dann können sich große und kleine Besucher Zeit nehmen und die Nostalgie des bis heute bekannten Märchens "Die Schneekönigin" genießen.

Die Schneekönigin gilt als das bezauberndste Märchen des dänischen Dichters Hans Christian Andersen. Der Kinderbuchautor Stefan Gemmel aus Rheinland-Pfalz und die beiden jungen, hervorragenden Pianistinnen Anna und Ines Walachowski (Polen) haben daraus eine musikalische Lesung der besonderen Art gemacht. Das Kulturforum der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH) bringt dieses Ereignis als Benefizveranstaltung nach Bendorf. Der GGH-Vorsitzende Peter Lindemann begründet das so: "Wir haben im Sommer mit unserer Freilichtbühne an den Eisenerzröstöfen auch ein Märchen erlebt. Wir wollen dafür danke sagen, und wir glauben, das am besten mit einer Benefizveranstaltung tun zu können, deren Erlös der Bärenherz-Stiftung zukommt, die schwerst kranke und schwerst behinderte Kinder und deren Familien unterstützt. Unter anderem tut sie dies bisher durch die Einrichtung von Kinderhospizen in Wiesbaden, Leipzig und Berlin." Bürgermeister Michael Syré hat die Schirmherrschaft übernommen, und auch Kulturstaatssekretär Dr. Joachim Hofmann-Göttig wird seitens des Landes Rheinland-Pfalz ein Grußwort beisteuern.

Neben dem Text, den Stefan Gemmel vortragen wird, und der Musik der beiden Pianistinnen werden Illustrationen des Künstlers Jindra Capek groß auf einer Leinwand gezeigt. Der Mix aus Musik und Märchen passt bestens in die Vorweihnachtszeit, und auch der süße Duft von leckerem Kinderpunsch, der bereits im Eintrittsgeld von 1,50 Euro pro Kind enthalten ist, wird nicht fehlen. Der Eintrittspreis für begleitende Eltern, Lehrer oder Großeltern beträgt 3 Euro. Die Veranstaltung dauert 60 Minuten. Eine Autogrammstunde schließt sich an.



3. Dezember 2009 Rheinzeitung

Peter Lindemann erhält Kulturpreis

Journalist wird mit Auszeichnung seiner Heimatstadt Bendorf geehrt, die auch mit einem Preisgeld von 1500 Euro verbunden ist

Kulturschaffende werden schon einmal als brotlose Künstler bezeichnet. Bei dieser Wertung steht allerdings allein der materielle Lohn im Mittelpunkt. Der schönste Lohn des Künstlers ist dagegen eher der Applaus des Publikums. Und so wird sich der neue Kulturpreisträger der Stadt Bendorf zwar wohl auch über einen Scheck von 1500 Euro gefreut haben. Der schönste Lohn war aber sicherlich die auf ihn gehaltene Laudatio und der Lobesreigen an Grußworten.

BENDORF. Peter Lindemann hat sich seinen Preis, seine Auszeichnung redlich, nämlich durch eigene Verdienste verdient. Dessen war sich Laudator Holger Hoffmann sicher, der am Dienstagabend in der Stadthalle am Yzeurer Platz die Festrede zur Verleihung des Kulturpreises der Stadt Bendorf an den 66 Jahre alten Journalisten aus der Rheinstadt hielt. Vier Kategorien von Orden gebe es - und das treffe auch auf Auszeichnungen zu, meinte Hoffmann. "Man kann sie sich verdienen, erdienen, er-dinieren oder erdienern", meinte Hoffmann. Wobei Lindemann die drei letztgenannten Varianten weder je nötig gehabt, noch praktiziert habe. Vor anderen den Bückling zu machen, das habe dem Kulturpreisträger 2009 der Stadt Bendorf nämlich seit je her ebenso fern gelegen wie anderen Leuten beim Dinieren nach dem Mund zu reden.

Vielmehr bezeichnete Hoffmann Peter Lindemann als einen Menschen, der es verstanden habe, in seiner Arbeit immer auch kritische Fragen zu stellen und sich darüber hinaus stets seine Unabhängigkeit bewahrt habe. Darüber hinaus zeichneten den Journalisten seine Wortgewandtheit und seine facettenreiche Sprache aus. Sein großes Engagement in künstlerischer und kultureller Hinsicht - Lindemann hat die Etablierung einer Freilichtbühne auf der Vierwindenhöhe maßgeblich initiiert - seien mehr als Rechtfertigung genug, um ihn mit dem Kulturpreis auszuzeichnen.

Dass er allerdings mit dem Bendorfer Kulturpreis geehrt werde, sei umso höher einzustufen, da Lindemann ein "Bendorfer mit Migrationshintergrund" sei, wie Hoffmann augenzwinkernd feststellte. In Wiesbaden geboren und aufgewachsen, zog es Lindemann auch der Liebe wegen schon vor Jahrzehnten in die Rheinstadt.

Und so galt Hoffmanns Dank auch Lindemanns Frau Marianne, "die zu Dir hielt auch in schweren Zeiten, dem Anker in Deinem Leben", wie Hoffmann sich ausdrückte. Bendorfs Bürgermeister Michael Syré unterstrich in seiner Rede derweil, dass Peter Lindemann alle Kriterien erfüllt, die an die Vergabe des Kulturpreises, der im Drei-Jahres-Rhythmus verliehen wird, gestellt werden. So haben die Aktivitäten Peter Lindemanns durch seine journalistische Arbeit Anerkennung nicht nur in Bendorf selbst, sondern auch über die Stadtgrenzen hinaus erlangt. Darüber hinaus sei Lindemann auf hohem Niveau kulturell tätig und verbinde durch sein Engagement in der Bendorfer Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde sowie durch seinen Einsatz für die neu erwachte Bendorfer Theaterszene gleich mehrere kulturelle Sparten.

Vor rund 300 geladenen Gästen überreichte Syré dem sichtlich gerührten und bewegten Preisträger schließlich die eingerahmte Urkunde und eine Ehren-Guss-Plakette sowie das mit der Auszeichnung verbundene Preisgeld in Höhe von 1500 Euro, für dessen Stiftung der Bürgermeister ausdrücklich den Sponsoren dankte, die die mit dem Kulturpreis verbundenen finanzielle Auszeichnung auch 2009 wieder ermöglicht haben.
Annette Hoppen RZ Koblenz & Region vom Donnerstag, 3. Dezember 2009, Seite 19.



02.12.2009 Kleeblatt

Wo man sich gleich wie zu Hause fühlt

Hedda Hoffmann und Peter Lindemann beteiligten sich an Fotoausstellung in Yzeure

Bendorf/Yzeure. Auch wer zum ersten Male in Bendorfs Partnerstadt Yzeure kommt, hat schon nach wenigen Stunden Aufenthalt das gute Gefühl, unter Freunden zu sein. Selbst wenn er in der französischen Sprache nicht allzu sehr zu Hause ist, heimisch fühlt er sich dennoch bei Gastgebern, denen die Herzlichkeit offenbar angeboren ist. Als die Fotografin Hedda Hoffmann und der Journalist Peter Lindemann die mehr als 700 Kilometer Anfahrt hinter sich hatten und gleich damit begannen, ihre Foto-Ausstellung im Schloss. "Chateau de Panloup" einzurichten, standen schon fast ein Dutzend ebenso geschickte wie freundliche Helferinnen und Helfer bereit. Und binnen zwei Stunden waren alle Bilder aufgehängt und im Haus des ehemaligen Präsidenten des Partnerschaftskomitees Yzeure-Bendorf Jacky Creusevaut war die lange Tafel zum Abendessen gerichtet. Leben wie Gott in Frankreich - beim festlichen Essen wurden den Gästen aus Bendorf der Sinn und die Bedeutung dieses geflügelten Wortes besonders deutlich.

Der Fotoclub in Yzeure richtet alle Jahre wieder im November in drei Räumen des wunderschönen Schlosses eine große Ausstellung ein; ein Raum davon war für "die Bendorfer" reserviert. In den beiden anderen Räumen hatten Mitglieder und weitere ausgewählte Freunde des Clubs ihre fotografischen Arbeiten zusammengestellt. Ganz hervorragende Exponate zum Teil in Schwarz-Weiß, zum Teil in Farbe, die das hohe Niveau der Künstler unterstrichen und zeigten, welche Ansprüche der Club an sich selbst stellt.

Hedda Hoffmanns Art fotografisch zu arbeiten, beschränkt sich nicht darauf, Schönes, Auffälliges, ins Auge Fallendes abzulichten, sondern sie verfremdet ihre Aufnahmen, sie malt sozusagen mit ihrer Kamera. Gerne bevorzugt sie Motive, die sich im Wasser spiegeln; und die vergrößerten Details aus diesen Bildern gewinnen ihre eigene geheimnisvolle Aussagekraft. Peter Lindemann hatte, dem Wunsch des Bendorfer Partnerschaftskomitees entsprechend, Fotos ausgewählt, die das öffentliche Leben in Bendorf zeigen - bei großen Festen, bedeutsamen Ereignissen und im Alltagsgeschehen. Eine Bild-Kombination zeigte auch Bendorfs "gute Stube", den Kirchplatz vor hundert Jahren und heute, wobei ihm die historischen Aufnahmen von der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde zur Verfügung gestellt worden waren.

Die Vernissage war dann ganz auf die Gäste aus Bendorf zugeschnitten. Der Präsident des Fotoclubs, Régis Busserolles, die städtische Beigeordnete für Kultur, Monique Toussaint, der Präsident des Partnerschaftskomitees, Jean-Paul Nesson, und Stadtratsmitglied Pierre Guillot dankten Hedda Hoffmann und Peter Lindemann für ihre überaus erfreulichen Beiträge. Der Dank galt aber auch der Präsidentin des Partnerschaftskomitees Bendorf, Brit Wollinger, die die Bendorfer Beteiligung an der Ausstellung in die Wege geleitet hatte.

Wiederum gab es anschließend ein festliches Abendessen, für das vor allem die Damen des Freundschaftskreises gesorgt hatten. Und so addierten sich die Stunden in Yzeure zu einem unvergesslichen Erlebnis.



11. November 2009 Rheinzeitung

Jury ehrt den "stillen Macher"

Bendorfer Kulturpreis geht an den Journalisten Peter Lindemann

BENDORF. Alle drei Jahre verleiht die Stadt Bendorf den Kulturpreis an verdiente Personen aus dem Ort oder an eine Persönlichkeit, die sich mit der Stadt mit Blick auf die Kultur beschäftigt hat. Kriterien für die Vergabe sind die Nachhaltigkeit des kulturellen Engagements und Multiplikationseffekte, die durch das Wirken der Person entstanden und entstehen. Mit dem Journalisten Peter Lindemann, seit vielen Jahren journalistischer Begleiter der Bendorfer Kulturveranstaltungen, hat die Jury eine Persönlichkeit gefunden, die alle diese Kriterien erfüllt.

Lindemanns Einsatz für die Stadt Bendorf bestehe nicht nur in seinem beruflichen Wirken, so die Jury. Er ist Mitglied im "Kuratorium des Heimatbuches" des Landkreises Mayen-Koblenz und Autor zahlreicher Artikel zu diesem Thema. Sein literarisches Talent ist preisgekrönt; als Leiter der Schreibwerkstatt der VHS Bendorf gibt Peter Lindemann auch dem schreibenden Nachwuchs hilfreiche Tipps.

Zum Thema Heimatkunde ist Lindemann ebenfalls ein qualifizierter Ansprechpartner, denn als Vorsitzender der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde (GGH) von Bendorf und der Umgebung organisiert er zusammen mit seinem Vorstand den Erhalt zahlreicher geschichtsträchtiger Dokumente und die Erforschung der Bendorfer Geschichte. Sein jüngstes Projekt ist eine Theateraufführung an den historischen Eisenerzröstöfen auf der Vierwindenhöhe. Lindemann habe sich den großen organisatorischen Herausforderungen eines solchen Projektes - von Bühnenbau bis Publikumsbetreuung - erfolgreich gestellt. Nun soll dort auch im nächsten Jahr Theater gespielt werden.

"Mit Peter Lindemann ehren wir einen Menschen, der seit vielen Jahrzehnten das Bild von Bendorf positiv in der Öffentlichkeit darstellt und selbst mitgeprägt hat", erläuterte Bürgermeister Michael Syré als Vorsitzender der Jury die Entscheidung für den Journalisten. Auch über die Grenzen der Stadt Bendorf sei Peter Lindemann bekannt und werde so mit dem Ort in Verbindung gebracht. "Peter Lindemann ist kein Mann, der sich in die Öffentlichkeit drängt und Aufsehen um seine Person betreibt. Er ist ein stiller Macher, den die Bendorfer zu schätzen wissen."

Die feierliche Verleihung des Kulturpreises der Stadt Bendorf 2009 findet am 1. Dezember, 19 Uhr, in der Stadthalle am Yzeurer Platz statt. RZ Koblenz & Region vom Mittwoch, 11. November 2009, Seite 17.



11.11.2009 Kleeblatt

Journalist Peter Lindemann erhält Kulturpreis der Stadt Bendorf 2009

Literarische Leistungen und kulturelles Engagement werden geehrt

-bad- Bendorf. Die Stadt Bendorf verleiht alle drei Jahre einen Kulturpreis, der Persönlichkeiten ehrt, die sich für die kulturellen Belange der Stadt Bendorf einsetzen. Kriterien für die Vergabe des mit 1.500,- Euro dotierten Kulturpreises sind das kulturelle Wirken eines in Bendorf lebenden Künstlers oder einer Persönlichkeit, die sich in ihrer Arbeit mit Bendorf auseinandersetzt. Die Nachhaltigkeit des kulturellen Engagements spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Multiplikationseffekte.

Mit dem Bendorfer Journalisten Peter Lindemann hat die Jury eine Persönlichkeit gefunden, die alle diese Kriterien erfüllt. Lindemann ist seit über 20 Jahren journalistischer Begleiter der Bendorfer Kulturveranstaltungen im "Kleeblatt" und über viele Jahre auch als Redakteur der Rhein-Zeitung. Doch sein Einsatz für die Stadt Bendorf ist nicht nur auf sein berufliches Wirken begrenzt. Sein literarisches Talent wurde bereits im Jahr 2004 mit einem ersten Platz beim Literaturwettbewerb von Lotto Rheinland-Pfalz mit der Geschichte "Ein gut gehütetes Geheimnis" bestätigt. Im Jahr 2005 erfolgte die Herausgabe des Buches "Fabelhafte Wesen" mit Gedichten über Tiere im Schmetterlingsgarten Sayn.

Seit vielen Jahren ist Lindemann Mitglied im Kuratorium des Heimatbuches des Landkreises Mayen-Koblenz und Autor zahlreicher Artikel. Auch die Förderung des "schreibenden Nachwuchses" liegt ihm am Herzen. Als Leiter der Schreibwerkstatt der VHS Bendorf gibt Peter Lindemann hilfreiche Tipps aus seiner langjährigen Erfahrung. Auch in Sachen Heimatkunde ist Peter Lindemann ein qualifizierter Ansprechpartner, denn als erster Vorsitzender der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde (GGH) von Bendorf und Umgebung e.V. organisiert er zusammen mit seinem Vorstand den Erhalt von zahlreichen geschichtsträchtigen Dokumenten und die Erforschung der Bendorfer Geschichte.

Sein jüngstes Projekt liegt nur wenige Monate zurück. Zum ersten Mal wurde an den historischen Eisenerzröstöfen auf der Vierwindenhöhe in diesem Jahr Theater gespielt. Als Initiator und Organisator der Freilichtbühne der GGH Bendorf erfüllte er sich einen lang gehegten Traum, denn das traumhafte Ambiente zwischen den beiden unter Denkmalschutz stehenden Eisenerzröstöfen bietet die ideale Lage für eine Freilichtbühne. Mit dem passenden Stück "Ein Bergmann in Bendorf" von Wolfgang Lemhöfer und der Theatergruppe "Die Findlinge" wurde die Freilichtbühne zum Leben erweckt. Peter Lindemann meisterte die großen organisatorischen Herausforderungen, die ein solches Projekt mit sich bringen. Vom Bühnenbau bis zur Publikumsbetreuung hatte er an alles gedacht, damit das Sommermärchen in Bendorf wahr werden konnte. Natürlich knüpft Peter Lindemann mit dem gegründeten Kulturforum der GGH Bendorf an den diesjährigen Erfolg weiter an und somit wird auch im nächsten Jahr wieder Theater unter freiem Himmel gespielt.

"Mit Peter Lindemann ehren wir einen Menschen, der seit vielen Jahrzehnten das Bild von Bendorf positiv in der Öffentlichkeit darstellt und selber mitgeprägt hat", erläuterte Bürgermeister Michael Syré als Vorsitzender der Jury die Entscheidung für den Preisträger. Auch über die Grenzen der Stadt Bendorf ist Peter Lindemann bekannt und wird so mit Bendorf in Verbindung gebracht. Peter Lindemann ist kein Mann, der sich in die Öffentlichkeit drängt und Aufsehen um seine Person betreibt. Er ist ein stiller Macher, den die Bendorfer zu schätzen wissen.

Die feierliche Preisverleihung des Kulturpreises der Stadt Bendorf 2009 findet am 1. Dezember 2009, um 19 Uhr, in der Stadthalle am Yzeurer Platz statt.



04.11.2009 Kleeblatt

Die Schneekönigin - Märchen in Text und Musik

Musikalische Lesung mit Erfolgsautor Stefan Gemmel in der Stadthalle - Bezaubernd auch für Erwachsene

-pli- Bendorf. Die Schneekönigin gilt als das bezauberndste und ausgefeilteste Märchen des dänischen Dichters Hans Christian Andersen. Kinderbuchautor Stefan Gemmel, der bekannteste und meistübersetzte Schriftsteller aus Rheinland-Pfalz, und die beiden jungen hervorragenden Pianistinnen Anna und Ines Walachowski (Polen) haben daraus eine musikalische Lesung der besonderen Art gemacht. Am Mittwoch, 9. Dezember, 16 Uhr, können es große und kleine Leute in der Bendorfer Stadthalle miterleben.

Das Kulturforum der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH) bringt dieses Ereignis als Benefizveranstaltung nach Bendorf. Der GGH-Vorsitzende Peter Lindemann begründet das so: "Wir haben im Sommer mit unserer Freilichtbühne an den Eisenerzröstöfen auch ein Märchen erlebt. Wir wollen dafür danke sagen, und wir glauben das am besten mit einer Benefizveranstaltung tun zu können, deren Erlös der Bärenherz-Stiftung zukommt, die schwerstkranke und schwerstbehinderte Kinder und deren Familien unterstützt. Unter anderem bisher durch die Einrichtung von Kinderhospizen in Wiesbaden, Leipzig und Berlin."

Die Veranstaltung "Die Schneekönigin" beginnt am 9. Dezember um 16 Uhr (Einlass ab 15.30 Uhr) in der Stadthalle. Neben dem stimmungsvollen Text, den Stefan Gemmel vortragen wird, und der beeindruckenden Musik der beiden Pianistinnen werden die außergewöhnlichen Illustrationen des Künstlers Jindra Capek übergroß auf Leinwand gezeigt. So wird das Publikum tief in die Geschichte hineingeführt. Man glaubt, die kleine Gerda nähme ihre Zuhörer fest an die Hand, während sie sich auf die lange Suche nach ihrem Freund Kay macht.

Der märchenhafte Tag beginnt für viele Schulkinder bereits am Morgen, wenn Stefan Gemmel in der Stadthalle mit ihnen in Workshops arbeitet. Beteiligt ist daran auch die Bücherei Bendorf, die eine kuschelige Vorlese-Ecke einrichtet und dabei von einigen Mitgliedern der Schreibwerkstatt der VHS Bendorf unterstützt wird. Für jedes Kind gibt es dazu noch ein gesundes Frühstück. Für diese Workshops haben sich bereits so viele Schulklassen der Bendorfer Grundschulen angemeldet, dass die Stadthalle den ganzen Vormittag über schon ausgebucht ist. Für die Vorbereitung dieses märchenhaftes Tags haben sich besonders die beiden jungen GGH-Mitglieder Alexandra Menge und Pascal Badziong verdient gemacht. Sie sind auch ganz wesentlich an der Gestaltung des Ablaufs beteiligt.

Die Veranstalter, die auch besonders der Stadt Bendorf danken, die die Stadthalle für diesen guten Zweck zur Verfügung gestellt hat, wünschen sich natürlich, dass zu der märchenhafte Lesung am Nachmittag viele Kinder von ihren Eltern, Großeltern und anderen Verwandten begleitet werden. Der Eintrittspreis für Kinder beträgt dabei 1,50 Euro (inklusive eines leckeren Kinderpunsches), Erwachsene zahlen 3,50 Euro. Der Reinerlös ist für die auch vom Autohersteller Skoda unterstützte Stiftung Bärenherz bestimmt, mit der Stefan Gemmel seit einiger Zeit eng zusammenarbeitet.



28.10.2009 Kleeblatt

Von Weinkeltern bis zu Automotoren

Bendorfer Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde (GGH) zu Gast im Museum Winningen

-pli- Bendorf/Winningen. Nach Besuchen in den Heimatmuseen Neuwied-Gladbach und Nievern/Lahn fuhr die Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH) in diesen Tagen nun nach Winningen, wo der Förderverein "Museum Winningen" seit etlichen Jahren vorbildlich tätig ist.

Über 10 000 Arbeitsstunden haben dort sieben engagierte Rentner allein in die Erhaltung der Bausubstanz der alten Schule gesteckt und weitere 5000 Stunden in die Gestaltung der Ausstellungen. "Damit sind die Arbeiten aber noch lange nicht abgeschlossen", wie der stv. Vorsitzende des Fördervereins, Eckart Op den Camp, betonte, der die Bendorfer Besucher durch das Museum führte.

Drei Themenbereichen widmet sich das Museum: dem örtlichen Weinbau, der allgemeinen Ortsentwicklung und seinem bekanntesten Bürger August Horch. So findet sich im Untergeschoss ein beispielhaft hergerichteter Weinkeller, wie er bis vor sechs Jahrzehnten für einen heimischen Winzer typisch war: Platz für sechs Fuder Wein nebst der notwendigen Gerätschaften.

Anhand mehrerer fachmännisch wieder funktionsfähig gemachter Keltern zeigt das Museum die Entwicklung auf diesem Arbeitsgebiet. Glanzlicht der Ausstellung soll eine Baumkelter werden, die der Verein kürzlich aus der Steiermark geholt hat, die aber noch in Einzelteilen in der "Museums-Bauhütte" liegt. Ergänzt wird die Präsentation durch zahlreiche Gerätschaften zur Schnapsbrennerei.

Fundstücke weisen auf menschliches Leben in der Winninger Gemarkung schon vor 700 000 Jahren hin; besonders gut belegt ist die römische Vergangenheit des Ortes; sehr plastisch dargestellt wird die Zeit von 1900 an. Dafür stellten die Einheimischen viele Exponate zur Verfügung.

Das Obergeschoss ist dem berühmten Autobauer August Horch (1868 bis 1951) gewidmet, der in Winningen das Licht der Welt erblickte und der dort auch begraben liegt. Das Leben des genialen Motorenfachmanns, der sich vom einfachen Schmied zum Pionier des Kraftfahrzeugbaus entwickelte und auch Gründer der Firma Audi ist, kann man anhand mehrerer illustrierter Schautafeln nachvollziehen. Und hier in diesem Raum kommt Eckart Op den Camp dann bei seinen Erläuterungen auch so richtig in Fluss.

Umgeben von den unterschiedlichsten Motoren, die alle auf August Horch zurückzuführen sind, kann ihn keine Frage verlegen machen. Und man spürt - und bekommt es auch zu hören -, dass Op den Camp zwar zurecht auf die Sammlung stolz ist, aber von einem speziellen "Horch-Museum" will er hier noch lange nicht sprechen. Dass ein solches Museum aber (s)ein Traum ist, den er sicher mit vielen teilt, wird immer wieder deutlich.

Die Besucher der GGH danken für die Führung und würdigen das großartige Engagement der aktiven Winninger Fördervereinsmitglieder für die geleistete Aufbauarbeit. Und sie freuen sich, dass ihr eigenes Mitglied Theo Clotten, der zu den Mitstreitern in dem Moselort zählt, diese ausgezeichnete Führung vermittelt hat.



21.10.2009 Kleeblatt

Wiedersehensfreude und gemeinsame Erinnerungen

Treffen des Bendorfer Schuljahrgangs 28/29 - Abwechslungsreiches Programm

Bendorf. Die meisten Mitglieder des Bendorfer Jahrgangs 1928/29 hatten ihren 80. Geburtstag zwar sicher schon im Familienkreis gefeiert, als sie sich mit ihren ehemaligen Mitschülerinnen und Mitschülern in ihrer Heimatstadt trafen. Aber die gemeinsame Feier mit dem Schuljahrgang war dann doch noch etwas Besonderes. Das Tüpfelchen auf dem "i", wie man sagen könnte.

Von den verschickten 42 Einladungen hatte der Jahrgangsvorsitzende Richard Neckenig 40 zurückbekommen; und zum Treffen erschienen davon dann auch die meisten, so dass das Gruppenfoto (Foto Krewer) nahezu die komplette Mannschaft zeigte. Leider, so hatte man allerdings zur Kenntnis nehmen müssen, waren allein zwischen den Treffen zum "75." bis heute 14 Jahrgangsmitglieder verstorben, derer man beim ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche St. Medard gedachte. Hier ließ man auch eine Kerze zurück, die Frau Krämer (Bendorfer Kerzenfabrik) für diesen erinnerungswürdigen Tag gespendet hatte.

Schon beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen im Berghotel "Rheinblick" begann der rege Austausch von Erinnerungen. Etliche Klassenkameradinnen und -kameraden von einst wohnen ja auch nicht mehr in Bendorf, sondern sind früher oder später in die nähere und weitere Umgebung verzogen, so dass sich auch dadurch viele Fragen auftaten, die aber allesamt beantwortet werden konnten. Hilfreich war dabei auch der ausgezeichnete Lichtbildervortrag, den der 2. Vorsitzende der "Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung", Werner Kutsche, mit seinem Vereinskollegen Otto Michel zusammengestellt hatte.

"Bendorf in vergangenen Tagen" lautete das Thema der Fotoauswahl, die auf großes Interesse stieß. Vieles gab es im alten Stadtbild zu entdecken, das bis heute vertraut geblieben ist, auch wenn es schon längst modernen Bautätigkeiten hatte weichen müssen. "Es war fast so, als ob man sich noch einmal auf dem damaligen Schulweg durch Bendorf befunden hätte", meinten gleich mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Mit einer gemeinsamen Kaffeetafel neigte sich der Tag der Wiedersehensfreude und der Erinnerungen so langsam seinem Ende zu. Und in den Abschied mischte sich dann doch etwas Wehmut, denn es wird das letzte Jahrgangstreffen der 28er und 29er Bendorferinnen und Bendorfer gewesen sein, das in dieser Art ausgerichtet wurde.



30.09.2009 Kleeblatt

Bendorfer Fundstück sorgt für Freude in Cochem

Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde übergibt eine aufschlussreiche Akte

-pli- Bendorf/Cochem. Was in Bendorf aus einem Abfallcontainer gefischt wurde, gilt in Cochem an der Mosel nun als wertvolle Bereicherung des Heimatarchivs: ein dickes Aktenbündel, das unter anderem über einen großen Felsabsturz (1932) in der Stadt mit der bekannten Reichsburg Auskunft gibt, überreichte die Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde für Bendorf und Umgebung (GGH) an den Cochemer Stadtbürgermeister Herbert Hilken und an den ehrenamtlichen Archivar Bernard Roters.

Schon im vergangenen Mai war Bürgermeister Hilken nach Bendorf gekommen, um die Akte einzusehen. Danach hatte man ein Treffen in Cochem vereinbart, um das gute Stück dem Archiv zu übergeben. Am vergangenen Freitag reisten nun die GGH-Vorsitzenden Peter Lindemann und Werner Kutsche sowie die Mitglieder Friedel Hecken und Hans Hagen an die Mosel. Auch Bürgermeister Michael Syré schloss sich gerne der Gruppe an, die in Cochem herzlich willkommen geheißen wurde.

Dass diese Akte einige Jahrzehnte in Bendorf geschlummert hatte und dann doch entdeckt wurde, beruht auf der Verknüpfung von mehreren Zufällen. Diplom-Ingenieur Detlef Schirwitz (Bochum) kam als Bergbau-Spezialist zum Staatsbauamt Nord (K0-Ehrenbreitstein), siedelte sich in Bendorf an und wurde beauftragt, in Cochem geologische Untersuchungen durchzuführen, da der Berg auch nach dem Felsabsturz weiterhin als problematisch galt. So ließ sich der Ingenieur die vorliegenden Unterlagen aushändigen und ergänzte sie mit umfassenden Berichten seiner eigenen Untersuchungen, mit verschiedenen Gutachten und Problembeschreibungen sowie mit zahlreichen Illustrationen.

Wahrscheinlich nahm Schirwitz aufgrund einer Erkrankung die Akte mit nach Hause, um dort weiter daran zu arbeiten. Doch dazu kam es schließlich nicht mehr, denn der Ingenieur starb (1998), ohne noch einmal an seine Arbeitsstätte zurückkehren zu können. Ungeklärt ist, warum weder das Staatsbauamt noch andere Behörden jemals nach dem Verbleib der aufschlussreichen Unterlagen fragten. Als auch Frau Hilde Schirwitz starb und es keine Verwandten gab, die den Nachlass ordnen konnten, landete "der Papierkram" im Abfallcontainer.

Der inzwischen verstorbene Herwarth Kamp und Werner Kutsche bargen daraus große Mengen an Unterlagen und entdeckten bei näherer Durchsicht etliche Zeit später auch die Cochemer Akte. Sie dorthin zu bringen, wohin sie gehört, war den Verantwortlichen der GGH selbstverständlich. Das ist nun geschehen.



11.09.2009 Kleeblatt

Freilichtspiele gibt es auch im kommenden Sommer

Die Vorbereitungen dafür haben bereits begonnen - GGH dankt für den riesigen Zuspruch

-pli- Bendorf. Wenn ein Erfolg so überraschend groß war wie in den vergangenen Wochen bei den zehn Aufführungen "Ein Bergmann in Bendorf" auf der Freilichtbühne der GGH an den Eisenerzröstöfen auf der Vierwindenhöhe, brauchen die Verantwortlichen schon ein paar Tage Zeit, um das Ergebnis zu realisieren und zu analysieren.

Rasch beantwortet ist allerdings die Frage, die viele Besucher nach fast jeder Vorstellung stellten: "Geht es im nächsten Jahr weiter?" Kein Zweifel, es wird weitergehen. Der Vorstand der "Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung" sprach sich einhellig für eine Fortsetzung im nächsten Sommer aus. Klar ist auch schon, dass die Theatergruppe "Findlinge" und die Familie Helling vom Berghotel Rheinblick im kommenden Sommer wieder mit der GGH zusammen arbeiten werden. Wolfgang Lemhöfer, der Autor des erfolgreichen Stückes vom Bendorfer Bergmann, wird sich erneut in die örtliche Geschichte vertiefen. Die GGH liefert ihm dafür aus ihrem umfangreichen Archiv die nötigen Unterlagen. Über den Inhalt des Stückes, das dann auf dem Programm stehen wird, jetzt schon Aussagen zu machen, wäre allerdings verfrüht, sagt Peter Lindemann als Initiator der Freilichtbühne.

Gutes noch besser zu machen, lautet die Devise bezüglich der technischen Ausstattung des Spielorts an den Eisenröstöfen. Das in diesem Jahr errichtete Zelt zur Überdachung des Zuschauerraums, das schon nach der vierten Vorstellung wieder abgebaut wurde, hat die Erwartungen nicht erfüllen können. Zwar hätte es rund 65 Zuschauern Schutz geboten - es regnete jedoch bei keiner Vorstellung - aber schon bei mäßigem Wind kam es durch das Flattern der Planen zu sehr störenden Geräuschen.

Nach dem Abbau des Zeltes erweiterte sich zudem das Platzangebot auf gut hundert Sitzmöglichkeiten, was dazu beitrug, die riesige Nachfrage nach Karten zumindest zum Großteil zu befriedigen. Nun sind Architekt Wilfried Tscherner (Sayn) und Schreinermeister Bernd Lellig (Bendorf), die die Bühne bereits für diesem Jahr ehrenamtlich entworfen und gebaut hatten, dabei, Möglichkeiten auszutüfteln, wie die Zuschauer vor Regen geschützt werden können, ohne dass sich das Platzangebot verringert.

Nach den gesammelten Erfahrungen müssen auch noch ein paar weitere Punkte, die sich als Schwachstellen herauskristallisierten, neu überdacht werden. Auf jeden Fall aber wird im kommenden Jahr ein Fahrdienst eingerichtet, der es auch älteren und/oder gehbehinderten Menschen ermöglicht, bequem die Eisenerzröstöfen zu erreichen.

Inzwischen hat die in die GGH integrierte Unterabteilung Bühne auch einen eigenen Namen mit Logo bekommen und nennt sich jetzt "Kulturforum der GGH Bendorf". Das weist zugleich darauf hin, dass diese Abteilung neben dem (Sommer)Betrieb auf der Bühne auch weitere kulturelle Veranstaltungen anbieten wird. Mit Alexandra Menge und Pascal Badziong hat die GGH zwei junge Mitglieder gewonnen, die sich besonders für das Kulturforum engagieren. Das Logo schuf übrigens Gernot Kallweit (Urbar) in freundschaftlicher Verbundenheit.

Beim Rückblick auf eine erfolgreiche Veranstaltungsreihe darf freilich nicht der Dank an die Sponsoren und vielen Helferinnen und Helfer vergessen werden, die das Ganze erst möglich gemacht haben. Neben den bereits in früheren Berichten mehrfach Genannten muss hier Günther Schöneberg nachgetragen werden. Der bodewa-Geschäftsführer half ganz spontan aus, als für eine Konzertveranstaltung des Bendorfer Kulturvereins auf der Bühne Stoff gebraucht wurde, um die da noch bestehende "Bergmann-Kulisse" zu verdecken. Das 3,80 x 10 Meter große Stück Stoff von hervorragender Qualität stiftete er der GGH, ohne viel Worte zu verlieren.



02.09.2009 Kleeblatt

Abschluss mit wiederum ausverkauftem Haus

-pli- Bendorf. Nach acht geplanten und zwei weiteren Zusatzvorstellungen fiel auf der Freilichtbühne der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH) am vergangenen Sonntag der letzte Vorhang für dieses Jahr. Das Stück "Ein Bergmann in Bendorf" von Wolfgang Lemhöfer, gespielt von der Theatergruppe "Findlinge", löste bei allen Vorstellungen große Begeisterung aus.

Das Stück, speziell für den Spielort "historische Eisenröstöfen auf der Vierwindenhöhe" geschrieben und inszeniert wird den zahllosen Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben. Und für alle Beteiligten steht schon heute fest: Im kommenden Sommer 2010 wird sich an gleicher Stelle wiederum der Vorhang heben. Über die bereits bestehenden Planungen wird das Kleeblatt in seiner nächsten Ausgabe ausführlich berichten.



02.09.2009 Kleeblatt

Tag des offenen Denkmals: Treffpunkt Eisenerzröstöfen

GGH und Förderkreis arbeiten zusammen - Führungen und Lichtbilderpräsentation

P>-pli- Bendorf. Durch den großartigen Erfolg der 10 Aufführungen des Stückes "Ein Bergmann in Bendorf" auf der neuen Freilichtbühne an den historischen Eisenerzröstöfen, ist auch das öffentliche Interesse an diesem bedeutenden Industriedenkmal deutlich gestiegen. Die Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung (GGH), die die Bühne errichtet hat, möchte diesen interessierten Menschen nun die Gelegenheit geben, mehr über die geschichtlichen Hintergründe und über die Arbeitsweise der Röstöfen zu erfahren.

Daher lädt die GGH am Tag des offenen Denkmals, Sonntag, 13. September, ab 14 Uhr, zu den Eisenerzröstöfen ein, wo sie Besuchern in Zusammenarbeit mit dem "Förderkreis der Geschichte der Arbeitnehmer und ihrer Gewerkschaften" die ehemalige Grube Werner auf der Vierwindenhöhe näher bringen möchte. Der Förderkreis pflegt ja schon seit vielen Jahren den guten Brauch, am Tag des offenen Denkmals an den Röstöfen präsent zu sein und interessierte Gäste zu führen.

Der zweite Vorsitzende der GGH, Werner Kutsche, hat nun für dieses Jahr erstmals eine aussagestarke Bilderpräsentation über die Errichtung und Entwicklung der Röstöfen bis zu ihrem endgültigen Aus zusammengestellt. GGH und Förderkreis ergänzen sich mit ihren Angeboten - Lichtbilder hier - Führungen da - an diesem Tag daher auf sinnvolle Weise. Bis gegen 17 Uhr kann die Diaschau mehrmals gezeigt werden. Da die Lichtbilderpräsentation aber nicht direkt an den Röstöfen, sondern nur in einem geschlossenen Raum gezeigt werden kann, möchte die GGH im Berghotel "Rheinblick" einen Raum mieten. Das macht aber nur Sinn, wenn das öffentliche Interesse an einer solchen Darbietung den Aufwand rechtfertigt. Die GGH wäre, um besser planen zu können, sehr dankbar, wenn sich interessierte Besucher vorher anmelden könnten bei: Werner Kutsche 02622/6880 und Peter Lindemann 02622/14564. Die Veranstaltung ist natürlich kostenlos.



28.08.2009 Kleeblatt

Begeisterung für den "Bergmann in Bendorf" dauert an

Zwei zusätzliche Vorstellungen werden bereits geplant - Viele Gäste auch aus der Region

-pli- Bendorf. Die begeisterte Zustimmung für das Theaterstück "Ein Bergmann in Bendorf" auf der neuen Freilichtbühne der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde (GGH) an den Eisenerzröstöfen auf der Vierwindenhöhe hält unvermindert an. Schon nach der sechsten Aufführung am vergangenen Sonntag stand fest: Es wird - neben den zwei noch ausstehenden Terminen am kommenden Freitag (19 Uhr) und Sonntag (18 Uhr) - noch zwei weitere Vorstellungen geben, deren Termine derzeit abgestimmt werden.

Während für den Freitag, 31. Juli, noch einige Karten zu haben sind (Peter Lindemann Tel. 02622/14564), sind die Plätze für den Sonntag, 2. August, bereits alle vorbestellt bzw. verkauft. Der GGH-Vorsitzende und Bühneninitiator Peter Lindemann führt die anhaltende Zustimmung vor allem auf drei Gründe zurück: "Der Spielort auf der Vierwindenhöhe ist einfach wunderbar. Das Drama "Ein Bergmann in Bendorf" von Wolfgang Lemhöfer ist ein faszinierendes Stück Heimatgeschichte und die Theatergruppe "Die Findlinge" spielt es grandios. Und die gastronomische Betreuung durch das Berghotel ist das Tüpfelchen auf dem "i".

Da endlich auch einmal das Wetter zuverlässig gut war, konnte am vergangenen Sonntag erstmals auf das Zelt für die Zuschauer verzichtet werden. Das brachte zugleich die typische Atmosphäre eines Freilichttheaters zur Geltung. Zunehmend kommen auch Besucher aus der Region beispielsweise aus den Verbandsgemeinden Untermosel, Rhens, Weißenthurm sowie aus der Stadt Neuwied.



17. August 2009 Rheinzeitung

Bergmann erfolgreich - Weitere Aufführungen auf Freilichtbühne Bendorf

BENDORF. Der Erfolg der neuen Freilichtbühne an den historischen Eisenerzröstöfen auf der Bendorfer Vierwindenhöhe hat alle Erwartungen übertroffen. Nachdem dort das Theaterstück "Ein Bergmann in Bendorf" die Zuschauer begeisterte, wurden nun zwei zusätzliche Aufführungen festgesetzt. Am Sonntag, 23. August, und Sonntag, 30. August, heißt es jeweils um 18 Uhr: Vorhang auf für den Bendorfer Bergmann.

Der Initiator der Freilichtbühne, Peter Lindemann, und die Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde Bendorf (GGH) als Erbauer des Theaters in historischem Ambiente sind sich einig, dass es für diesen Erfolg gleich drei gute Gründe gibt: Zum einen ist es der einzigartige Spielort, zum anderen sind die Leistungen der Theatergruppe "Findlinge" einfach hervorragend, und außerdem ist das Stück von Wolfgang Lemhöfer überzeugend gelebte Heimatgeschichte.

Aber auch die ausgezeichnete gastronomische Begleitung vor und nach den Aufführungen sowie in den Pausen durch das direkt oberhalb der Freilichtbühne gelegene Berghotel "Rheinblick" trägt dazu bei, dass Theaterabende an den Eisenerzröstöfen zum unvergesslichen Erlebnis werden. So sind sich die Veranstalter sicher, dass auch die beiden zusätzlichen Aufführungen vor vollen Rängen stattfinden werden.

Karten gibt es zum Preis von 10 Euro im Bendorfer Buchladen im Kaufland Bendorf, im Berghotel "Rheinblick", Tel. 02622/ 127 127, und bei Peter Lindemann, Tel. 02622/145 64.


17.08.2009 Rheinzeitung
Voranzeige unter Vereine: Bergmann auf der Bühne

Bendorf: Wegen der anhaltenden Nachfrage wird das Theaterstück "Ein Bergmann in Bendorf" noch an zwei weiteren Sonntagen, am 23. und am 30. August, jeweils um 18 Uhr aufgeführt. Karten gibt es im Buchladen im Kaufland, im Berghotel "Rheinblick", Tel. 02622/127 127, und bei Peter Lindemann, Tel. 145 64.



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Vereinskalender

  Zu den Aktivitäten rund um unsere Theater-Vorführungen auf unserer Freilichtbühne an den Röstöfen, schauen Sie bitte nach, auf unserer Webseite: http://www.kulturforum-bendorf.de

18. Nov
2011
Die GGH besucht das ehemalige Kloster auf der Rheininsel Niederwerth, dessen Kirche gerade in jüngster Zeit umfassend restauriert wurde und auch eine neue Orgel erhalten hat.
Treffpunkt: Bendorf, Yzeurer-Platz um 13:30 Uhr
7. Nov.
2011
Öffentlicher Vortrag der GGH zur Geschichte St. Martin (Kutsche)
zum Thema: Bedeutungswandel der capella des Hl. Martin bis zur Kapelle.
Bendorf, Rathaus I, 18.00 Uhr
17. Sept.
2011
Lichtbilder- Vortag beim Bendorfer Seniorentag (W.Kutsche)
Juni/Juli/Aug.
2011
laufende Vor-Arbeiten zum Aufbau der Theaterbühne an den Röstöfen.
Theater-Vorführungen auf unserer Freilichtbühne an den Röstöfen.
13. Mai
2011
Freitag, den 13.05.2011 Firmenbesuch der GGH bei der Giesserei Pelikan in Bendorf-Mülhofen.
Mitglieder und Gäste erleben u.a. den Abguss mehrer größerer Formstücke.
Treffpunkt: 14:00Uhr Fa. Pelikan, Dieter Trennheuser-Straße in Mülhofen.
Anschließend - Besuch des "NSG-Sandhalde" des NABU
4. Mai
2011
Vorstandssitzung um 19:30 Uhr im Archiv der GGH in Mülhofen
Gründung des Kulturforums der GGH.
28. April
2011
Öffentlicher Vortrag der GGH zur geschichtlichen Entwicklung von Bendorf (Kutsche)
zum Thema: Von den 3 königl. Höfen bis zum Ausgang des Mittelalters.
Bendorf, Rathaus I, 18.00 Uhr
9. April
2011
Da die für Nov. geplante Fahrt nach Oberfell wegen widriger Umstände ausfallen musste, werden wir die Exkursion zu den Ausgrabungen auf dem Bleidenberg in Oberfell a./Mosel am 9. April durchführen.
Treffpunkt: 13 Uhr am Yseurer-Platz.
28. März
2011
Jahreshauptversammlung der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde für Bendorf und Umgebung (GGH);
mit Wahl des Vorstandes.
Ort: Bendorf, Hotel "Rheinblick", 19.00 Uhr
16.März
2011
Öffentlicher Vortrag der GGH zur geschichtlichen Entwicklung von Bendorf (Kutsche)
zum Thema: Die Besiedelung Bendorfs im Mittelalter.
Bendorf, Rathaus I, 18.00 Uhr
24. Febr.
2011
Lichtbildervortrag (Michel, Kutsche) mit Fotos aus den 1960 bis 1970er Jahren im katholischen Pfarrheim in Bendorf. (katholischer Seniorenkreis)
Beginn: 15.00 Uhr
7. Febr.
2011
Öffentlicher Vortrag der GGH zur geschichtlichen Entwicklung von Bendorf (Kutsche)
zum Thema: Aus der Frühzeit
Bendorf, Rathaus I, 18.00Uhr
27. Jan
2011
Ende der Winterpause;
Vorstandssitzung um 19:00 Uhr im Archiv der GGH in Mülhofen
10. Dez.
2010
Einweisung unserer Mitglieder in die Archivarbeit in unsere Archive in Mülhofen und Bendorf (Kutsche)
23. Nov.
2010
Lichtbildervortrag (Michel, Kutsche) mit Fotos aus den 1950 bis 1970er Jahren im Altenzentrum der AWO auf der Vierwindenhöhe.
Beginn: 15.00 Uhr
13.Nov.
2010
Exkursion zu den Ausgrabungen auf dem Bleidenberg in Oberfell a./Mosel
Treffpunkt: 13 Uhr am Yseurer-Platz.
20. Oktober
2010
Vorstandssitzung um 19:00 Uhr im Archiv der GGH in Mülhofen
13.September
2010
Treffen des Arbeitskreises des "Kulturforums der GGH" zu einem gemütlichen Nachmittag mit Federweisen und Zwiebelskuchen. Treffpunkt um 16:00 Uhr am Lusthäuschen auf der Loh.
18.September
2010
Beteiligung der GGH am diesjährigen "Seniorentag Bendorf" in der Stadthalle am Yzeurer-Platz mit Fotopräsentation und Lesungen.
15.September
2010
Arbeitstreffen an den Röstöfen wg. Bühnenabbau
12.September
2010
Tag des "Offenen Denkmals". Führungen seitens der GGH an der Schachtanlage II (Grubenhaus) und den Röstöfen.
Juli bis August
2010
Regelmäßiges Treffen der Mitglieder des Kulturforums, während der ganzen Spielzeit zur Organisation der Bühnenaufführungen an den Röstöfen.
10.Juli
2010
Die Freilichtspiele auf der Bühne der GGH, an den Röstöfen in Bendorf, Remystraße, beginnen am 10. Juli 2010
09. Juni
2010
um 17,00 Uhr - informelles Treffen der GGH-Mitglieder im Archiv in der Bachstr.
Besprechung der anstehenden Aktivitäten
06. Mai
2010
Vorankündigung;
Besuch des Heimatarchivs in Isenburg
Beginn 15.00 Uhr in Isenburg - bis ca 18.00 Uhr
18. April 2010 Beteiligung am Frühling & Bauernmarkt in Bendorf
ab 11.00 Uhr laufende Fotopräsentation und Gemäldeausstellung in den Schaufenster - Bachstraße 43
24. März 2010 Vorstandssitzung um 10.00 Uhr in den Archivräumen in Mülhofen
10. März 2010 10.00 Uhr - Arbeittreffen im Archiv - Bachstraße
24 Februar 2010 Wir laden hiermit unsere Mitglieder zu der diesjährigen Jahreshauptversammlung am 24. Februar 2010, um 19.30 Uhr in das Berghotel Rheinblick in Bendorf a/Rh., ein.
20. Januar 2010 Vorstandsitzung um 19.30 Uhr in den Archivräumen in Mülhofen
06. Januar 2010 Wie im vergangenem Jahr; treffen wir uns auch in diesem Jahr jeden Mittwoch,
in der Zeit von 10 - 12 Uhr,
in unseren Archiv-Räumen zu einem zwanglosen Beisammensein.
09. Dezember 2009 Die Schneekönigin - eine musikalische Lesung
Eine ganztägige Veranstaltung für Kinder.
Eine Veranstaltung zu Gunsten der Stiftung "Bärenherz". Unter der maßgeblicher Beteiligung des Kulturforums der GGH.
01.Dezember 2009 Verleihung des Kulturpreises 2009 der Stadt Bendorf an unseren Vorsitzenden Peter Lindeman.
Am Dienstag den 1.Dez. 2009, 19.00 Uhr in der Stadthalle am Yzeurer-Platz.
13. April 2009 Ostermontag, 13. April, eine Limeswanderung mit Bürgermst Michael Syre'. Treffpunkt ist um 14 Uhr der Parkplatz am Sträßchen.
11. März 2009 Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde Bendorf (GGH):
Heute, Mittwoch, 11. März, 19.30 Uhr, Jahreshauptversammlung mit Vorstandsneuwahlen im Restaurant "Rheinblick" in Bendorf.